Perez ist mit Kopf und Fuß dabei

  • Mexiko mit frustrierendem Unentschieden gegen Südafrika

  • Spielführerin Nicole Perez richtet den Blick bereits auf die Spiele gegen Brasilien und Japan

  • Sie und ihre Teamkameradinnen bereiten sich mithilfe einer Sportpsychologin vor

Es wäre sicherlich verständlich gewesen, wenn die 17-jährige Spielführerin, deren Team trotz eines kontinuierlichen Sturmlaufs auf das gegnerische Tor kein einziger Treffer gelungen ist, den Medienvertretern frustriert und mit gesenktem Blick gegenübergetreten wäre. Schließlich war zu erwarten, dass diese ihr die Unzulänglichkeiten ihrer Mannschaft vorhalten würden.

Doch Nicole Perez ist nicht der Typ, der sich aus der Verantwortung stiehlt oder sich von einem Rückschlag wie Mexikos torlosem Remis gegen Südafrika im Auftaktspiel der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Uruguay 2018 am Dienstag entmutigen lässt, bei dem sie und ihre Teamkameraden zahlreiche gute Chancen ausgelassen haben.

"Wir sind nicht wirklich enttäuscht, nur frustriert, dass wir die Partie nicht gewinnen konnten", so die Spielerin mit der Rückennummer acht. "Dieses Ergebnis haben wir nicht erwartet, aber ich bin überzeugt davon, dass wir unsere nächsten beiden Spiele gewinnen und dieses hier hinter uns lassen werden."

El Tri war in Maldonado in fast allen Aspekten die überlegene Mannschaft – außer im Abschluss. Nun gilt es für Perez und Co., das frustrierende Remis so schnell wie möglich abzuhaken, um in drei Tagen gegen Brasilien wieder zu alter Stärke aufzulaufen, bevor sie dann in ihrem letzten Spiel der Gruppe B den starken Japanerinnen gegenüberstehen.

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Mexikos Trainerin Monica Vergara wird ihren Spielerinnen sicherlich einige wichtige Dinge zu sagen haben, kann sich jedoch auf die fachliche Unterstützung einer anerkannten Sportpsychologin verlassen.

Berrueto weiter: "Ich versuche, zu allen 21 Akteurinnen eine Vertrauensbeziehung aufzubauen, indem ich ihnen das individuelle Rüstzeug an die Hand gebe, um gut vorbereitet in die Spiele zu gehen. Dabei ist es am wichtigsten, dass sie in der Lage sind zu entspannen. Oftmals klappt das, indem sie vor der Partie Musik hören, bevor sie ihren Fokus dann ab dem Betreten der Kabine nach und nach auf das Spiel richten."

Mit gutem Beispiel voran

Perez muss nicht lange überlegen, um ein Beispiel dafür zu finden, dass die Sportpsychologie ihr geholfen hat. "Ich habe mich auf das Spiel gegen Südafrika vorbereitet, indem ich alle meine Spielzüge und Bewegungen zwischen den Linien visualisiert habe, und das hat sehr gut funktioniert", so die Mittelfeldregisseurin, die auch dafür verantwortlich ist, ihre Gelassenheit und Zuversicht auf ihre Teamkameradinnen zu übertragen.

Um Perez muss sie sich dabei keine großen Sorgen machen, denn sie blickt schon wieder nach vorn und ist bereit, die Partie schnell abzuhaken: "Ich freue mich wirklich auf die Spiele gegen Brasilien und Japan, deren Spielweise unserer ähnelt. Ich spiele lieber gegen Mannschaften, die genau wie wir schnell und technisch versichert sind, insbesondere wenn sie als Großmächte des Frauenfussballs gelten."