RFU und Marokko stehen als erste Viertelfinalisten fest

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  • Robinho und Ivan Chishkala verhalfen der RFU zum Sieg gegen Vietnam

  • Soufiane El Mesrar war die treibende Kraft hinter Marokkos erstmaligem Viertelfinaleinzug

  • Ivan Milovanov kann sich über einen besonderen Meilenstein freuen

Ergebnisse

Mittwoch, 22. September RFU 3:2 Vietnam Venezuela 2:3 Marokko

Viertelfinals

Marokko gegen Brasilien - Japan Vilnius, 16:00 Uhr am Sonntag, 26. September RFU gegen Argentinien - Paraguay Kaunas, 18:30 Uhr am Sonntag, 26. September

Denkwürdige Momente

Déjà vu Vor sieben Tagen kam Robinho auf der rechten Seite in Ballbesitz, schob den Ball mit dem linken Fuß an seinem Gegenspieler vorbei und erzielte dann ein Tor. Heute gelang ihm das gleiche Kunststück erneut. Dieses Mal allerdings hatte der 38-Jährige noch etwas Hilfe von einem Freund. Er spielte einen Doppelpass mit Andrei Afanasev bevor er sein Tor erzielte, das gute Chancen bei der Wahl des schönsten Turniertores haben dürfte.  Für zwei Spieler namens Ivan war es ein denkwürdiger Tag. Ivan Chishkala traf zwei Mal und erhöhte seine Ausbeute in Litauen damit auf fünf Treffer. Damit liegt er nur noch ein Tor hinter dem aktuell Führenden Ferrão. Ivan Milovanov seinerseits knackte als erster Russe die magische Marke von 100 Länderspielen.

Rückreise mit erhobenem Haupt Nach der 0:7-Niederlage Vietnams gegen Russland im Achtelfinale der WM 2016 in Kolumbien erwarteten viele eine ähnlich hohe Niederlage, und tatsächlich ging die RFU zunächst mit 2:0 in Führung. Doch die vietnamesische Antwort kam sofort und sie war historisch. Ho Van Y warf den Ball präzise nach vorn, Gia Hung Nhan köpfte ihn vor dem Tor quer und Nguyen Dac Huy köpfte ihn ins Tor. Auf die knappe 2:3-Niederlage können die Vietnamesen stolz sein. "Das war ein herausragendes Tor, absolut fantastisch", schwärmte Miguel Rodrigo von der Technischen Studien-Gruppe der FIFA. "Ein Kopfball als Vorlage für ein Kopfballtor - so etwas sieht man nur äußerst selten."

Ein Zehner mit einer Glanzleistung Bei seinem Klub trägt Soufiane El Mesrar nicht das Trikot mit der Nummer 10 - schließlich teilt er sich die Umkleidekabine mit Ricardinho. Doch heute lieferte er eine Leistung ab, auf die selbst sechsmalige beste Spieler der Welt stolz gewesen wäre. Der 31-Jährige trug mit seinem Hattrick zum überraschenden Sieg und damit zum erstmaligen Einzug Marokkos ins Viertelfinale einer FIFA Futsal-Weltmeisterschaft™ bei.

Nur Fliegen ist schöner Nach dem Schlusspfiff jubelten die marokkanischen Spieler ausgelassen, und ihre Fans ebenfalls. Trainer Hicham Dguig und Abdelkrim Anbia wurden von den euphorischen Spielern immer wieder in die Luft geworfen.

Zitate

"Sie werden von Jahr zu Jahr stärker und heute haben sie nicht aufgegeben und bis zur letzten Sekunde gekämpft. Jedes Spiel bei einer Weltmeisterschaft ist schwierig. Die Stimmung im Team ist gut, denn wir sind unserem Ziel einen weiteren Schritt näher gekommen." Ivan Milovanov (Verteidiger, RFU)

"Wir sind sehr stolz auf unsere Leistungen hier bei der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft. Wir haben unser Bestes für unsere Fans und unser Land gegeben. Dies ist der höchste Wettbewerb der Welt, und wir haben unser bestes Abschneiden erreicht." Van Vu Tran (Kapitän, Vietnam) "Ich werde meinen Mannschaftskameraden sagen, dass sie den Kopf nicht hängen lassen sollen und dass wir stolz sein können, weil wir ein tolles Turnier gespielt haben. Niemand hat uns eine Chance gegeben, und die Dinge haben sich für uns entwickelt. Venezuela hat die Weltmeisterschaft erreicht, um sich weiterzuentwickeln und zu wachsen und nicht zurückzuweichen." Jose Villalobos (Kapitän, Venezuela)

Highlights

So geht es weiter

Kasachstan - Thailand, Kaunas, 17:30 Uhr Argentinien - Paraguay, Vilnius, 17:30 Uhr Brasilien - Japan, Kaunas, 20:00 Uhr