Australien legt ein starkes Fundament für indigenes Erbe

  • Der australische Fussball stärkt das Engagement für indigene Völker während der Nationalen Versöhnungswoche

  • Ein Ziel ist, das Potenzial von Frauen und Mädchen aus indigenen Gemeinschaften zu erschließen

  • Die Spielorte der FIFA Frauen-WM 2023 werden auch mit ihren indigenen Namen genannt

Kyah Simon erzielte den Treffer zum bislang einzigen Sieg Australiens in einem K.o.-Spiel bei einer FIFA Frauen-WM™. Am anderen Ende des Spielfelds zeigte Lydia Williams eine der besten Rettungstaten der FIFA Frauen-WM Kanada 2015™ und verhinderte mit ihrer unglaublichen Parade einen Treffer Formigas. Der Sieg der Matildas gegen die hoch favorisierten Brasilianerinnen bei Kanada 2015 war ein stolzer, zu Tränen rührender Moment für die wahren Anhänger des schönsten aller Spiele. Dass zwei Spielerinnen mit indigenen Wurzeln bei diesem Durchbruch eine entscheidende Rolle spielten, zeigt, wie wichtig die Ureinwohner für die Geschichte der Matildas sind. Diese Geschichte reicht zurück bis zu Karen Menzies, die 1983 als erste australische Ureinwohnerin das Trikot des Nationalteams trug. Nun bietet die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Australien/Neuseeland 2023™ eine einmalige Gelegenheit, das Potenzial der indigenen Gemeinschaften des Landes noch weiter zu erschließen. Dies ist eines der Schlüsselziele der australischen Initiative Legacy '23. Der Geschäftsführer des australischen Fussballverbands James Johnson sagte: "Das zentrale Anliegen unseres Legacy '23-Plans besteht darin, die Vielfalt in unserem Sport zu erhöhen und ein unterstützendes und integratives Umfeld für unsere Gemeinschaft zu schaffen, von der Basis bis hin zu allen unseren Profiligen." Anlässlich der Nationalen Versöhnungswoche gab Football Australia am Mittwoch bekannt, dass Azmeena Hussain, die Leiterin von Football Victoria, und Narelda Jacobs, Anwältin für die Rechte indigener Völker und bekannte Fernsehmoderatorin, als neue Botschafterinnen für die Initiative Legacy '23 aufgenommen wurden. Die beiden gesellen sich zur Spielführerin der Matildas, Julie Dolan, der australischen Beauftragten für Geschlechterdiskriminierung, Kate Jenkins, und Awer Mabil von den Socceroos, die im April als Botschafter bekannt gegeben wurden.

Den Fussball verändern

"Legacy '23 bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Psyche der Australier und der Welt zu verändern, wenn es um Frauen im Sport geht", sagte Jacobs, die auch Mitglied der National Indigenous Advisory Group des australischen Fussballverbands ist. "In meiner Rolle als Botschafterin für Legacy 23 möchte ich erreichen, dass mehr Menschen aus den First Nations, Frauen und nicht binäre Menschen in Australien am Sport teilnehmen, und zwar nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch abseits des Spielfelds in Funktionen wie Verwaltung, Führung und Kommentierung. Die Idee hinter Legacy 23 ist es, diesen Schwung zu nutzen, um in der Gemeinschaft Fuß zu fassen und die Beteiligung am Sport zu erhöhen. Alle wollen ähnlich legendär wie Kyah Simon oder Lydia Williams werden. Das ist der große gemeinsame Traum."

Neue Möglichkeiten schaffen

Ein sichtbares Merkmal der FIFA Frauen-WM Australien/Neuseeland 2023 ist die Verwendung indigener Städtenamen. So wird das Eröffnungsspiel beispielsweise in Auckland/Tamaki Makaurau ausgetragen und das Finale in Sydney/Gadigal. Es handelt sich um eine zukunftsweisende Initiative, die im Einklang mit dem Thema der Nationalen Versöhnungswoche unter dem Motto 'Be Brave. Make Change' steht. "Die Sprache ist der Schlüssel zu jeder Kultur", bekräftigt Jacobs. "Durch die zwei Namen zeigen wir der gesamten Welt, dass unsere Kultur nicht verloren gegangen ist. Wir beziehen uns immer noch auf diese Namen, auch wenn sie für nicht-indigene Menschen neu sind. Wir haben nie aufgehört, diese Namen zu verwenden. Dies ist eine Chance für den Rest der Gesellschaft, anzuerkennen, dass die indigene Kultur die ganze Zeit über fortbestanden hat." Im Anschluss an das Turnier sollen die Möglichkeiten für indigene Gemeinschaften, Fussball zu spielen, verbessert werden. "Wir beseitigen die Hindernisse, die Menschen aus den First Nations davon abgehalten haben, sich am Fussball zu beteiligen. Wir suchen nach Möglichkeiten, die Mitgliedschaft erschwinglicher zu machen, und das gilt für alle Bereiche der Gemeinschaft, um die Teilnahme zu erhöhen. Wir suchen nach Einrichtungen, die den Zugang zum Fussball erleichtern, und nach mehr Führungskräften in den indigenen Gemeinden, um auf diese Weise mehr Teilhabe zu erreichen." Informationen zur Bestellung von Tickets für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Australien/Neuseeland 2023™ finden Sie hier.