Lindsey Horan vor Rückkehr in ihre 'zweite Heimat' 

5. Juni 2019
  • U.S.-Mittelfeldspielerin Lindsey Horan spielte mehr als drei Jahre für Paris Saint-Germain

  • Nun kehrt sie zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ in ihre 'zweite Heimat' zurück

  • Die 25-Jährige brachte ihren Teamkolleginnen ein paar Brocken Französisch bei

Von Erin Fish, Teamreporterin USA

U.S.-Mittelfeldspielerin Lindsey Horan steht vor einer Rückkehr in ihre 'zweite Heimat', die französische Hauptstadt Paris.

In den USA wachsen die meisten Fussballerinnen und Fussballer mit dem Traum eines College-Stipendiums auf, um ihrem geliebten Spiel nachgehen zu können. Horan hingegen hegte höhere Ambitionen. Sie wollte von Anfang an als Profi in Europa spielen – doch ihr damaliger Trainer meinte, dieser Traum werde wohl niemals wahr.

Horan hätte im College-Fussball anfangen können. Sie hatte der University of North Carolina bereits eine vorläufige mündliche Zusage gegeben, einer der prestigeträchtigsten Einrichtungen im Frauenfussball.

Doch 2012 gab die damals 18-Jährige kurz vor Beginn Ihres Vierjahresprogramms ihr Stipendium zurück und unterschrieb als erste Sportlerin aus den USA direkt nach der High School einen Profivertrag. Und zwar nicht bei irgendeinem Verein, sondern beim französischen Hauptstadt-Traditionsklub Paris Saint-Germain.

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Horan ist indes nicht die einzige Spielerin im U.S.-Team, die in Paris verwurzelt ist. Gut ein Jahr später ging nämlich auch Tobin Heath zu PSG, die Horan stets als eins ihrer großen Vorbilder bezeichnet hatte. Zunächst himmelte sie Heath an, doch schon bald entstand eine enge Freundschaft zwischen der jungen Spielerin und ihrem Idol.

Die USA bestreiten ihr zweites Gruppenspiel bei der FIFA Frauen-WM Frankreich 2019™ in Paris gegen Chile. Horan und Heath, die mittlerweile beide für die Portland Thorns in der NWSL spielen, hätten gern etwas mehr Zeit, um alte Erinnerungen wieder aufleben zu lassen.

"Tobin and ich sind uns einig: Wir würden gern wieder einmal in der Stadt umherstreifen, in der wir einige Jahre gelebt haben", so Horan. "Wir hatten da ein paar kleine mexikanische und indische Restaurants, die wir gern wieder besuchen würden. Und es wäre cool, wenn ich mein damaliges Apartment nochmal sehen könnte."

Als sie damals in Paris ankam, konnte Horan keinerlei Französisch. Doch in den drei Jahren vor Ort lernte sie natürlich eine ganze Menge, so dass sie ihren Teamkameradinnen nun ein wenig Sprachunterricht erteilen konnte.

" 'Excusez-moi' und 'Non, je ne parle pas français' – Ich spreche kein Französisch", lacht sie. "Oder auch einfach nur 'Bonjour'. Man sollte es einfach versuchen. Die Franzosen schätzen das."

Bei der Rückkehr nach Frankreich und nach Paris werden bei Horan ganz sicher zahlreiche schöne Erinnerungen wach. Dennoch will sie versuchen, sich voll und ganz auf die sportliche Herausforderung zu konzentrieren: Das Unternehmen Titelverteidigung mit dem U.S.-Team.

"Natürlich denke ich intensiv an die bevorstehende WM", so Horan. "Es wird cool, mal wieder nach Paris zu kommen. Das ist meine zweite Heimat. Aber meine Konzentration liegt voll und ganz auf der WM. Wir wollen in Frankreich unseren Titel verteidigen, das ist unser Ziel."