FIFA U-17-Weltmeisterschaft Schottland 1989™
10. Juni - 24. Juni

FIFA U-17-Weltmeisterschaft Schottland 1989™

FIFA U-17-Weltmeisterschaft Schottland 1989™

Finales Turnier stehend

Info

Schottland 1989: Saudiarabien stiehlt allen die Show

Der Weltmeister:

In einem Turnier voller Überraschungen hat sich die solide Organisation, die exzellente Disziplin und die klare Taktik der saudiarabischen Mannschaft als entscheidend für den Gewinn der FIFA-U-16-Weltmeisterschaft erwiesen. Die Araber blieben das ganze Turnier hindurch ungeschlagen und besiegten zur Krönung im Finale auch noch Gastgeber Schottland. Vor allem dank ihres Schlussmanns Khalid Al-Suwaileh und der Verteidiger Sulaiman Al-Reshoudi und Adnan Abdulshkor fingen sich die Kicker unter Führung des brasilianischen Trainers Ivo Ardais Wortmann insgesamt nur sechs Gegentore ein. Am bemerkenswertesten aber ist wahrscheinlich die Tatsache, dass sie auch nur acht Torerfolge für sich verbuchen konnten und trotzdem am Ende als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgingen.

Die Überraschungen: Allein ein Blick auf die Teilnehmer des Halbfinales zeigt, dass die U-16-WM 1989 reich an Überraschungen war. Vor dem Turnier hätte niemand geglaubt, dass die besten vier Mannschaften Saudiarabien, Bahrain, Portugal und Schottland heißen würden.

Besonders Bahrain sorgte mit einem Sieg gegen Brasilien nach Elfmeterschießen für Aufruhr. Allerdings schien die Mannschaft von ihrem plötzlichen Erfolg selbst so überrascht gewesen zu sein, dass sie es am Ende lediglich auf Platz vier schaffte. Mit dem jungen Luis Figo in seinen Reihen hätte sich jedes Team eine gute Chance ausrechnen können - und so zeigten die Portugiesen mit einem dritten Platz, dass sie ihren Europameistertitel zu Recht halten. Sie hätten es auch weiter schaffen können, wenn da nicht im Halbfinale die in Höchstform spielenden Schotten gewartet hätten. Damit war Portugal raus und die Gastgeber im Finale, wo sie allerdings im Elfmeterschießen gegen die wackeren Saudis unterlagen.

Spieler des Turniers:

Zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers ging der Goldene Ball an einen Torwart. Der Schotte James Will bekam die begehrte Auszeichnung und grub so den traditionellen Lästereien der Engländer über schottische Torhüter das Wasser ab. Der 1972 geborene und gegenwärtig bei Arsenal London spielende Schlussmann zeigte sich auf dem Rasen selbstbewusst: Er war luftkampfstark, beweglich auf der Torlinie, bewies gute Fussarbeit und führte souverän seine Abwehrspieler. In sechs Spielen kassierte Will gerade einmal drei Gegentreffer.

Namen, die man sich merken sollte: Serginho (BRA), Henry Zambrano (COL), Fode Camara (GUI), Victor Ikpeba (NGA), Godwin Okpara (NGA), Luis Figo (POR), James Will (SCO), Claudio Reyna (USA).

Schottland 1989 in Zahlen:

Abschlusstabelle:

  1. Saudiarabien

  2. Schottland

  3. Portugal

  4. Bahrain

Tore: 77 (Durchschn. 2,40 pro Spiel)

Beste Offensivmannschaft: Portugal, 11 Tore

Beste Torschützen:

  1. Fode Camara (GUI), 3 Tore

  2. Khalid Al-Roaihi (KSA), 3 Tore

  3. Nelson Gil (POR), 3 Tore

Spielorte: Glasgow, Motherwell, Aberdeen, Dundee, Edinburgh.

Zuschauer: 192,100

Durchschnittliche Zuschauerzahl: 9,605

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