"Football For Schools" jetzt auch in Dschibuti

  • Start des Programms "Football for Schools" in Dschibuti

  • Dschibuti und Mauretanien sind die ersten afrikanischen Länder, in denen das Programm umgesetzt wird

  • "Football for Schools" stellt den Fussball in den Mittelpunkt der sozialen Entwicklung

Das Programm "Football for Schools" hat im Mai einen besonders vollen Terminkalender. Nachdem die Umsetzung des Programms bereits in Guam, Guyana und Puerto Rico eingeleitet wurde, liegt der Fokus jetzt auf Afrika. Die FIFA-Stiftung hat vom 9. bis 12. Mai einen Workshop in Dschibuti veranstaltet. Drei Tage lang wechselten sich theoretische Unterrichtsmodule im Seminarraum und praktische Einheiten auf dem Spielfeld ab und sorgten für viel gute Laune. Am letzten Tag fand eine offizielle Zeremonie zum Auftakt des Programms "Football for Schools" statt. Mit dabei war als Ehrengast die Trainerin des Frauen-Nationalteams der Elfenbeinküste und FIFA-Legende Clémentine Touré.

Dies ist eine große Chance für die Kinder in Dschibuti", erklärte sie. "Viele Kinder haben nicht diese Möglichkeit, sich zu entfalten. Fussball in der Schule zu spielen, hilft den Kindern, ihren Teamgeist zu entwickeln. Es bringt Zusammenhalt und Austausch zwischen den Kindern sowie Selbstkontrolle." Genau das ist das Ziel von "Football for Schools". Die in Zusammenarbeit mit der UNESCO durchgeführte Initiative zielt im weiteren Sinne darauf ab, zur Bildung, Entwicklung und Stärkung von fast 700 Millionen Kindern auf der ganzen Welt beizutragen. Ein weiteres Ziel ist es, Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt den Zugang zum Fussball durch die Aufnahme in schulische Lehrpläne zu erleichtern. "Ich bin als Sportlehrerin und Fussballtrainerin eigentlich ständig mit dieser Herausforderung konfrontiert", sagt Seminarteilnehmerin Fathia Galab. "Besonders schwer ist es, junge Mädchen aus ihren Häusern auf den Fussballplatz zu bringen. Zum Glück gibt es das jetzt in der Schule... Sie gibt ihnen die Chance, sich mit dem Ball am Fuß auszudrücken, und sie gibt uns die Möglichkeit, eine andere Seite dieser jungen Mädchen kennen zu lernen."

In Dschibuti gibt es jedenfalls ein großes Reservoir an Talenten. Das Frauen-Nationalteam erreichte kürzlich die letzte Qualifikationsrunde für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal der Frauen 2022 und scheiterte erst am letzten Gegner Burundi. Das Männer-Nationalteam überstand die erste Runde der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™, was ihr erst ein einziges Mal zuvor gelungen war (2010). Die Hoffnung im Land ist also groß. "Das Programm kommt genau zur rechten Zeit nach Djibouti. Es setzt eine Entwicklung fort, die wir bereits vor einigen Jahren eingeleitet haben. Wir werden weiter daran arbeiten, um erfolgreich zu sein", kündigte der Präsident des Fussballverbands von Dschibuti, Souleiman Hassan Waberi, an. "Unsere Pädagogen sind mittlerweile gut ausgerüstet, um die Schülerinnen und Schüler gut zu betreuen und Turniere zu organisieren. Dschibuti wird das Beste aus diesem Programm herausholen, da bin ich ganz sicher."