Rückschau Spieltag 5: Brasilien, Portugal und RFU weiter

16. Sept. 2021
  • Zweiter Spieltag der Gruppen C und D: Brasilien und Portugal setzen sich durch

  • Die RFU ist weiter, ohne gespielt zu haben, Marokko muss noch zittern

  • Ferrao überragt erneut und Rodrigo nimmt eine Hürde

Ergebnisse

Donnerstag, 16. September Gruppe C  Salomon- Inseln – Portugal 0:7 Thailand -  Marokko 1:1 Gruppe D  Panama – Vietnam 2:3 Brasilien – Tschechische Republik 4:0

Tabellen

Denkwürdige Momente

Von ganz weit weg und von ganz nah André Coelho begann sein Turnier mit einem ganz wichtigen Tor, dem Ausgleichstreffer zum 1:1 gegen Thailand. Gegen die Salomon-Inseln führte Portugal schon ungefährdet mit 2:0, als Coelho sein zweites Tor im Wettbewerb schoss. Und was für eines! Im Anschluss an eine Ecke nahm der Regisseur des FC Barcelona den Ball perfekt an und vollendete volley aus 15 Metern direkt in den Winkel. Aber bei aller Schönheit dieses Treffers – letztlich zählt dieses Traumtor genau so viel wie Coelhos zweites Tor, das er drei Minuten später nach dem Patzer eines Verteidigers mühelos und wenige Zentimeter vor der Linie erzielte.

Die Torhüter: Waghalsig und doch seriös Ach, die Freuden des Torjägers! Wie es sich anfühlt, wenn der Ball im Netz zappelt – das zu empfinden, ist Torhütern nur selten vergönnt. Aber es ist ihnen natürlich nicht verboten, ihr Glück zu versuchen. Van Y Ho und Guitta, die beiden Schlussmänner Vietnams bzw. Brasiliens, waren jedenfalls kurz davor, sich in die Torschützenliste einzutragen. Ersterer traf zunächst mit einem Abschlag den Pfosten, bevor er wenige Minuten später mit ein- und demselben Schuss die Latte und den Pfosten traf! Der Auriverde versuchte es mit einem Gewaltschuss aus dem Mittelfeld, der links an den Querbalken klatschte. Doch bei allem Offensivdrang vernachlässigten die Schlussmänner auch ihre Hauptaufgabe nicht: gegnerische Schüsse parieren. Beide zählten zu den Helden ihrer Mannschaften bei den Siegen gegen Panama und die Tschechische Republik.

0+0 = Selfie mit Ricardinho In zwei Spielen haben die Salomon-Inseln noch kein einziges Tor erzielt. Nach der 0:6-Niederlage gegen Marokko kassierten die Kurukuru gegen Portugal noch ein Gegentor mehr. Aber die Ozeanier beendeten das Spiel trotzdem mit einem Lächeln im Gesicht, als sie sich alle nacheinander mit Ricardinho fotografieren ließen. Der fünfmalige beste Spieler des Jahres seinerseits hatte keine Mühe, auf dem Foto zu lächeln, denn er erzielte sein erstes Tor des Turniers, und seine Mannschaft steht bereits in der K.o.-Phase.

Drei sind weiter und einer frustriert Die Mannschaft von Marokko glaubte den zweiten Sieg im zweiten Spiel – dieses Mal gegen Thailand – wohl schon sicher. Doch nun muss sie sich vorwerfen, nur wenige Tage nach ihrem ersten Sieg auf der Weltbühne ein historisches Weiterkommen in die K.o.-Phase verspielt zu haben. Zwölf Sekunden waren offiziell noch zu spielen, als Thailand zum Ausgleich kam. Alle Mannschaften, die heute ihr Weiterkommen besiegelt haben, sind Stammgast in der K.o-Phase und zählen zum Favoritenkreis auf den Endspielsieg. Die Seleçao konnte sich dabei beim Erfolg gegen die Tschechische Republik einmal mehr auf Ferro verlassen und feierte zudem das 100. Nationalmannschaftstor von Rodrigo, während Portugal einen ungefährdeten Sieg gegen die Salomon-Inseln einfuhr. Das bequemste Weiterkommen ereignete sich jedoch in einem Mannschaftshotel in Wilna, in dem die RFU untergebracht ist. Die Mannschaft qualifizierte sich, wie es so schön heißt, "auf dem Sofa". Nach den Ergebnissen von heute hat sie auch ohne zu spielen mindestens einen Platz unter den besten Dritten sicher.

Zitat

"Wir sind sehr stolz darauf, auf der ganz großen Futsal-Bühne dabei gewesen zu sein und gegen die Besten gespielt zu haben. Ich denke, wir haben viel gelernt." Elliot Ragomo (Spielführer, Salomon-Inseln)

Highlights

So geht es weiter

Freitag, 17. September (Alle Zeitangaben in Ortszeit)

Gruppe E  Spanien – Japan, Klaipeda, 18.00 Uhr  Angola – Paraguay, Klaipeda, 20.00 Uhr Gruppe F  IR Iran – USA, Vilnius, 18.00 Uhr Argentinien – Serbien, Vilnius 20.00 Uhr