Senegals "Löwen" bauen auf Wague

25. Juni 2018

Von Cynthia Nzetia, Teamreporterin Senegal


Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Wenn es jemanden gibt, auf den dieses Sprichwort zutrifft, dann ist es Moussa Wague. Denn mit seinen 19 Jahren und acht Monaten avancierte der rechte Außenverteidiger der Senegalesen gerade zum jüngsten afrikanischen Torschützen der WM-Geschichte.

Moussa Wague rechtfertigte gegen Japan das in ihn gesetzte Vertrauen auch über sein Tor hinaus. Nach Auffassung von Innenverteidiger Cheikhou Kouyaté agierte der Rechtsverteidiger von KAS Eupen schon wie ein richtiger Abwehrchef. Nicht nur, dass sich der aus Bignona stammende Defensivspieler generell nicht schonte, überdies suchte und fand er auch immer wieder Räume auf der rechten Außenbahn und störte konsequent die Kreise der japanischen Stürmer Takashi Inui und Yuya Osako. Zudem übernahm er auch die Umsetzung und die Weiterleitung der Vorgaben von Nationaltrainer Aliou Cissé an seine Mitspieler.

Demnach weiß der junge Abwehrspieler, der für den routinierten Lamine Gassama in die senegalesische Startelf rückte, wie man in einem Spiel die Initiative ergreift. Im zweiten Gruppenspiel gegen die Japaner stieß Wague plötzlich bis in den gegnerischen Strafraum vor und bot sich dort in idealer Position an, um eine Flanke von Youssouf Sabaly im Netz zu versenken (71. Minute). "Ich kann nicht einmal genau sagen, wie ich dieses Tor geschossen habe. Ich hatte den Ball und sah den gegnerischen Kasten vor mir. Dann habe ich einfach draufgehalten und getroffen. In dem Moment dachte ich sofort: Das ist mein erstes WM-Tor, besser hätte ich es mir nicht erträumen können."

Wague und seine "Löwen" sind fest entschlossen, im letzten Gruppenspiel gegen Kolumbien, das mit dem Sieg über Polen die Karten in Gruppe H völlig neu gemischt hat, ihre Chance zu nutzen. Bei einem Remis oder einem Sieg würde Senegal mit einem Zähler vor den "Cafeteros" das Achtelfinale erreichen. Parallel dazu spielen die Japaner gegen die bereits ausgeschiedenen Polen.