Litauen schreibt Geschichte

10. Sept. 2021
  • Erstmals in seiner Geschichte ist Litauen Gastgeber eines FIFA-Turniers

  • Die neunte FIFA Futsal-Weltmeisterschaft™ beginnt am Sonntag

  • "Es liegt was in der Luft", sagt Verbandspräsident Tomas Danilevicius

Erstmals in seiner Geschichte ist Litauen Gastgeber eines FIFA-Turniers. Die neunte FIFA Futsal-Weltmeisterschaft™ beginnt am Sonntag. 24 Mannschaften kämpfen dann in 52 Begegnungen um den Titel. Kann Argentinien am 3. Oktober in Kaunas seinen in Kolumbien errungen Titel verteidigen? Triumphiert Spanien ein drittes Mal? Baut Brasilien seinen Rekord auf sechs Titel aus? Oder erleben wir einen vierten, einen ganz neuen Gewinner?

Das Gastgeberland Spricht man mit Tomas Danilevicius, dem Präsidenten des litauischen Fussballverbands, über das Turnier, so ist seine Begeisterung greifbar. "Es ist die erste Weltmeisterschaft überhaupt und das erste FIFA-Turnier in Litauen", sagt er. "Es liegt was in der Luft, das kann ich Ihnen versichern. Wir wollen uns auf der Weltbühne präsentieren und einen guten ersten Eindruck machen." In der Stadt Kaunas finden Eröffnungs- und Endspiel statt. Weitere Austragungsorte sind Vilnius und Klaipeda. In der litauischen Hauptstadt finden dabei Gruppenspiele sowie zwei Viertelfinals statt; in Klaipeda ebenfalls Partien der über sechs Tage gehenden Gruppenphase des intensiven Wettbewerbs. Auch Maskottchen Ivartito freut sich schon sehnsüchtig darauf, dass es los geht. Sein Name stammt vom litauischen Wort für Tor (įvartis), und davon bekommen die enthusiastischen Fans hoffentlich eine Menge zu sehen. Außerdem ist Ivartito ein Storch. Seit 1973 ist dieser der Wappenvogel Litauens.

"Die Weltmeisterschaft wird die Bekanntheit unseres Landes auf jeden Fall steigern und dafür sorgen, dass die Menschen in der ganzen Welt den Namen unserer Heimat kennen", sagt der litauische Kapitän Justinas Zagurskas voller Stolz.

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FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Litauen 2021™

Interview mit Justinas Zagurskas

21. Dez. 2020

Der Weg zum Ruhm Für Litauen ist es nicht nur die erste Ausrichtung an einer FIFA-Veranstaltung, sondern auch die erste Teilnahme einer litauischen Nationalmannschaft an einer Futsal-Weltmeisterschaft. Die Litauer treffen in ihrem Auftaktspiel am 12. September in Gruppe A in der Kaunas Arena auf den Mitdebütanten Venezuela.

Insgesamt wird es bei dieser WM-Auflage sechs Gruppen mit je vier Mannschaften geben. Die Erst- und Zweitplatzierten jeder Gruppe sowie die vier besten Drittplatzierten erreichen die mit dem Achtelfinale beginnende K.-o.-Phase. Die 52 Spiele werden von 39 Unparteiischen aus 31 verschiedenen Ländern geleitet, die sich auf alle FIFA-Konföderationen verteilen. Erstmals wird es bei einer Futsal-Weltmeisterschaft auch Videounterstützung geben. Der Titelverteidiger Argentinien gewann vor fünf Jahren in Kolumbien seine erste Futsal-Weltmeisterschaft durch einen 5:4-Sieg im Finale gegen Russland. Constantino Vaporaki, der an diesem Tag den Siegtreffer erzielte, weiß, wie wichtig ein solcher Titel für ein Land sein kann. "Das Abzeichen auf unserem Trikot bringt eine große Verantwortung mit sich – aber der Titelgewinn hat uns auch Prestige verliehen und uns zu der Position verholfen, in der wir uns jetzt befinden", sagt er. "Das wird uns als Motivation dienen – denn wenn wir unseren Siegeshunger verlieren, werden wir ganz schnell wieder abrutschen."

Fernando Wilhelm of Argentina lifts the winners trophy

Rekordtorschütze nicht mehr dabei Alessandro Rosa Vieira, besser bekannt als Falcão, ist mit 48 Toren der Rekordtorschütze der Futsal-Weltmeisterschaft. Die Teilnahme an fünf Weltmeisterschaften samt Titel des Torschützenkönigs 2004 (13 Treffer) machten ihn zu einer echten Legende seiner Sportart. Die Fans in Litauen werden die Ballkünste des Brasilianers allerdings nicht zu sehen bekommen, denn der mittlerweile 44-Jährige hat sich aus dem internationalen Futsal zurückgezogen.

Neto and Falcao of Brazil

FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Litauen 2021™

Alle WM-Tore von Falcao

1. Sept. 2016

In Litauen im Fokus  Wenn es um die Hallenvariante des Fussballs geht, gibt es nur wenige, die mehr Respekt genießen als Kike Boned, der zweifache spanische Weltmeister von 2000 und 2004. Für alle, die eines der Spiele sehen möchten, hat Boned bei FIFA.com einen Tipp: "Wenn ich Litauer wäre und mir ein WM-Spiel ansehen würde, dann wäre es ein Spiel mit Brasilien. Allein Pito ist das Eintrittsgeld wert."