Erste Ausreißer und Überraschungen in Afrika

8. Sept. 2021
  • Das Wochenende in Afrika stand ganz im Zeichen der Qualifikation für Katar 2022

  • Was bleibt von den ersten Spieltagen der zweiten Qualifikationsrunde?

  • FIFA.com analysiert Überraschungen und Tendenzen

Nach mehrmonatiger Pause wurde die Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ Anfang September in Afrika wieder aufgenommen. 40 Teams des Mutterkontinents waren im Rahmen des Qualifikationswettbewerbs aktiv.

Mittlerweile sind 83 Tore gefallen, Rekorde gebrochen und Überraschungssiege gefeiert worden und die ersten Teams konnten sich von der Konkurrenz absetzen. Nur Tunesien, Nigeria, Senegal und überraschend auch Libyen konnten beide Spiele gewinnen. Guinea und Marokko haben allerdings erst eine Partie bestritten, da das Duell zwischen den beiden Teams verlegt wurde.

Das Wichtigste in Kürze

Denkwürdige Momente

Torgefährliche Algerier 29 Spiele ohne Niederlage. Algerien konnte seine beeindruckende Positivserie mit einem 8:0-Sieg gegen Dschibuti und einem 1:1 gegen Burkina Faso ausbauen. Außerdem haben die Fennecs in diesem Länderspielfenster in Afrika die meisten Tore erzielt (9). Mit einem Viererpack gegen Dschibuti ist Islam Slimani mit Abdelhafid Tasfaout an der Spitze der ewigen Torjägerliste Algeriens gleichgezogen. Riyad Mahrez konnte ebenfalls einen Rekord verbuchen. Er hat es als erster Spieler im algerischen Nationaltrikot geschafft, in sieben Spielen in Folge mindestens einen Treffer zu erzielen. Diese Serie wurde von Burkina Faso gestoppt.

Doppelt oder gar nicht Nur die Gruppenersten kommen weiter. Daher ist es wichtig, von Beginn an nicht zu viele Punkte liegenzulassen. Nigeria, Tunesien, Senegal und das Überraschungsteam aus Libyen sind die einzigen Teams, die zwei Siege in ebenso vielen Spielen verbuchen können. Dschibuti, Mauretanien, Madagaskar, Sudan sowie die beiden ehemaligen WM-Teilnehmer Angola und Togo konnten hingegen aus zwei Spielen keinen einzigen Punkt mitnehmen. Ihre Chancen auf ein Weiterkommen sind damit entschieden gesunken.

Ein Trio rüttelt an der Hierarchie Mehrheitlich führen die Fussballmächte des Kontinents ihre jeweiligen Gruppen an, nämlich Algerien, Tunesien, Nigeria, Elfenbeinküste, Mali, Senegal und Südafrika. Allerdings ist es auch drei Überraschungsteams gelungen, sich nach diesen ersten Spieltagen die Spitzenreiterposition zu sichern, nämlich Libyen, Tansania und Guinea-Bissau, das allerdings davon profitiert, dass Marokko ein Spiel weniger bestritten hat. Diesen Erfolg haben die Teams mit guten Ergebnissen gegen starke Gegner erreicht: Libyen konnte einen 2:1-Sieg gegen Gabun verbuchen, Tansania hat sich mit 3:2 gegen Madagaskar durchgesetzt und Guinea-Bissau hat ein 1:1 gegen Guinea erreicht. Die drei Gegner sind in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste jeweils mehr als 30 Plätze höher angesiedelt.

Ägypten trennt sich von El Badry Der ägyptische Nationaltrainer musste seinen Hut nehmen, obwohl er mit fünf Siegen und vier Unentschieden in neun Spielen seit seinem Amtsantritt ungeschlagen war. Nach einem hart erkämpften Sieg gegen Angola (1:1) kamen die Ägypter drei Tage später gegen Gabun über ein 1:1 nicht hinaus. Er wurde am 6. September entlassen, noch bevor Libyen sich in der Tabelle der Gruppe F auf Platz eins schob. El Badry hatte das Amt im September 2019 von Javier Aguirre übernommen, der nach der Niederlage Ägyptens im Achtelfinale des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals auf heimischem Boden des Amtes enthoben worden war. "Der EFA wird innerhalb der nächsten 48 Stunden eine Entscheidung über den neuen Trainerstab der Nationalmannschaft fällen", so der Verband in seiner Erklärung. Diese ist nun gefallen: Carlos Queiroz übernimmt das Amt.

Elefanten zähmen Löwen Das war DAS Duell der Woche in der Afrika-Qualifikation : Die Elfenbeinküste setzte sich im Spitzenduell der Gruppe D gegen Kamerun durch. Ein Doppelpack von Sébastien Haller, seines Zeichens Angreifer bei Ajax Amsterdam, ließ die Waagschale zugunsten der Elefanten kippen. Die unzähmbaren Löwen konnten den Rückstand zwar durch einen von Moumi Ngamaleu verwandelten Elfmeter noch verkürzen, zu mehr reichte es jedoch nicht mehr. In der Tabelle trennt die beiden Teams nur ein Punkt, da die Elfenbeinküste im ersten Spiel gegen Mosambik über ein Remis nicht hinausgekommen war, während Kamerun sich gegen Malawi durchgesetzt hatte.

Gehört und gesehen