Japans Mittelfeldspieler Kubo freut sich über spanischen Einfluss

6. Juli 2021

  • Mittelfeldspieler Takefusa Kubo spielt in Japans Olympia-Auswahl eine entscheidende Rolle

  • Kubo unterschrieb 2019 bei Real Madrid und spielt seitdem auf Leihbasis bei anderen La-Liga-Klubs

  • Japan will bei den Olympischen Spielen im eigenen Land auftrumpfen

Junge Fussballer in aller Welt lassen sich von Lionel Messi aus der Ferne inspirieren, doch der japanische Youngster Takefusa Kubo hat als einer der wenigen die Gelegenheit, tatsächlich gegen den legendären Argentinier zu spielen. Der junge Stürmer, der von den Medien bereits als "japanischer Messi" bezeichnet wird, hatte seinen ersten Kontakt mit der argentinischen Legende vor zehn Jahren, als er von Barca Aleví C, der U-11-Jugendmannschaft des FC Barcelona, verpflichtet wurde. Nachdem er dort fünf Spielzeiten lang sein Handwerk gelernt hatte, kehrte Kubo in seine Heimat zurück und schloss sich dem FC Tokio an. Drei Jahre später wechselte er zu Real Madrid und begann seine Karriere in der spanischen Liga, wo er seitdem auf Leihbasis für Mallorca, Villarreal und Getafe spielte. Dabei bekam Kubo, der Messi schon lange als sein großes Idol betrachtet, die Möglichkeit, gegen den argentinischen Superstar zu spielen. Besonders beeindruckend war sein Auftritt in einem Ligaspiel zwischen Mallorca und Barcelona im Jahr 2019, wo er trotz einer 2:5-Niederlage viel Lob erntete. "Früher habe ich Messi nur im Fernsehen spielen sehen", sagte der 20-jährige Flügelspieler gegenüber FIFA.com. "Doch erst jetzt, wo ich die Gelegenheit habe, direkt auf dem Platz gegen ihn zu spielen, kann ich aus nächster Nähe erkennen, was für ein großartiger Spieler er ist. Ich wünsche mir wirklich, dass ich ein ähnlich guter Spieler wie er werden kann, ein Spieler, den jeder einzelne Mensch beobachten und bewundern kann." Wie weit Kubo noch von diesem sehr hoch gesteckten Ziel entfernt ist, bleibt indes abzuwarten. Nach den letzten beiden Saisons in der spanischen Liga sind seine Fortschritte allerdings offensichtlich. "Einer der Gründe, warum mich La Liga so sehr reizt, ist, dass ich das Gefühl habe, dass ich meine Stärken im spanischen Fussball ausspielen kann", fuhr er fort. "Der Pass kommt einfach in den richtigen Raum, wenn ich den Ball will und meine Mitspieler und ich haben die gleiche Vision und ähnliche Ideen. Die Liga spielt auf einem sehr hohen Niveau und es gibt viel zu lernen. Es ist ein Fussball, der zum Nachdenken anregt, und ich habe das Gefühl, dass ich mich durch das anspruchsvolle Spiel hier Tag für Tag weiterentwickle."

Takefusa Kubo - Zahlen und Fakten Geburtsdatum: 4. Juni 2001 Aktueller Klub: Real Madrid (auf Leihbasis bei Getafe) Erfolge: FIFA U-17-Weltmeisterschaft Achtelfinale: 2017 FIFA U-20-Weltmeisterschaft Achtelfinale: 2017 UEFA Europa League: 2020/21 UEFA Team des Jahres der La-Liga-Entdeckungen: 2019/20 Internationaler Aufstieg Kubos Form auf der internationalen Bühne ist überaus beeindruckend. Er stürmte erstmals in der Asien-Qualifikation für die FIFA U-17-WM 2017 ins Rampenlicht, als er mit vier Treffern zu Japans erfolgreicher Qualifikation für die Endrunde beitrug. Er glänzte auch bei der Endrunde 2017 in Indien. Zum Einzug in die zweite Runde trug er einen Treffer bei. Im gleichen Jahr nahm er auch an der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Korea Republik teil, wo er mit Japan ebenfalls die zweite Runde erreichte. Vor zwei Jahren feierte Kubo dann gegen El Salvador sein Debüt in der A-Nationalmannschaft Japans. Im vergangenen November nahm er am Trainingslager des Teams in den Niederlanden teil und zeigte in zwei Freundschaftsspielen sehr ansprechende Leistungen. Nun wurde Kubo auch für das Olympische Fussballturnier der Männer in wenigen Wochen nominiert. "Ich bin stolz darauf, für mein Land gegen die stärksten Gegner aus der ganzen Welt antreten zu dürfen. Ich werde kämpfen und mein Bestes geben."

Takefusa Kubo of Japan U-24 in action during the international friendly match between Japan U-24 and Jamaica at the Toyota Stadium on June 12, 2021 in Toyota, Aichi, Japan. (Photo by Toru Hanai/Getty Images)

Olympische Ziele In einem Freundschaftsspiel gegen die argentinische U-23-Auswahl zeigte Kubo kürzlich erneut sein ganzes Können und steuerte zwei Treffer zum beeindruckenden 3:0-Sieg Japans bei. Anschließend siegte das Team gegen Ghana und Jamaika mit 6:0 bzw. 4:0 - Ergebnisse, die darauf hindeuten, dass Japan auch beim bevorstehenden Olympischen Fussballturnier der Männer eine große Gefahr darstellen wird. "Wir haben das Gefühl, dass wir in unserer Vorbereitung auf die Olympischen Spiele gute Fortschritte machen", sagte er. "Es ist gut, dass wir als Mannschaft eine solide Verteidigung aufgebaut haben und häufig eine weiße Weste behalten. Das erlaubt uns auch im Angriff mit guten Kombinationen starke Leistungen zu zeigen." Tokio 2020 steht kurz vor der Tür und Kubo hat in dem Schwimmer Kosuke Kitajima, der in Athen 2004 und Peking 2008 Goldmedaillen im Brustschwimmen gewann, ein bemerkenswertes Vorbild. "Ich habe die Olympischen Spiele als Kind im Fernsehen verfolgt und es gibt viele Athleten, die mir lebhaft in Erinnerung geblieben sind, beispielsweise Kosuke Kitajima. Wenn ich mir ihre Leistungen ansehe, wird mir erst richtig klar, was es bedeutet, bei den Olympischen Spielen dabei zu sein. Für mich ist es in erster Linie wichtig, dass ich dazu beitrage, dass die Mannschaft gewinnt. Ich möchte auch individuell gute Ergebnisse erzielen und gleichzeitig eine Stärkung des Teams sein, damit die Spieler um mich herum gute Leistungen bringen können. Wir werden uns gut auf das erste Spiel [gegen Südafrika] vorbereiten und das Turnier hoffentlich mit einem zufriedenen Lächeln beenden."