Argentinien und Spanien bestehen schwere Prüfungen und ziehen mit IR Iran ins Achtelfinale

  • Zwei Schiedsrichterinnen schreiben Geschichte

  • Argentinien, IR Iran Spanien und Marokko (ohne zu spielen) stehen im Achtelfinale

  • 150 Tore in 50 WM-Spielen für die Albiceleste

Ergebnisse

Gruppe E Spanien – Japan 4:2 Angola – Paraguay 1:4 Gruppe F IR Iran – USA 4:2 Argentinien – Serbien 4:2

Tabellen

Denkwürdige Momente 

Erst flog der Torhüter vom Platz, dann Schuhe ins Tor IR Iran setzt wie schon in Kolumbien – 13 Gelbe Karten und damit die meisten aller Teams – auf eine harte Gangart. Nach zwei Spielen stehen bereits fünf Gelbe und zwei Rote Karten zu Buche. Nach nicht einmal zwei Minuten musste heute Alireza Samimi schon wieder duschen gehen. Der iranische Tormann sah die Rote Karte. Dank Luciano Gonzalez kamen die USA zu ihren ersten beiden Turniertoren. Das Team Melli, WM-Dritter von 2016, ließ hingegen nicht nur die Bälle ins U.S.-Tor fliegen, sondern Irans Kapitän Ali Hassan Zadeh traf sogar mit dem Schuh, als er das Leder bei einem Schussversuch verfehlte. Nach Albtraumstart und ein paar Zitterminuten am Ende bucht IR Iran das Achtelfinale und darf wieder von mehr träumen. Körperlichkeit und feine Klinge  Die beiden Schiedsrichterinnen María Estefanía Pinto und Valeria Palma hatten viel zu tun bei ihrem geschichtsträchtigen Auftritt als erste Frauen, die ein Futsal-WM-Spiel als Hauptschiedsrichterinnen leiteten: 19 Fouls gab es am Ende in einer intensiven Partie zwischen Spanien und Japan. Auf beiden Seiten wurden aber jeweils fällige direkte Freistöße vergeben. Der Körperlichkeit stand die feine Klinge aber in nichts nach. Neben Traumtoren auf beiden Seiten zeigte Solano einen fantastischen Skill, bevor er das 2:2 vorbereitete. Am Ende zauberte sich Spanien in einem Spiel auf Augenhöhe ins Achtelfinale. Japan darf mit dieser Leitung sich ebenfalls gute Chancen ausrechnen nach 2012 wieder in die K.o.-Phase zu ziehen.

50 für 150 – Dank gut getimter Auszeit erreicht Argentinien neue Höhen  Frech aufspielende Serben beeindruckten den Weltmeister sichtlich, der nach elf geschossenen Toren gegen die USA erstmals in Rückstand ging und ein Tor kassierte. Erst eine Auszeit von Trainer Matias Lucuix nach einem erneuten Rückstand ließ die Albiceleste wieder frei aufspielen: es folgten zwei schnelle Tore, die das Spiel drehten. Eins davon erzielte Constantino „Kiki“ Vaporaki, welches das 150. WM-Tor im 50. Spiel für Argentinien war – erst vier Teams erreichten diesen Meilenstein vorher. Es war ein Spiel, welches alles hatte: Tore, Glanzparaden, Rote Karte und großartige Kombinationen von beiden Seiten. Es spricht für die Klasse Argentiniens, dass sie eines der hochklassigsten Spiele dieser WM bisher für sich entschieden und vorzeitig ins Achtelfinale einzogen. Schnelle Gedanken sorgen für Frustration auf der anderen Seite Es ging alles ein wenig zu schnell heute für Angola. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Paraguay war Angolas Verteidigung nicht auf der Höhe der Dinge und ein einfaches Tor sorgte für eine Zwei-Tore-Führung. Das brachte Trainer Rui Sampaio so richtig in Rage. In einer Auszeit ließ er das seinen Mannen lautstark zu Ohren kommen. Doch alles wachrütteln, sollte heute vergebens sein. Paraguay zeigte sich gut erholt von der Auftaktniederlage und hat nun gute Chancen in die K.o.-Runde einzuziehen. 

Zitat

"Spanien ist einer der Favoriten für dieses Turnier. Dass wir ihnen ein so schweres Spiel geliefert haben, das so oder so hätte ausgehen können, gibt uns viel Selbstvertrauen." Japans Arthur

Highlights

So geht es weiter

Samstag, 18 September (Alle Zeitangaben in Ortszeit) 

Gruppe B  (Anstoß jeweils 18.00 Uhr)

Guatemala – RFU, Kaunas Ägypten – Usbekistan, Vilnius Gruppe A  (Anstoß jeweils 20.00 Uhr)

Venezuela – Kasachstan, Vilnius  Costa Rica – Litauen, Kaunas