Rufino – von "La Masia" ins olympische Halbfinale

  • Argentinier erster ausländischer Futsalspieler in "La Masia"

  • Zweifacher Torschütze am letzten Spieltag der Gruppenphase

  • Rufino: "Ein Vergleich mit Messi ist irreal"

Der Argentinier Santiago Rufino absolvierte ein Probetraining in "La Masia", der berühmten Jugendakademie des FC Barcelona, wurde für gut befunden und durfte bleiben. Da werden schnell Parallelen zu einem berühmten Landsmann gezogen, doch Rufino will seinen eigenen Weg gehen und diese Aussagen nicht weiter befeuern.

Argentinien hat sich gerade mit 12:2 gegen Panama durchgesetzt und steht damit als Gastgeber im Halbfinale des Olympischen Jugendfutsalturniers Buenos Aires 2018. Die Argentinier mussten mit mindestens sechs Toren Unterschied gewinnen, um die nächste Runde zu erreichen, gerieten zunächst in Rückstand, durften aber am Ende einen Sieg mit zehn Toren Differenz feiern.

"So etwas habe ich noch nie erlebt. Das ist für mich eine einzigartige Erfahrung. Ich war noch nie bei Olympischen Spielen und habe noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt wie hier. Die Fans sind unglaublich. Das ist wirklich ein einzigartiges Erlebnis, und ich möchte es in vollen Zügen genießen."

Im Dezember letzten Jahres hatte sein Handy geklingelt. Jordi Torras, ehemaliger Kapitän der spanischen Nationalmannschaft und aktuell für die Ausbildungsabteilung Barcelonas verantwortlich, lud ihn zu einem Probetraining ein. Der linksfüßige rechte Flügelspieler wusste zu überzeugen und wurde angenommen. Er trat die Reise erst vor drei Monaten an, holte sich jedoch vorher die Zusage, für die Olympischen Jugendspiele in Buenos Aires freigestellt zu werden.

Nun erwartet die Argentinier ein schweres Halbfinale, denn der Gegner ist kein Geringerer als Brasilien. Daher braucht das Team einen Rufino in Bestform, der ebenso zu überzeugen weiß wie im Probetraining bei Barcelona. Rufino zieht es jedoch vor, den Klassiker nicht allzu sehr in den Mittelpunkt zu rücken: "Das ist ein Gegner wie jeder andere. Vielleicht ist die Motivation wegen der Rivalität noch etwas größer, aber vor allem ist es ein Halbfinale und wir werden es gewinnen – egal wie der Gegner heißt."