Die Gruppen stehen, die Spannung steigt

26. Juni 2021
  • Beeindruckende Auftritte in der Qualifikation versprechen spannende Endrunde

  • Wir beleuchten herausragende Spieler in vermutlich hart umkämpften Gruppen

  • Rückblick auf die Qualifikation und Vorschau auf ein faszinierendes Turnier

Die Qualifikationsrunde für den FIFA-Arabien-Pokal Katar 2021™ ist diese Woche zu Ende gegangen. Sudan, Oman, Jordanien, Mauretanien, Libanon, Palästina und Bahrain haben sich Startplätze für die Endrunde gesichert, die vom 30. November bis 18. Dezember ausgetragen wird und viel Spannung verspricht.

In den Qualifikationsspielen gab es viel Qualität und Siegeswillen zu sehen, und die Teilnehmer haben den anderen Finalisten damit signalisiert, dass sie nicht nur als Punktelieferanten antreten werden. Sudan, Mauretanien, Libanon und Palästina haben große Offensivqualitäten gezeigt, während Oman mit sicherem Auftreten und einer soliden Verteidigung zu überzeugen wusste. Bahrain schlägt derweil aus seiner gut eingespielten Mannschaft Kapital.

Die Ergebnisse:

Libyen – Sudan 0:1

Oman – Somalia 2:1

Jordanien – Südsudan 3:0 (Forfait-Sieg)

Mauretanien – Jemen 2:0

Libanon – Dschibuti 1:0

Palästina – Komoren 5:1

Bahrain – Kuwait 2:0

 Starke Gruppen

Gruppe A: Zu Gastgeber Katar und dem automatisch qualifizierten Irak gesellen sich Oman und Bahrain. Oman buchte das Ticket mit einem Sieg gegen Somalia, Bahrain setzte sich gegen Kuwait durch. Da in dieser Gruppe ausschließlich Golfnationen vertreten sind, ist es schwer zu sagen, wer über die Gruppenphase hinauskommen wird. Das gilt insbesondere nach Bahrains Glanzleistung gegen Kuwait.

Gruppe B: Tunesiens Schicksal scheint in letzter Zeit eng mit dem Mauretaniens verwoben zu sein, denn die beiden Teams sind in den letzten beiden Jahren mehrmals aufeinandergetroffen. Nachdem sie bereits beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2019 in Ägypten in einer Gruppe gelandet waren, wurden sie auch in der zweiten Qualifikationsrunde für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ in dieselbe Gruppe gelost. Daher überrascht es kaum, dass sie beim Arabien-Pokal wieder das Vergnügen miteinander haben werden. Die Gruppe wird von Syrien und den VAE komplettiert.

Gruppe C: Zu den automatisch qualifizierten Teams aus Marokko und Saudiarabien gesellen sich Jordanien und Palästina. Palästina hat unter der Führung von Mittelfeldstar Oday Dabbagh gegen die Komoren eine Lehrstunde gegeben, insbesondere im Angriff. Die Gruppe verspricht hart umkämpft zu werden, denn Palästina und Jordanien sind ausgesprochen erfolgshungrig und wollen sich unbedingt gegen zwei Teams durchsetzen, die bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland vertreten waren.

Gruppe D: Diese Gruppe dürfte die schwerste von allen sein, denn hier tritt ein algerisches Team an, das seit 27 Länderspielen ungeschlagen ist. Außerdem ist mit Ägypten ein weiterer Teilnehmer der WM in Russland dabei. Zu dem nordafrikanischen Duo gesellt sich Libanon, das seine Offensivqualitäten gegen Dschibuti unter Beweis gestellt hat und kürzlich den Einzug in die letzte Runde der Asien-Qualifikation für Katar 2022 perfekt machen konnte. Das vierte Team ist Sudan. Unter der Leitung von Cheftrainer Hubert Velud haben sich die Sudanesen kürzlich nach langer Abwesenheit wieder für den Afrikanischen Nationen-Pokal qualifiziert und sich dabei gegen ein starkes südafrikanisches Team durchgesetzt.

Spieler im Fokus:

Mohamad Haidar: Der libanesische Stürmer stach beim Sieg seines Teams gegen Dschibuti ins Auge. Er ist bekannt für seine physische Stärke, seinen guten Torriecher und sein präzises Passspiel und lieferte die Vorlage für El-Helwes Siegtreffer in der Qualifikation. Man sollte ihn in Katar also unbedingt im Auge behalten. 

Oday Dabbagh: Genau wie Haidar besticht er mit seiner imposanten Statur und seiner Ballgewandtheit. Gemeinsam mit Tamer Seyam und Laith Kharoub verhalf er Palästina in der Partie gegen die Komoren zum Einzug in die Endrunde. Doch alle Blicke dürften sich auf Dabbagh richten, von dem gemeinhin erwartet wird, dass er beim Arabien-Pokal sein ganzes Talent in die Waagschale wirft.

Hätten Sie's gewusst?

Kuwaits Starspieler Bader Al Mutawa führt die weltweite Liste der Rekordnationalspieler an. Er bestritt gestern gegen Bahrain sein 185. Länderspiel und brach damit den Rekord des Ägypters Ahmed Hassan.

Zitate:

"Wir hatten gegen die Komoren anfangs Schwierigkeiten, denn wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Aber mit der Zeit sind wir selbstbewusster geworden, haben das Spiel kontrolliert und am Ende gewonnen. Wir haben in der Endrunde eine schwere Gruppe erwischt, aber wir werden von Spiel zu Spiel denken. Wir haben fünf Monate Zeit für die Vorbereitung und sind entschlossen, gute Ergebnisse zu erreichen und in diesem Turnier so weit wie möglich zu kommen." Makram Dabdoub (Trainer, Palästina)

"Wir hatten gegen Dschibuti zu kämpfen, weil wir ohne unsere im Ausland aktiven Spieler auskommen mussten. Aber Libanon wird in der Endrunde überzeugen. Was unsere Gruppe angeht, freuen wir uns auf Spiele gegen Teams unterschiedlicher Schulen des afrikanischen Fussballs." Jamal Taha (Trainer, Libanon)