6. Spieltag: Die Favoriten wollen in der Erfolgsspur bleiben

16. Sept. 2021
  • Zweiter Spieltag der Gruppen E und F

  • Nach dem mühelosen Kantersieg gegen die USA trifft Argentinien mit Serbien auf ein anderes Kaliber

  • Bei Spanien gegen Japan geht es um die Tabellenführung in Gruppe E, während Paraguay den ersten Sieg anstrebt

Die Spiele

Freitag, 17. September (alle Zeitangaben in Ortszeit) Gruppe E Spanien – Japan, Klaipeda, 18.00 Uhr Angola – Paraguay, Klaipeda, 20.00 Uhr

Gruppe F IR Iran – USA, Vilnius, 18.00 Uhr Argentinien – Serbien, Vilnius, 20.00 Ur

Die Spiele im Fokus

Alle Trainer sind sich einig, dass die Auftaktpartie immer die schwerste in einem Turnier ist. Eine lange Vorbereitungszeit ist zu Ende, man betritt endlich den Platz und die aktuelle Form ist mehr oder weniger eine Unbekannte. Spanien ging es in der ersten Halbzeit gegen Paraguay so, bis ein Tor von Francisco Solano den Bann brach. Danach lief alles nach Plan für die Roja, die nun im zweiten Spiel gegen Japan um die Tabellenführung in Gruppe E kämpft.

Aus dem jüngsten Freundschaftsspiel, das man mit 0:2 gegen die Schützlinge von Fede Vidal verlor, werden die Japaner ihre Lehren gezogen haben. Herausragender Spieler der ersten Partie war Arthur Oliveira, der beim 8:4 gegen Angola vier Treffer erzielte. Er wird eine laufstarke Mannschaft anführen, die sehr offensiv ausgerichtet ist und auf jeden Fall weiter als 2012 kommen möchte, als man im Achtelfinale ausschied. Dafür muss man allerdings in der Abwehr stabiler werden.

Für Angola war die Partie gegen Japan das Debüt bei einer FIFA Futsal-Weltmeisterschaft und die Spieler sind sicherlich hoch erhobenen Hauptes zurück ins Hotel gefahren. "Es war unser erster Auftritt bei einer WM und das Team war zu Beginn sichtlich nervös. Wir werden hart arbeiten, um uns im zweiten Spiel weiter zu steigern", versicherte der Angolaner Guga und machte klar, dass sein Team bei dieser WM ehrgeizige Ziele hat. 

Gegner Paraguay hatte in der ersten Partie gegen Spanien sicherlich mehr erwartet. Das klare 0:4 hinterlässt ein ungutes Gefühl und war nicht gerade förderlich für das Selbstvertrauen, weswegen man gegen Angola auf mehr Effizienz vor dem gegnerischen Tor hofft, um sich das Leben in Gruppe E nicht noch schwerer zu machen.

VILNIUS, LITHUANIA - SEPTEMBER 14: Ahmad Esmaeilpour of IR Iran celebrates after scoring their team's third goal during the FIFA Futsal World Cup 2021 group F match between Serbia and IR Iran at Vilnius Arena on September 14, 2021 in Vilnius, Lithuania. (Photo by Alex Caparros - FIFA/FIFA via Getty Images)

Seit 2008 waren die USA nicht mehr bei einer Futsal-WM dabei und die Rückkehr gestaltete sich alles andere als vielversprechend, auch wenn es gegen den amtierenden Weltmeister ging. Das 0:11 dürfte jedoch das Signal gewesen sein, in der nächsten Partie ein ganz anderes Gesicht zu zeigen. In die Fußstapfen des Teams zu treten, das 1989 den dritten Platz belegte und drei Jahre später Vizeweltmeister wurde, scheint jedoch eher unwahrscheinlich.

Ganz anders sieht es bei der IR Iran aus, die nach dem Sieg gegen Serbien voller Zuversicht ins weitere Turnier blickt. In der Auftaktpartie hatten die Iraner die erste Halbzeit zunächst klar dominiert, waren aber im zweiten Durchgang noch einmal gehörig in Bedrängnis geraten. Der dritte Platz von 2016 sorgt sicher dafür, dass viele Augen auf dieses Team gerichtet sind, das nun mit einigem Druck umgehen muss. Gegen die USA ist man Favorit, muss jedoch auf den gesperrten Hamid Ahmadi und auch auf den vermutlich noch verletzten Hossein Tayebi verzichten.

Falls es irgendeinen Zweifel an der Form des Titelverteidigers gab, so reichten sieben Minuten und fünf Tore gegen die USA aus, um die Ambitionen der Argentinier deutlich zu zeigen. Die Albiceleste kennt nur ein Ziel in Litauen und das heißt Titelverteidigung.

"Serbien dürfte sicherlich ein viel schwerer Gegner werden. Sie haben der IR Iran einen großen Kampf geboten und werden sicherlich auch uns das Leben schwermachen", glaubt Matías Lucuix, der weiß, dass nun die schwereren Gegner in Gruppe F warten. Zunächst geht es jetzt gegen das Team vom Balkan, das (nach dem Erreichen des Achtelfinales 2012) seine zweite WM spielt und versuchen wird, die 2:3-Auftaktniederlage gegen die IR Iran wieder wettzumachen. Dafür muss man vor allem in den ersten 40 Minuten viel konstanter spielen. Verzichten muss man dabei allerdings auf den gesperrten Slobodan Rajcevic.

Zitat

"Von den 14 Spielern Japans kamen zwölf zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft zum Einsatz. Dieser historische erste Sieg war sehr wichtig für Japan, denn wir hatten noch nie unser Auftaktspiel bei einer WM gewonnen. Damit haben wir viel Selbstvertrauen für den weiteren Wettbewerb getankt." Bruno García (Trainer, Japan)

Weitere Infos

Die Partie zwischen Spanien und Japan in Gruppe E wird von zwei Frauen geleitet: Valeria Nicole Palma (Chile) und María Estefanía Pinto (Argentinien). Es ist das erste Mal in der Geschichte der FIFA Futsal-Weltmeisterschaften, dass zwei Schiedsrichterinnen zum Einsatz kommen.