Al-Habsi wünscht sich häufiger die Möglichkeit zur Teilnahme an globalen Turnieren

5. Okt. 2021
  • Der frühere Nationaltorhüter Omans war nie bei einer Weltmeisterschaft

  • Al-Habsi unterstreicht, dass der internationale Spielkalender keine großen Turniere mitten in der europäischen Klubsaison vorsehen soll

  • Spieler und Fans im Mittelpunkt der umfassenden Überprüfung des internationalen Spielkalenders

Ali Al-Habsi vertrat Oman fast zwei Jahrzehnte lang mit großem Erfolg, doch sein Mitgliedsverband ist einer von 133, die noch nie auf der globalen Bühne der FIFA-Weltmeisterschaft vertreten waren. Er wünscht sich, dass es durch eine "geeignete Lösung für Spieler, Vereine und Nationalmannschaften" im Rahmen der Überprüfung des Kalenders für die Zeit nach 2024 mehr Möglichkeiten gibt, dieses Ziel zu erreichen.

Oman liegt derzeit im Rennen um einen Platz bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ noch auf Kurs. Das Team gewann seine Auftaktpartie in der dritten Runde der AFC-Qualifikation auswärts in Japan, verlor dann aber knapp zu Hause gegen Saudiarabien. Diese Woche wird die Qualifikation mit den zwei Partien gegen Australien (in Doha) und Vietnam (in Muscat) fortgesetzt. Für die Zukunft gehört ein übersichtlicherer Kalender für Al-Habsi zu den Prioritäten.

SYDNEY, AUSTRALIA - JANUARY 13:  Ali Al Habsi of Oman gestures during the 2015 Asian Cup match between Oman and Australia at ANZ Stadium on January 13, 2015 in Sydney, Australia.  (Photo by Brendon Thorne/Getty Images)

"Ich denke, wenn man für die Nationalmannschaft spielt, hat man ein anderes Gefühl und eine andere Atmosphäre", sagte der Torhüter, der über ein Jahrzehnt lang im englischen Klubfussball aktiv war hat. "Die Spieler haben mehr Lust und Motivation. Um den Spielplan weiterzuentwickeln, müssen Änderungen der Spiele erfolgen.

Heutzutage spielt man in Europa und kehrt in sein Land zurück, nur um dann wieder in ein weit entferntes Land zu einem Freundschaftsspiel zu jetten. Ich denke, es ist wichtig, dass wir eine effiziente Durchführung der offiziellen Länderspiele entwickeln und uns weniger auf internationale Freundschaftsspiele konzentrieren. Es ist eine große Anstrengung, sowohl für einen Verein als auch für das Land zu spielen. Dies kann für die Spieler eine physische und psychische Belastung darstellen und ist auch für ihre Zukunft und die Entscheidungen der Trainer über ihren Verbleib entscheidend.

Der AFC Asien-Pokal und der CAF Afrikanische Nationen-Pokal finden zum Beispiel immer mitten in der Saison der großen europäischen Ligen statt, was für einige Spieler und Trainer bei der Nominierung der Teams in den jeweiligen Vereinen zu Problemen führt. Ich denke, dass eine Lösung gefunden werden kann. Diese Lösung muss für die Spieler, die Vereine und die Nationalmannschaften eine gute Lösung sein. Das kann dann auch positive Auswirkungen auf die Fussballfans haben."

DOHA, QATAR - SEPTEMBER 09: Ali Al Habsi poses for a portrait following an interview during the FIFA Technical Advisory Group on the future of men’s football sessions on September 9, 2021 in Doha, Qatar. (Photo by Harold Cunningham - FIFA)

Al-Habsi gehört zu den Stars des Weltfussballs aus den sechs Konföderationen der FIFA, die aufgefordert sind, ihr Feedback zum internationalen Spielkalender der Männer zu geben, um den Zeitplan für die Zeit nach 2024 zu optimieren, wenn der aktuelle Kalender ausgelaufen ist.

Neben den Spielern gehören auch Medien, Fans, Ligen, Mitgliedsverbände, Partner und Konföderationen zu den zahlreichen Gruppen, die im Rahmen eines umfassenden Überprüfungsprozesses unter Leitung von Arsène Wenger, dem FIFA-Direktor für globale Fussballförderung, konsultiert werden. Bei diesen Diskussionen kommen alle Themen auf den Tisch, darunter auch die Häufigkeit globaler Turniere.

"Manchmal spielt man in der Qualifikation gegen Spitzenteams wie Japan, Korea Republik oder Iran und riskiert ein frühes Ausscheiden", sagte Al-Habsi. "Dann muss man Jahre warten, bis man die Chance bekommt, sich für die nächste Auflage zu qualifizieren. Wenn wir aber mit der Zweijahres-Option experimentieren könnten, wäre die Vorbereitungszeit kürzer, und die Länder, die noch keine Gelegenheit hatten, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen, würden mehr Fortschritte machen."