Duelle der Spitzenteams in Afrika

  • In Afrika hat die Qualifikation für Australien/Neuseeland 2023 begonnen

  • In drei Phasen werden vier direkte Qualifikationsplätze vergeben

  • Ghana schied gegen den elfmaligen Kontinentalmeister Nigeria bereits in der ersten Runde aus

In Afrika hat die erste Runde der Qualifikation für die FIFA Frauen-WM Australien/Neuseeland 2023™ begonnen. 44 Teams gingen an den Start, von denen nach den Duellen der ersten Runde nur 22 übrig sein werden, darunter Marokko, das als Gastgeber des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals der Frauen 2022 von den ersten beiden Runden freigestellt ist.

Algerien hatte das Hinspiel gegen Sudan mit 14:0 gewonnen. Das Rückspiel musste auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Wenn kein Wunder geschieht, dürfte das Team nach dem Rückspiel ebenfalls weiter im Rennen sein.

Die meisten führenden Fussballnationen des Kontinents wurden den Erwartungen gerecht. Von den zehn besten afrikanischen Teams in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste der Frauen schied mit Ausnahme Ghanas keines aus. Die Black Maidens scheiterten in der ersten Runde an Nigeria. Die Super Falcons stehen seit fast 18 Jahren an der Spitze der kontinentalen Hierarchie, so lange gibt es diese FIFA-Rangliste bereits.

Die Ergebnisse

Uganda 2 - 2 (2 - 1 im Elfmeterschießen) Äthiopien Kenia 15 - 1 Südsudan Eritrea 0 - 6 Burundi Dschibuti (Kampfloser Sieg) - Ruanda Malawi 3 - 4 Sambia Tansania 3 - 5 Namibia Simbabwe 6 - 1 Eswatini Angola 1 - 7 Botsuana Mosambik 0 - 13 Südafrika Ägypten 2 - 7 Tunesien Äquatorialguinea (Kampfloser Sieg) - Kongo DR Togo (Kampfloser Sieg) - São Tomé und Príncipe Kongo 2 - 2 Gabun Zentralafrikanische Republik 0 - 3 Kamerun Sierra Leone 1 - 3 Gambia Liberia 1 - 8 Senegal Mali 4 - 2 Guinea Guinea-Bissau 2 - 0 Mauretanien Burkina Faso 5 - 2 Benin Nigeria 2 - 1 Ghana Niger 0 - 20 Elfenbeinküste

Das Rückspiel zwischen Algerien und Sudan wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das Hinspiel hatte Algerien mit 14:0 gewonnen.

So geht es weiter

2. Runde

11 Duelle mit Hin- und Rückspiel - Daten noch offen

CAF Afrikanischer Nationen-Pokal der Frauen

Gastgeber Marokko und die elf siegreichen Teams der Runde 2 2. bis 23. Juli 2022

Die besten vier Teams der Afrikameisterschaft qualifizieren sich direkt für Australien/Neuseeland 2023. Zwei weitere Nationen nehmen am interkontinentalen Playoff-Turnier teil.

Denkwürdige Momente

Nigeria gewinnt das Topspiel

Das Duell zwischen Ghana und Nigeria war das absolute Topspiel der ersten Runde, das die Super Falcons schließlich für sich entscheiden konnten. Die beiden Tore durch Unchenna Kanu im Hinspiel bedeuteten bereits die Vorentscheidung. Ghana gewann zwar das Rückspiel durch einen Treffer von Starstürmerin Princella Adubea mit 1:0, doch Nigeria setzte sich dank der besseren Tordifferenz durch.

Algerien und Elfenbeinküste ohne Probleme

Algerien hatte das Hinspiel gegen Sudan mit 14:0 gewonnen. Das Rückspiel musste allerdings verschoben werden. Unterdessen setzte sich die Elfenbeinküste mit 20:0 gegen Niger durch und feierte damit den (bislang) höchsten Gesamtsieg der ersten Runde. Ida Guehai und Rosemonde Kouassi trugen jeweils vier Tore zu dem Spektakel bei. Die Algerierin Naïma Bouhenni könnte es indes noch besser machen, denn sie hatte bereits im Hinspiel vier Mal getroffen.

Ein überraschendes Trio

Für die drei größten Überraschungen der ersten Runde sorgten Uganda, Gabun und Botsuana. Uganda besiegte Äthiopien im Elfmeterschießen, obwohl die beiden Mannschaften zu Beginn des Hinspiels in der FIFA-Rangliste 42 Plätze auseinander lagen. Kongo seinerseits rangiert in der Weltrangliste 24 Plätze vor Gabun, doch die Gabunerinnen entschieden das Duell aufgrund der Auswärtstorregel dennoch für sich. Botsuana wiederum setzte sich trotz des Rückstands von 26 Plätzen in der Weltrangliste mit 7:1 im Gesamtresultat gegen Angola durch.

Statistik

133 – So viele Tore wurden in den 38 Partien erzielt, was einem Schnitt von 3,5 Toren pro Spiel entspricht. Es gab nur ein einziges Unentschieden, nämlich das Rückspiel zwischen Sierra Leone und Gambia (1:1), was den Gambierinnen zum Einzug in die nächste Runde mit einem Gesamtergebnis von 3:1 reichte. Dschibuti und Äquatorial-Guinea kamen weiter, ohne zu spielen, nachdem Ruanda und die Kongo DR ihre Teams zurückgezogen hatten.

Zitat

"Ich bin zurück im Nationalteam und bereit, den jüngeren Spielerinnen im Team zu zeigen, dass es möglich ist, sich für die Afrikameisterschaft zu qualifizieren. Wir haben es 2016 bereits einmal geschafft und dies ist eine weitere Gelegenheit zu beweisen, dass unsere erste Teilnahme kein Zufall war." Neddy Atieno (Stürmerin, Kenia) und derzeit beste Torjägerin in der Qualifikation mit sechs Treffern