Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg

Der FIFA Konföderationen-Pokal 2017 und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ in Russland rücken immer näher. Daher präsentiert FIFA.com ab sofort Reiseführer für die Spielorte. Neben wichtigen Informationen zu den Stadien und den FIFA Fan-Festen stellen wir auch die wichtigsten Touristenattraktionen in den Städten vor. Wir beginnen mit Sankt Petersburg, wo Partien beider Groveranstaltungen stattfinden werden.

Ein inspirierendes Symbol des Fussballs Der Palastplatz ist der wichtigste Platz von Sankt Petersburg und wird ganz sicher ein bevorzugter Treffpunkt der Fussballfans, auch wenn das FIFA Fan Fest an anderer Stelle stattfinden wird. Der Platz ist unbedingt einen Besuch wert, nicht zuletzt weil sportliche Erfolge traditionell stets an diesem Ort gefeiert werden. Allerdings sollten die Besucher auf gutes Betragen achten, denn sie befinden sich direkt vor einem der berühmtesten Museen der Welt nämlich der Eremitage.

Zwar wäre auf dem Platz rund um die Alexandersäule genügend Platz für einen spontanen Kick, doch einen Besuch in der Eremitage sollte sich kein Tourist in Sankt Petersburg entgehen lassen – schließlich handelt es sich um eines der größten kulturellen Highlights der Welt. Einwohner und Reporter fragen Spieler und Trainer von Gastmannschaften stets, ob sie schon im Museum waren. So bleibt selbst weniger Kunstinteressierten kaum etwas anderes übrig, als ihm einen Besuch abzustatten.

Gleich neben der Eremitage ragt der Turm der Admiralität in den Himmel, ein weithin sichtbares Architekturdenkmal. Das Schiff an der Spitze des Turms war von 1988 bis 2013 im Wappen des Fussballklubs Zenit Sankt Petersburg zu sehen. Heute kann man es nur noch auf manchen Retro-Trikots entdecken - und natürlich direkt vor Ort.

Wie der Fussball den Newski-Prospekt zum Stillstand brachte Die Bürgersteige dieser wichtigen Straße in Sankt Petersburg sind etwas zu schmal für große Personenmengen, doch trotzdem sollte jeder Besucher der Stadt den Newski-Prospekt erleben. Die Prachtstraße bietet einen schönen Blick auf die Newa und erfüllt eine wichtige Funktion als Verkehrsader.

In der Vergangenheit brachte der Fussball den Newski-Prospekt bei einigen wenigen Gelegenheiten zu einem völligen Stillstand. Als Zenit Sankt Petersburg 1999 beispielsweise mit dem russischen Pokal den ersten Titel nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gewann, gab es eine Parade zwischen dem Platz des Aufstands (Vosstaniya) und dem Palastplatz, gesäumt von einer enormen Menschenmenge. Der Klub hat danach zwar zahlreiche weitere Titel gewonnen, doch der Newski-Prospekt wurde seitdem nicht wieder voll gesperrt. Die Strecke, die der Pokal damals zurücklegte, ist ungefähr drei Kilometer lang. Zu Fuß benötigt man dafür ungefähr 45 Minuten. Der Straßenabschnitt vom Platz des Aufstands bis zum Alexander-Newski-Kloster gehört nicht dazu. Ein Spaziergang über die Prachtstraße ist ein sehr beeindruckendes Erlebnis, an dessen Ende mit dem Palastplatz, der Eremitage und der Admiralität drei Sehenswürdigkeiten ersten Ranges warten.

Der Spaziergang empfiehlt sich auch, da Sankt Petersburg mit mehr als fünf Millionen Einwohnern zu den größten Städten Europas zählt und Verkehrsstaus im historischen Zentrum zum Alltag gehören. Doch das soll niemanden abschrecken. So meint beispielsweise der in Moskau geborene russische Nationalstürmer Artem Dzyuba vom FC Zenit:

"In Sankt Petersburg ist der Verkehr nicht so dicht wie in Moskau. Das ist einer der Vorteile. Hier liegt alles näher beieinander. Ich liebe das Wasser und hier sind zahlreiche Attraktionen vom Wasser aus erreichbar. Ich mag sogar das Wetter, das irgendwie etwas englisches an sich hat. Ich weiß, dass sehr viele Leute solches Wetter hassen, aber ich habe mich ganz gut daran gewöhnt. Als ich noch in Moskau gelebt habe, stellte ich mir Sankt Petersburg als grauen, deprimierenden Ort vor. Ich bin sehr froh, dass es in Wahrheit ganz anders ist, nämlich wunderschön, behaglich und attraktiv."

Das fussballerische Herz von Sankt Petersburg Zum Pflichtprogramm gehört auch ein Besuch der Peter-und-Paul-Festung, die den Ursprung der Stadt Sankt Petersburg bildet. Doch es gibt im direkten Umfeld noch viel mehr zu sehen, als die Festung selbst. Der historische Bezirk rund um die Festung wird als Petrograder Seite bezeichnet. Hier schlägt seit vielen Jahrzehnten das fussballerische Herz der Stadt. Hier befindet sich beispielsweise das alte Petrowski-Stadion, in dem Zenit noch heute seine Spiele austrägt und in dem sieben Länderspiele stattfanden. An den Hausfassaden sind unzählige Fussball-Graffiti zu entdecken und an Spieltagen strömen die Fans in Massen ins Stadion. Mit der Eröffnung des neuen Stadions von Sankt Petersburg wird sich das fussballerische Herz der Stadt verlagern, aber nicht allzu weit, denn das neue Stadion liegt ebenfalls in der Petrograder Seite, allerdings direkt am Meer an der westlichen Spitze des Großen Parks.

Das Stadion befindet sich auf der Krestowskij-Insel, die seit jeher durch zahlreiche Sportanlagen gekennzeichnet ist, darunter mehrere Fussballplätze sowie Hallen für Basketball, Volleyball, Tennis, Radsport und eine Regattastrecke sowie weitere Anlagen für den Rudersport. Dieser sehr grüne Distrikt mit zahlreichen Parks und dichter Vegetation liegt dennoch nicht weit vom historischen Zentrum entfernt. Zahlreiche russische und ausländische Spieler von Zenit kaufen oder mieten hier Häuser und Wohnungen, so dass es immer wieder vorkommt, dass man dem ein oder anderen Star über den Weg läuft.

Ein Spaziergang auf den Spuren der Stars von Bayern München und Real Madrid Autogrammjäger, die Stars der Gästeteams über den Weg laufen wollen, sollten sich auf die luxuriösen Hotels in der Innenstadt konzentrieren, wo die Teams bei Spielen gegen Zenit normalerweise Quartier nehmen. Die meisten davon befinden sich in der Nähe der Isaakskathedrale und des gleichnamigen Platzes am Moika-Ufer, oder in der Nähe des Newski-Prospekt beim Platz der Künste, wo mit dem Staatlichen Russischen Museum eine weitere Attraktion wartet.

Es gibt noch eine weitere Tradition, der nahezu alle Gästeteams in Sankt Petersburg treu sind, nämlich ein Spaziergang entlang der touristischen Attraktionen am Morgen des Spieltags. Sankt Petersburg ist viel zu schön, um den ganzen Tag im Hotel zu verbringen. Im Laufe der Jahre sind daher zahlreiche Stars von Bayern München, Real Madrid, AC Mailand und vielen anderen bekannten Klubs durch die Straßen von Sankt Petersburg geschlendert, und auch Sie sollten in ihre Fußstapfen treten.

"Ich habe sehr viele schöne Erinnerungen an die Stadt", sagt Andre Villas Boas. "Ich gehe immer wieder gern durch die Stadt, seitdem ich hierher gekommen bin. Ich schlendere meist allein und wenn ich genügend Zeit habe, lande ich oft bei der Isaakskathedrale oder der Kasaner Kathedrale. Sankt Petersburg ist eine wunderschöne Stadt. Ich werde sie sehr vermissen. Ich wurde hier herzlich willkommen geheißen und von den Menschen sehr gut aufgenommen. Im April, Mai und Juni ist die Stadt besonders schön."

Dies gilt natürlich insbesondere für die so genannten "Weißen Nächte" im Juni, wenn die Tage in der hoch im Norden gelegenen Stadt enorm lang sind und es tatsächlich kaum dunkel wird. Genau zu dieser Zeit finden der FIFA Konföderationen-Pokal 2017 und ein Jahr später die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ statt.