Menzies gestaltet mit den Gastgebern der Frauen-WM das Vermächtnis des Turniers

  • Die neuseeländische Fussballfunktionärin Laura Menzies ist eine passionierte Fürsprecherin des Frauenfussballs

  • Sie nahm kürzlich am Programm für Frauen in Führungspositionen im Fussball teil

  • Menzies spielt eine aktive Rolle bei der Förderung des Fussballs vor und nach der FIFA Frauen-WM 2023

Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass der Fussball im Leben von Laura Menzies eine zentrale Rolle spielt, seit sie laufen lernte. In ihrer englischen Heimat war sie eingefleischte Anhängerin des FC Chester City. Seit diesen frühen Jahren hat Menzies praktisch ununterbrochen Fussball gesehen, gespielt, trainiert und verwaltet. In den letzten Monaten gab es in ihrer Karriere als Funktionärin mit der Ernennung zur CEO von Northern Football – dem größten Regionalverband Neuseelands – und der Teilnahme am FIFA/UEFA Programm für Frauen in Führungspositionen im Fussball zwei weitere Höhepunkte. Und im kommenden Jahr steht dann sogar die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ in Australien und Neuseeland an, wo sie seit mittlerweile 16 Jahren lebt. Als leidenschaftliche Verfechterin des Frauenfussballs nutzt Menzies diese Gelegenheit, den Frauenfussball vor Ort voranzubringen und ihrer Wahlheimat ein bleibendes Vermächtnis zu hinterlassen.

Kürzlich hatte Menzies die Gelegenheit, an der Gestaltung einer der wichtigsten Säulen des Vermächtnisses mitzuwirken, als Northern Football ein Pilotprogramm zur Einbindung der neuseeländischen Maori-Gemeinschaft mitorganisierte. In der Region lebt eine große indigene Gemeinschaft, die sich allerdings traditionell eher für Rugby oder Netball interessiert. "Die Idee, die Kulturen Neuseelands und der Maori-Bevölkerung zu berücksichtigen, ist von entscheidender Bedeutung. Außerdem muss man verstehen, dass der Fussball ein Mittel ist, um mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Gemeinschaften in Auckland oder Northland oder in Neuseeland, in Kontakt zu treten, ihnen zu dienen und sie zu unterstützen", sagte Menzies gegenüber FIFA.com. "Fussball ist eine Möglichkeit, sich mit einem neuen Ort verbunden zu fühlen, mit dem Ort, an den sie von überall auf der Welt gezogen sind. Fussball kann eine Art von Sprache und Ausdruck sein, und auch die Sprache, um sich niederzulassen. Ich denke, das ist die wirkliche Kraft des Fussballs."

Menzies war kürzlich zum Programm für Frauen in Führungspositionen im Fussball in der Schweiz – eine Erfahrung, die für sie ebenso inspirierend wie aufschlussreich war. "Ich war zuvor noch nie in einem Raum mit lauter Frauen, die alle im Fussball arbeiten. Meist sind wir nur zu zweit, zu dritt oder zu viert, aber um die 30 gab es noch nie", sagte Menzies. "Es war eine unglaubliche Erfahrung und wirklich faszinierend, Frauen aus der ganzen Welt zu treffen, die alle im Fussball tätig sind. "Die bevorstehende Frauen-Europameisterschaft in England wird fantastisch – eine herausragende Bühne für den Frauenfussball. Und die Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland im Jahr darauf wird absolut unglaublich. Der Weg dorthin ist allerdings für uns alle zum Teil noch Neuland. Deswegen sagen wir manchmal: 'Es ist eine Herausforderung, es ist neu und wir versuchen, manche Dinge etwas anders zu machen'. Doch die Veranstaltung in dieser Woche bot eine großartige Gelegenheit, Verbindungen zu gleichgesinnten Frauen auf der ganzen Welt zu knüpfen und sich gemeinsam Gedanken zu machen, was wir als Führungskräfte erreichen wollen."

Es war eine unglaubliche Erfahrung und wirklich faszinierend, Frauen aus der ganzen Welt zu treffen, die alle im Fussball tätig sind.

Laura Menzies

Als eine Art Fussball-Missionarin freut sich Menzies auf die Gelegenheit, den Frauenfussball voranzubringen und dabei die einmalige Chance zu nutzen, die sich durch die Ausrichtung des größten eigenständigen Frauen-Sportereignisses der Welt bietet. "Ich glaube, die meisten Menschen haben noch gar keine Vorstellung davon, wie unglaublich und wichtig die FIFA Frauen-WM wird. Schon die jüngste Cricket-Weltmeisterschaft der Frauen [in Neuseeland] war ein unglaubliches Ereignis, mit riesigen Zuschauerzahlen und innerhalb kürzester Zeit ausverkauften Stadien. Doch ein FIFA-Turnier ist nochmal eine ganz andere Sache. Der Rummel um das Turnier und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, sind enorm. "Und es geht ja keineswegs nur um die nächsten zwölf Monate. In diesen zwölf Monaten können wir nur ein begrenztes Pensum schaffen. Aber der Punkt ist ja, dass das Vermächtnis noch Jahre danach weitergeht. "Solche Veranstaltungen gibt es nicht häufig. Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft wird immer weiter wachsen. Es könnte sein, dass dies die einzige Gelegenheit für uns ist, eine Veranstaltung dieser Größenordnung auszurichten, also müssen wir das Vermächtnis optimal gestalten. "Deshalb müssen wir intensiv über das Vermächtnis für die kommenden Jahre nachdenken. Ja, wir tun alles, was wir in den nächsten zwölf Monaten tun können, aber wir müssen auf jeden Fall weitermachen, und wir geben dem Frauenfussball im ganzen Land Priorität vor allem anderen."

Lausanne, SWITZERLAND - MARCH 29: “UEFA Women in Football Leadership Programme, on March 31, 2022, at the IMD in Lausanne, Switzerland. (Photo by Kristian Skeie - UEFA)