25 Jahre nach Norwegens WM-Triumph

  • Heute vor 25 Jahren hat Norwegen die FIFA Frauen-WM gewonnen

  • 2:0-Sieg gegen Deutschland im Finale in Solna (Schweden)

  • Hege Riise: "Das war der beste Moment meiner Karriere"

Heute vor 25 Jahren stand Norwegen an der Spitze der Welt. Die Norwegerinnen hatten gerade als zweites Team die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ gewonnen und sind heute, ein Vierteljahrhundert später, eines von nur vier Teams, denen dies gelungen ist.

Von 1987 bis zum Jahr 2000 wurden sie zweimal Europameisterinnen, gewannen Olympisches Gold und zogen zweimal ins Finale der Frauen-WM ein. Doch der krönende Augenblick kam an einem regnerischen Juninachmittag in Solna (Schweden), als die Norwegerinnen den Erzrivalen Deutschland besiegten und sich die begehrteste aller Trophäen sicherten.

Riise konnte den Erfolg noch mehr genießen, da sie vier Jahre zuvor bereits die andere Seite der Medaille gesehen und im Finale der Frauen-WM 1991 gegen ein starkes U.S.-Team unter Führung von Michelle Akers das Nachsehen gehabt hatte (1:2). Davor hatte sie zu den 22 Spielerinnen gehört, die vor 65.000 Fans die erste Partie der Turniergeschichte bestreiten durften. Gegner war Gastgeber China. "Da wusste ich, dass die Frauen-WM etwas ganz Besonderes sein konnte", erklärte sie später.

"Auf diesen Goldenen Ball bin ich noch immer unheimlich stolz", so Riise. "Ich habe wirklich ein fantastisches Turnier gespielt und jede Minute auf dem Platz genossen. Ich war so gut in Form, dass ich einfach das Gefühl hatte, nichts könne mich aufhalten."

Das machte sich auf dem Platz bemerkbar. Die Norwegerinnen waren mit Kanada, England und Nigeria in eine Gruppe gelost worden und erzielten in der Gruppenphase sage und schreibe 17 Treffer. Dabei kassierten sie kein einziges Gegentor. Anschließend fegten sie Dänemark im Viertelfinale vom Platz. Im Halbfinale kam es dann zur Neuauflage des Finales von 1991 gegen ein eindrucksvolles U.S.-Team, das unter anderem mit Michelle Akers, Mia Hamm und Carin Jennings aufwarten konnte.

Dabei hatten die Norwegerinnen die Trophäe nach dem Sieg gegen die Titelverteidigerinnen noch lange nicht in der Tasche. Im Finale lauerte nämlich ein deutsches Team, das erst drei Monate zuvor zum dritten Mal in Folge die UEFA EURO der Frauen gewonnen hatte. In den beiden vorherigen kontinentalen Finalrunden hatten sie die Norwegerinnen insgesamt mit 7:2 besiegt.

Drei Minuten später erhöhte Marianne Pettersen auf 2:0. Auch wenn einige Zuschauer nun vielleicht glaubten, damit sei das Schicksal der Deutschen besiegelt, legten Riise und Co. jetzt keinesfalls die Hände in den Schoß.

Die Feierlichkeiten waren hart erkämpft und hoch verdient. Aarones dazu: "Schließlich wird Norwegen nicht allzu oft Weltmeister."