Playoffs: Letzter Vorhang der Europa-Qualifikation

25. Nov. 2021
  • Auslosung der europäischen Playoffs für Katar 2022 am 26. November

  • Zwölf Mannschaften kämpfen um drei WM-Tickets

  • Zusammen mit den zehn Gruppensiegern werden sie Europa vertreten

Zehn europäische Mannschaften haben sich bereits für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ qualifiziert, drei weitere Teams des Alten Kontinents fehlen noch. Die Auslosung der europäischen Playoffs findet am Freitag, 26. November 2021, um 17.00 Uhr MEZ in Zürich (Schweiz) statt. Diese wird live auf FIFA.com übertragen.

Der Modus

Bestritten werden die Entscheidungsspiele von zwölf Teams, darunter die zehn Gruppenzweiten aus der ersten Phase der Qualifikation. Die restlichen beiden Plätze gehen an die zwei besten Gruppensieger der UEFA Nations League 2020/21, die es in der ersten Phase der Vorrunde für die WM 2022 in Katar nicht unter die besten zwei ihrer Gruppe geschafft haben. Die Teams werden in drei Vierergruppen aufgeteilt, in denen je zwei Halbfinalspiele und ein Finale ausgetragen werden. Die drei Gruppensieger sind zusammen mit den Gruppensiegern der ersten Phase der europäischen Qualifikation für die 22. Ausgabe der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ qualifiziert.

Die Teams

ÖSTERREICH

  • WM-Teilnahmen: 7 (1934, 1954, 1958, 1978, 1982, 1990, 1998)

  • Bestes WM-Ergebnis: Dritter Platz (1954)

  • Gut zu wissen: Die letzte Teilnahme Österreichs an der europäischen Playoff-Runde war 2002, als man gegen die Türkei verlor, die bei der Endrunde den dritten Platz belegte.

TSCHECHISCHE REPUBLIK

  • WM-Teilnahmen: 9 (1934, 1938, 1954, 1958, 1962, 1970, 1982, 1990, 2006)

  • Bestes WM-Ergebnis: Finalist (1934, 1962) als Tschechoslowakei

  • Gut zu wissen: Die letzte WM-Teilnahme der Tschechischen Republik war 2006, als man sich durch einen 2:0-Sieg gegen Norwegen in den Playoffs für die Endrunde qualifizierte.

ITALIEN

  • WM-Teilnahmen: 18 (1934, 1938, 1950, 1954, 1962, 1966, 1970, 1974, 1978, 1982, 1986, 1990, 1994, 1998, 2002, 2006, 2010, 2014)

  • Bestes WM-Ergebnis: Weltmeister (1934, 1938, 1982, 2006)

  • Gut zu wissen: Insgesamt hat Italien 18-Mal an einer WM teilgenommen und bis zur Niederlage gegen Schweden in den Playoffs vor vier Jahren eine beeindruckende Serie von 14 Teilnahmen in Folge hingelegt.

NORDMAZEDONIEN

  • WM-Teilnahmen: -

  • Bestes WM-Ergebnis: -

  • Gut zu wissen: Der Höhepunkt Nordmazedoniens auf dem Weg nach Katar ist zweifelsohne der überraschende Auswärtssieg gegen Deutschland im März 2021, als Eljif Elmas mit seinem späten Siegtreffer den viermaligen FIFA-Weltmeister schockte.

POLEN

  • WM-Teilnahmen: 8 (1938, 1974, 1978, 1982, 1986, 2002, 2006, 2018)

  • Bestes WM-Ergebnis: Dritter Platz (1974, 1982)

  • Gut zu wissen: Obwohl sich Polen nicht automatisch für Katar 2022 qualifiziert hat, hat das Team um FIFA-Weltfussballer Robert Lewandowski mit insgesamt 30 Toren in zehn Spielen seine beste Torquote aller Zeiten in einer WM-Qualifikation erzielt.

PORTUGAL

  • WM-Teilnahmen: 7 (1966, 1986, 2002, 2006, 2010, 2014, 2018)

  • Bestes WM-Ergebnis: Dritter Platz (1966)

  • Gut zu wissen: In den europäischen WM-Playoffs ist Portugal keine Unbekannter, denn sowohl bei der WM 2010 als auch bei der WM 2014 setzte sich das Team über diesen Umweg gegen Bosnien-Herzegowina bzw. Schweden durch.

RUSSLAND

  • WM-Teilnahmen: 11 (1958, 1962, 1966, 1970, 1982, 1986, 1990 (als Sowjetunion); 1994, 2002, 2014, 2018)

  • Bestes WM-Ergebnis: Vierter Platz (1966) als Sowjetunion

  • Gut zu wissen: Russland hat in der Geschichte der WM-Qualifikation erst ein einziges Heimspiel verloren (0:1 gegen Deutschland im Oktober 2009).

SCHOTTLAND

  • WM-Teilnahmen: 8 (1954, 1958, 1974, 1978, 1982, 1986, 1990, 1998)

  • Bestes WM-Ergebnis: Gruppenphase

  • Gut zu wissen: Die Schotten beendeten ihre Qualifikationsgruppe in beeindruckender Form mit sechs Siegen in Folge, darunter ein 2:0-Sieg gegen den Gruppensieger Dänemark im letzten Spiel. Die Dänen hatten alle ihre vorherigen neun Gruppenspiele gewonnen.

SCHWEDEN

  • WM-Teilnahmen: 12 (1934, 1938, 1950, 1958, 1970, 1974, 1978, 1990, 1994, 2002, 2006, 2018)

  • Bestes WM-Ergebnis: Finalist (1958)

  • Gut zu wissen: Schweden steht zum dritten Mal in Folge in der Playoff-Runde. 2014 scheiterten die Skandinavier an Portugal, vier Jahre später setzte man sich gegen den viermaligen Weltmeister Italien durch.

WALES

  • WM-Teilnahmen: 1 (1958)

  • Bestes WM-Ergebnis: Viertelfinale

  • Gut zu wissen: Wales hat nur zwei seiner letzten 20 WM-Qualifikationsspiele verloren. In den letzten sieben Spielen ihrer Qualifikationsgruppe blieben sie ungeschlagen.

TÜRKEI

  • WM-Teilnahmen: 2 (1954, 2002)

  • Bestes WM-Ergebnis: Dritter Platz (2002)

  • Gut zu wissen: Die Türkei hat sich seit ihrem dritten Platz 2002 nicht mehr für die Endrunde qualifiziert. 2006 scheiterten die Türken in den Playoffs an der Schweiz.

UKRAINE

  • WM-Teilnahmen: 1 (2006)

  • Bestes WM-Ergebnis: Viertelfinale

  • Gut zu wissen: Sie haben bereits viermal an den europäischen Playoffs teilgenommen (1998, 2002, 2010, 2014), konnten sich aber noch nie auf diesem Weg für die FIFA-Weltmeisterschaft qualifizieren.

Mitreißende Geschichte

Die europäischen Entscheidungsspiele, die dieses Mal nicht als Direktduelle mit Hin- und Rückspiel, sondern in dem neuen Format ausgetragen werden, bieten seit jeher viel Spektakel. Bestes Beispiel sind Predrag Mijatovićs sieben Tore zum 12:1-Sieg gegen Ungarn nach Hin- und Rückspiel, gleichbedeutend mit der Qualifikation für die WM 1998 in Frankreich, oder Deutschland und die Türkei, die in der Qualifikation für die WM 2002 in Korea/Japan ebenfalls den Umweg über die Playoffs nehmen mussten, ehe sie bei der Endrunde mit Platz zwei und drei für viel Furore sorgten. In den Entscheidungsspielen für die WM 2014 in Brasilien schaffte Frankreich nach einem 0:2 im Hinspiel gegen die Ukraine eine spektakuläre Wende, während Cristiano Ronaldo Portugal gegen Schweden nach einem unvergesslichen Schlagabtausch mit Zlatan Ibrahimović die WM-Qualifikation sicherte. Vier Jahre später hatte Schweden mehr Glück. Leidtragende waren die Italiener, die damit erstmals seit 1958 wieder eine WM-Endrunde verpassten. Die eigentlichen Überflieger waren aber die Kroaten, die nach ihrem Triumph gegen Griechenland bei der Endrunde in Russland bis ins Finale vorstießen.

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