Vorstellung des offiziellen Maskottchens und des Auslosungsverfahrens für die FIFA U-17 Frauen-Weltmeisterschaft Jordanien 2016

In Jordanien steigt die Spannung im Vorfeld der Gruppenauslosung für die FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2016, die am 30. Mai in der Hauptstadt Amman stattfindet. Kurz vor der Auslosung zur Ermittlung der Gruppen hielten das Lokale Organisationskomitee (LOK) und die FIFA eine gemeinsame Pressekonferenz ab, um das Verfahren zu erläutern. Gleichzeitig wurde auch das offizielle Maskottchen des Turniers vorgestellt.

Vor zahlreichen Medienvertretern sprachen Tatjana Haenni, stellvertretende FIFA-Direktorin der Abteilung Wettbewerbe und Leiterin der FIFA-Abteilung für Frauenwettbewerbe, und Samar Nassar, CEO des LOK, über mehrere Aspekte dieser bedeutenden Veranstaltung. FIFA.com hat die wichtigsten Informationen und Äußerungen von der Pressekonferenz zusammengefasst.

Großes Interesse an der AuslosungNassar eröffnete die Pressekonferenz mit der Begrüßung der Vertreter der FIFA und der zahlreich erschienenen Journalisten. Sie bezeichnete die Auslosung als "wichtige Veranstaltung, die mit großem Interesse verfolgt" werde. "Zahlreiche Funktionäre werden dabei zu Gast sein. Prinz Ali bin Hussein, der Präsident des jordanischen Fussballverbandes, übernimmt die Schirmherrschaft. Es werden zahlreiche geladene Gäste dabei sein. In den kommenden Tagen werden die an der WM teilnehmenden Teams und alle weiteren Beteiligten eine Reihe von Workshops absolvieren. Zudem wird es Besichtigungstouren durch alle Stadien und Hotels geben. Wir freuen uns sehr auf diese Auslosungsveranstaltung."

Haenni ihrerseits erläuterte den genauen Ablauf der Auslosung und die Verteilung der teilnehmenden Teams auf die Lostöpfe: "Die 16 Mannschaften wurden gemäß ihrer Platzierungen bei den letzten vier Auflagen der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft auf vier Lostöpfe verteilt. Dabei wurden die erzielten Punkte von den jüngsten zu den ältesten Turnierauflagen mit abnehmender Gewichtung berücksichtigt. Zudem wurden jedem Team, das im Rahmen der Qualifikation die Kontinentalmeisterschaft gewonnen hat, fünf Zusatzpunkte zugerechnet.

"Auf dieser Grundlage werden die Mannschaften auf die vier Lostöpfe verteilt. Der erste Topf enthält die Teams, die die Gruppenköpfe bilden werden. Dabei handelt es sich um das Gastgeberland Jordanien und die drei bestplatzierten Teams, nämlich der aktuelle Weltmeister Japan sowie Deutschland und die DVR Korea. Im zweiten Topf befinden sich Nigeria, Spanien, Venezuela und Ghana. Im dritten Lostopf befinden sich Kanada, die USA, Mexiko und Brasilien und im vierten schließlich Neuseeland, England, Paraguay und Kamerun."

"Wie üblich findet die Auslosung der Gruppen dann durch Ziehung aus den Töpfen 1 bis 4 statt. Die Teams werden entsprechend auf die Gruppen A, B, C und D aufgeteilt und jedes Team bekommt in seiner Gruppe eine Nummer von 1 bis vier."

Gemäß des Reglements der FIFA darf keine Gruppe mehr als ein Team aus der gleichen Konföderation enthalten.

Führende Sportlerinnen als AssistentinnenNassar kündigte zudem die Namen der Assistentinnen an, die am Montag bei der Auslosung auf der Bühne dabei sein werden. Hierfür hat das LOK vier der bekanntesten jordanischen Sportlerinnen ausgewählt. Dazu gehört beispielsweise Paralympics-Star Maha Barghouthi, die im Laufe ihrer Karriere mehr als 50 Goldmedaillen gewonnen hat. Auch Taekwondo-Star Dana Haider Touran wird auf der Bühne dabei sein, die bei den Olympischen Jugendspielen und den Taekwondo-Weltmeisterschaften Silbermedaillen gewann und sich derzeit auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio der Janeiro vorbereitet.

Der jordanische Frauenfussball wird durch Stephanie Al-Naber vertreten, die Spielführerin der Nationalmannschaft des Landes und erste jordanische Profispielerin in Europa. Ebenfalls dabei ist ihre Teamkameradin Yasmeen Khair, die vor ihrer Fussballkarriere Erfolge als Turnerin feierte. Khair ist auch eine der Botschafterinnen für die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft.

Vorstellung des MaskottchensIm Rahmen der Pressekonferenz wurde auch das Turniermaskottchen Aseela, eine Oryx-Antilope, vorgestellt. Das Maskottchen ist die wichtigste Symbolfigur der FIFA U-17-Weltmeisterschaft. Die seltene arabische Oryx-Antilope gehört zu den schönsten Tierarten Jordaniens.

Nassar verriet auch, warum genau dieses Tier als offizielles Maskottchen ausgewählt wurde: "Dass die Wahl auf die arabische Oryx-Antilope fiel, war sehr folgerichtig. Sie ist kraftvoll und athletisch und dabei gleichzeitig anmutig und steht damit für genau die Eigenschaften, die auch die jordanischen Fussballerinnen auszeichnet. Aseela wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Öffentlichkeit für das historische Turnier zu begeistern. Die jordanischen Fussballfans bekommen mit ihr ein Maskottchen, das nicht nur ihre nationale Identität anspricht, sondern auch die große Bedeutung einer ausgesprochen femininen Kraft und Stärke symbolisiert. "

Aseela wird den Frauenfussball in Jordanien beleben und junge Mädchen in der gesamten Region inspirieren, sich aktiv als Spielerinnen oder passiv als Zuschauerinnen für den Fussball zu begeistern.

Unterstützung durch die Fans und Vermächtnis für die ZukunftNassar unterstrich, das LOK werde keine Mühen scheuen, um Zuschauer aus allen Gesellschaftsschichten in die Stadien zu locken. Werbekampagnen sollen das Publikum über den Stellenwert der Veranstaltung informieren und animieren, die Spiele in den Stadien zu verfolgen. Nassar berichtete, die Kampagne in Schulen und Universitäten werde mit höchster Priorität vorangetrieben. Es sei sehr wichtig, dass gerade junge Frauen die Spiele sehen und sich noch stärker für den Fussball interessieren, der in Jordanien immer populärer wird.

Haenni betonte, die Ausrichtung des Turniers in Jordanien werde dem Land nicht nur während der drei Turnierwochen zugute kommen, sondern auch in den Folgejahren. Sie wird sich in Form mehrerer neuer Trainingsplätze und verbesserter Infrastruktur in den Stadien positiv auf alle Bereiche des jordanischen Fussballs auswirken. Die Ausrichtung dieses Turniers wird dem Frauenfussball in Jordanien und im gesamten Nahen Osten einen enormen Schub verleihen und ihm ermöglichen, sich zu entwickeln und global konkurrenzfähig zu werden.

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