Orozco: Er kam, sah und traf

6. Nov. 2019
  • Orozco Matchwinner gegen Tadschikistan

  • In den ersten beiden Spielen nur auf der Bank

  • Im Achtelfinale wartet Paraguay

Zwei Spiele lang saß Franco Orozco nur auf der Bank und musste zusehen, wie die Argentinier gegen Spanien (0:0) und Kamerun (3:1) vier Punkte holten und sich damit vorzeitig fürs Achtelfinale qualifizierte. Trainer Pablo Aimar entschied daraufhin, sein Team gegen Tadschikistan umzubauen und nahm im Vergleich zum Sieg gegen die jungen Unzähmbaren Löwen sechs Veränderungen in der Startelf vor - darunter auch Orozco.

"Ich wusste, dass dieser Tag kommen würde und habe mich entsprechend vorbereitet. Klar, jeder will gerne spielen und sitzt ungern draußen, aber am Ende geht es nicht um einen einzelnen Spieler, sondern um das gesamte Team", gibt sich der Angreifer gegenüber FIFA.com bescheiden. Mit zwei Treffern (38./78.) avancierte der Stürmer von Club Atlético Lanús zum Matchwinner gegen die Asiaten (3:1).

"Wir sind glücklich, dass wir die Gruppenphase ungeschlagen überstanden haben und meine Familie freut sich auch sehr." Seine Eltern, Schwester, Freundin sowie ihre Eltern sind aus der Heimat mit angereist, um ihn zu unterstützen. "Zwei Tage vor einem Spiel sehen wir uns für zwei Stunden und können zusammen sein. Und natürlich sind sie alle im Stadion dabei und feuern mich und das Team an. Sie haben alle Flaggen und Trikots mit meiner Rückennummer. Und nach dem Spiel können wir uns kurz unterhalten. Das bedeutet mir schon viel."

Nun geht es im Südamerika-Duell gegen Paraguay. "Es ist sicher ein Vorteil, da wir sie gut kennen. Aber das gilt andersherum auch. In der Qualifikation haben wir in zwei Duellen nicht gegen sie verloren [3:0/2:2], daher wissen wir, wie sie spielen, nämlich vor allem sehr physisch."

Ob es für den Fan von Neymar und dem FC Liverpool am Donnerstag (20 Uhr) für die Startelf reicht, verrät Trainer Aimar frühestens einen Tag vor dem Spiel, oftmals auch erst am Morgen des Spieltages. "Wenn ich erst wieder nur draußen sitze, ist das vollkommen ok. Dann feuere ich mein Team an. Argentinien gehört immer zu den Titelfavoriten und das ist auch bei diesem Turnier der Fall. Aber um hier was zu holen, müssen wir alle an einem Strang ziehen. Nur so können wir am Ende erfolgreich sein."

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