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Rechtsprechende Kammer der unabhängigen Ethikkommission sanktioniert Issa Hayatou

3. Aug. 2021

Die rechtsprechende Kammer der unabhängigen Ethikkommission hat Issa Hayatou (ehemaliger CAF-Präsident, ehemaliger FIFA-Präsident ad interim, ehemaliger FIFA-Vizepräsident und ehemaliges FIFA-Ratsmitglied sowie FIFA-Ehrenpräsident) des Verstosses gegen Art. 15 (Loyalität) des FIFA-Ethikreglements für schuldig befunden.

Die Untersuchung von Issa Hayatous Handeln als CAF-Präsident betraf seine Beteiligung an der Aushandlung, dem Abschluss und der Unterzeichnung der Grundsatz- und Vertragsvereinbarung über die Vermarktung der Medien- und Marketingrechte der von der CAF und dem Unternehmen Lagardère Sports zwischen 2014 und 2017 organisierten Wettbewerbe.

Nach einer eingehenden Verhandlung und aufgrund der von der Untersuchungskammer erhobenen Informationen kam die rechtsprechende Kammer in ihrem Entscheid zum Schluss, dass Issa Hayatou in seiner Position als CAF-Präsident seine Loyalitätspflicht verletzt hatte, indem er im Namen und im Auftrag der Konföderation eine wettbewerbswidrige Vereinbarung mit Lagardère Sports eingegangen war, die für die CAF nachteilig und mit einem erheblichen Schaden verbunden war (einerseits finanziell in Höhe von EGP 200 Millionen und andererseits auch in Bezug auf ihren Ruf).

Aus diesem Grund befand die rechtsprechende Kammer Issa Hayatou der Verletzung von Art. 15 (Loyalität) der aktuellen Ausgabe des FIFA-Ethikreglements für schuldig und verhängte gegen ihn eine einjährige Sperre für jede nationale und internationale Fussballtätigkeit (administrativ, sportlich und anderweitig). Zudem wurde gegen ihn eine Geldstrafe von CHF 30 000 ausgesprochen.

Der begründete Entscheid wurde Issa Hayatou heute mit Inkrafttreten der Sperre mitgeteilt und auf legal.fifa.com veröffentlicht.