Podolski: "Deutschland 2006 war mein schönstes Erlebnis"

Lukas Podolski hat eine bemerkenswerte Karriere hingelegt, seitdem er als einer der jungen Stars im deutschen Team bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™ auf heimischem Boden glänzte. Am Ende landeten die Schützlinge von Jürgen Klinsmann auf dem dritten Platz und feierten mit den Fans in der Hauptstadt Berlin eine unvergessliche WM.

Podolski spielte seitdem für Bayern München, den FC Arsenal und Inter Mailand und feierte mehrere Titel. Der größte Erfolg seiner Karriere war indes der Gewinn der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™.

Am liebsten allerdings erinnert sich der aktuelle Angreifer von Galatasaray Istanbul an Deutschland 2006 und das Sommermärchen. Am Samstag kann er anlässlich des Länderspiels zwischen Deutschland und England in Berlin die alten Zeiten noch einmal aufleben lassen.

"Jedes Turnier und jedes absolvierte Länderspiel bedeuten mehr Erfahrung, die dich weiter bringt, auf dem Platz ebenso wie abseits davon. Aber etwas besseres als eine Weltmeisterschaft im eigenen Land ist einfach nicht vorstellbar", sagte Podolski gegenüber www.sc.qa.**

"Deutschland 2006 war mein schönstes Erlebnis, auch wenn wir 2014 den Titel gewonnen haben. Die WM 2006 als Ganzes war das Beste, was ich erlebt habe – das Wetter war fantastisch, die Stadien waren bei jedem Spiel voll und die gesamte Atmosphäre war einfach außergewöhnlich."

"Auf dem Weg zum Training und zu den Spielen fuhren wir immer durch Massen von Fans, die jubelten und Fahnen schwenkten. Alle Autos waren mit Schals und Fahnen geschmückt. Es war einfach etwas ganz Besonderes. Das Turnier hat außerdem die Richtung des deutschen Fussballs verändert, denn von da an haben wir eine andere Klasse und andere Leistungen gezeigt."

Der offensive Linksfuß, der sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft 2004 feierte, bezeichnete das Turnier in der Heimat als unvergesslichen Wendepunkt seiner Karriere: "Damals waren Bastian Schweinsteiger und ich die jungen Wilden im Team. Ganz abgesehen von der WM an sich war dieses Turnier auch für mich selbst sehr erfolgreich. Ich habe gut gespielt, wir sind sehr weit gekommen und ich war bei jedem Spiel dabei. 2006 war in jeder Hinsicht ein großer Erfolg. Diese Erinnerungen habe ich für den Rest meiner Karriere und den Rest meines Lebens. Niemand kann sie mir nehmen."

Podolski hat bislang 126 Länderspiele bestritten und liegt damit in der ewigen Rangliste Deutschlands auf Platz drei. Die Leidenschaft, die er seit seinem Wechsel in die Türkei im Sommer 2015 erlebt, beeindruckt ihn sehr. "Der Empfang, den man mir in Istanbul bereitet hat, war einfach klasse. Ich wurde schon am Flughafen von mehreren Tausend Fans begrüßt. Die Galatasaray-Fans mögen mich. Die Fans sind euphorisch und leidenschaftlich und genau so wurde ich auch empfangen."

Noch weiß Podolski nicht, welches große Turnier sein letztes sein wird. Doch er ist überzeugt, dass Katar 2022, die erste FIFA Fussball-WM im Nahen Osten, eine positive Kraft für die Entwicklung des Fussballs in der arabischen Welt entfalten kann.

Er sagte: "Die WM ist für jedes Gastgeberland eine enorme Chance. Wir haben in Deutschland erlebt, dass sie einen echten Schub bewirkt hat und ich bin überzeugt, dass sie auch für ein arabisches Land eine positive Kraft entfalten kann. Sie stellt für jedes Land eine Gelegenheit dar und es gilt, diese Gelegenheit zu nutzen und daraus auch etwas für die Zeit nach dem Turnier zu machen."