Sand-Spezialisten vor Rückkehr in der Pazifikregion

15. Juni 2019
  • Die OFC richtet erstmals seit sechs Jahren wieder eine Beach Soccer-Meisterschaft aus

  • Gastgeber Tahiti konnte in den vergangenen Jahren auf der globalen Bühne beeindrucken

  • Der Sieger des Fünf-Nationen-Turniers qualifiziert sich für die FIFA Beach-Soccer-WM Paraguay 2019

Tahiti beeindruckte bei den letzten drei Auflagen der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft mit starken Leistungen. Wie es allerdings mit der Stärke der anderen Teams in Ozeanien bestellt ist, darüber konnte man lange nur spekulieren. Dies jedoch wird sich in Kürze ändern, denn nach sechs Jahren Pause wird es in diesem Jahr wieder einen OFC Beach Soccer-Nationenpokal geben.

Tahiti, das bereits Gastgeber der enorm erfolgreichen FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft 2013 war, wird das Turnier ausrichten.

Neukaledonien, die Salomon-Inseln, Tonga und Vanuatu sind die Konkurrenten, die Tahitis Erfolgsserie von vier WM-Teilnahmen in Folge beenden wollen.

Das Turnier in Kürze

OFC Beach-Soccer-Meisterschaft 2019 Spielort: Papeete (Tahiti, Französisch-Polynesien) Zeitraum: 17. bis 22. Juni Zu gewinnen: Der Turniersieger qualifiziert sich für die FIFA Beach-Soccer-WM Paraguay 2019 (21. November bis 1. Dezember) Format: Fünf-Nationen-Turnier im Ligaformat. Die beiden stärksten Teams bestreiten das Finale.

Die Favoriten

Trotz der recht geringen Bevölkerung hat Tahiti bereits bemerkenswerte Erfolge bei WM-Turnieren gefeiert: zwei Mal erreichte das Team das Finale und ein Mal das Halbfinale. Der Gastgeber der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft 2013, des bislang einzigen FIFA-Turniers in einer pazifischen Inselnation, geht somit als klarer Favorit ins Rennen. Im vergangenen Jahr waren die Tiki Toa beim prestigeträchtigen Intercontinental Cup in Dubai dabei, konnten sich dort allerdings in einem stark besetzten Starterfeld nicht besonders profilieren.

Auch beim bevorstehenden Turnier dürfte es für Tahiti nicht ganz leicht werden. Insbesondere die Salomon-Inseln sind fest entschlossen, sich als ebenbürtiger Gegner zu präsentieren. Bei ihrer letzten WM-Teilnahme 2013 konnten die Bilikiki als amtierender Ozeanienmeister mit starken Leistungen beeindrucken. Meist stehen einige Akteure aus der A-Nationalmannschaft in den Reihen der Salomon-Inseln, denen gute Chancen auf ein Finale gegen die Gastgeber eingeräumt werden.

Die Herausforderer

Vanuatu scheint die besten Chancen zu haben, die etablierte Ordnung zu erschüttern. Das Team aus Melanesien schaffte es in der Frühzeit des Turniers drei Mal auf Platz zwei, bevor sich Tahiti in der ozeanischen Hackordnung nach vorn kämpfte.

Neukaledonien belegte bei der Turnierauflage 2013 den zweiten Platz hinter den Salomon-Inseln, hinkt aber derzeit deutlich hinterher. 2019 will das Team aus dem Land mit einer starken historischen und kulturellen Verankerung des Fussballs einen neuen Anlauf in eine hoffentlich bessere Zukunft starten.

Tonga ist ein echter Beach-Soccer-Neuling und dürfte bei dem Turnier von einem enormen Lerneffekt profitieren. Schon allein die Teilnahme an der Endrunde ist ein Erfolg. Der Fussballverband von Tonga hatte stets auf das Beispiel Tahiti 2013 als direkte Inspiration für eine verstärkte Förderung von Beach Soccer verwiesen.

Hätten Sie's gewusst?

  • Tahiti ist die einzige Nation, die bei jeder der letzten Beach-Soccer-Weltmeisterschaften das Halbfinale erreicht hat

  • Tahiti kann zwar auf globaler Ebene eine starke Bilanz vorweisen, doch im Bereich der OFC haben die Salomon-Inseln vier der fünf bisherigen Beach Soccer-Kontinentalmeisterschaften gewonnen

  • Tahiti war 2006 Gastgeber der ersten Auflage des ozeanischen Turniers. Die Partien fanden am Temae Beach auf der Insel Moorea statt (siehe Bild unten)

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