Ugandas Frauenfussball bereit zur Professionalisierung durch FIFA-Klublizenzierung

  • In Uganda wird die Professionalisierung des Frauenfussballs vorangetrieben

  • Die Federation of Uganda Football Associations (FUFA) hat erfolgreich ein Seminar zur Frauen-Klublizenzierung abgehalten

  • "Der Workshop ist wie die Erfüllung eines Traums" - FUFA-Präsident Magogo Moses Hassim

In Uganda reichen die Anfänge des Frauenfussballs bis in die 90er Jahre zurück. 1994 bestritt die Nationalmannschaft in Nairobi ihr erstes Länderspiel. In diesem Jahr konnte sich das A-Team für den Afrikanischen Nationen-Pokal der Frauen 2022 qualifizieren, der in Marokko ausgetragen wird. Darüber hinaus ist Uganda Gastgeber der CECAFA Women’s Championship 2022.

Auf Vereinsebene gibt es in Uganda derzeit drei nationale Frauenfussballwettbewerbe. Die oberste Stufe ist die FUFA Women's Super League, die zweite Stufe die FUFA Women's Elite League, und auf der dritten Stufe gibt es mehrere regionale Ligen. Mit Hilfe der Klublizenzierung soll der Frauenfussball nun auf ein neues Level gehoben werden. Im Bewusstsein der Schlüsselrolle, die die Klubs bei der Entwicklung spielen, ist die Klublizenzierung ein ideales Instrument, um die Professionalisierung voranzutreiben, die wiederum die Entwicklung der Spielerinnen auf Vereinsebene stärkt und die allgemeinen Standards in den Klubs auf der ganzen Welt erhöht.

Die FIFA unterstützt Konföderationen und FIFA-Mitgliedsverbände auf der ganzen Welt bei der Einrichtung und Verbesserung entsprechender Systeme. Über die bestehenden Initiativen für Konföderationen und Mitgliedsverbände hinaus organisiert die FIFA dafür Klublizenzierungsseminare.

Die FUFA ist einer der ersten Nutznießer dieses Projekts und hat in der vergangenen Woche als erster afrikanischer Mitgliedsverband erfolgreich ein Seminar zur Klublizenzierung im Frauenfussball durchgeführt.

Das Seminar, an dem alle Vereine der FUFA Women's Super League (10) und der FUFA Women's Elite League (13) teilnahmen, fand am 19. Mai im Hotel Imperial Royale statt und bildete den Höhepunkt eines sechstägigen Aufenthalts von Bruno Van Hellemont, Professionalisierungsmanager (FIFA-Division Frauenfussball), und Andres Portabella, FIFA-Berater.

Das Duo besuchte die FUFA-Zentrale und wurde vom FUFA-Präsidenten, Hon. Magago Moses Hassim, dem Vorstandsvorsitzenden Edgar Watson, dem FUFA-Klublizenzierungsmanager Ivan Kintu Bayige, der FUFA-Koordinatorin für die Lizenzierung von Frauenklubs, Shirah Nakaggwa, dem Vorsitzenden des FUFA-Klublizenzierungsausschusses, Rogers Mulindwa, und den Mitarbeitern des Sekretariats herzlich empfangen. Sie trafen sich auch mit der FUFA-Abteilung für Wettbewerbe, um sich darüber auszutauschen, wie die Bestimmungen zur Klublizenzierung am besten umgesetzt werden können. An diesem Treffen nahm auch die dritte Vizepräsidentin der FUFA, Florence Nakiwala Kiyingi, Vorsitzende des Wettbewerbsausschusses, teil.

Um eine wettbewerbsfähige Nationalmannschaft - auf allen Altersebenen - aufzubauen, bedarf es einer starken Basis. Auch hier spielen die Vereine Ugandas eine große Rolle, da sie maßgeblichen Anteil an der Ausbildung junger Talente zu haben. Ein weiterer Punkt, der für die Klublizenzierung spricht.

Im Rahmen des Seminars hielt die Vorsitzende von She Corporate FC einen Vortrag über den aktuellen Stand der Klublizenzierung in Uganda. Dabei wurden unterschiedliche Themen wie Finanzen, Verwaltung und Personal, Klubstruktur und rechtliche Aspekte sowie Infrastruktur diskutiert.

"Das FIFA-Lizenzierungsprogramm für Frauenklubs steht allen 211 Mitgliedsverbänden offen, und wir arbeiten derzeit mit 16 Ländern auf der ganzen Welt zusammen. Während unseres Besuchs in Kampala war es ein echtes Privileg, die großartige Arbeit der FUFA und der Vereine zu sehen, die sich für die Entwicklung und das Wachstum des Frauenfussballs in Uganda einsetzen", so Portabella abschließend .