Tagawa: "Wir möchten bei der Abreise aus Katar nichts bereuen"

28. Nov. 2019
  • Das Amateurteam Hienghène Sport wird die OFC bei der Klub-WM vertreten

  • Erstes Team aus Neukaledonien bei einem FIFA-Turnier im Erwachsenenbereich

  • Trainer Felix Tagawa hat mit dem Klub auf lokaler und kontinentaler Ebene den große Durchbruch erzielt

Felix Tagawa hat eine recht beeindruckende Karriere als Torjäger hinter sich. In seinem Heimatland Tahiti ist er eine bekannte Persönlichkeit, weil er sich in der Nationalmannschaft des Landes auszeichnen konnte. Tagawa gehört zu einigen wenigen Spielern von den Pazifikinseln, die den Sprung in den australischen Profifussball geschafft haben.

Der Fussball in Neukaledonien wurde lange von Hauptstadtklubs wie AS Magenta und AS Mont-Dore dominiert. Doch Tagawa hat eine Revolution ausgelöst, durch die sich die Situation jetzt grundlegend ändert.

Das größte Abenteuer steht jedoch noch bevor. In knapp zwei Wochen trifft Tagawa mit seinem Team nämlich im Auftaktspiel der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Katar 2019™ auf den Gastgeber Al Sadd mit der spanischen Legende Xavi.

"Das ist das höchste Niveau der Welt, und wir haben hier auf Vereinsebene die einzigartige Möglichkeit, Neukaledonien bei einer Weltmeisterschaft zu vertreten", erklärt Tagawa im Gespräch mit FIFA.com. "Die WM ist der Traum eines jeden Fussballers. Daher ist es im neukaledonischen Fussball für alle eine besondere Motivation zu sehen, dass wir den Gipfel erreichen können."

"Ich möchte, dass mein Team furchtlos an die Sache herangeht", so Tagawa. "Wir haben Spieler, die gern offensiv spielen und gute Fussballer sind. Wir müssen unsere Stärken ausspielen, unserer Spielweise treu bleiben. Allerdings müssen wir in der Defensive hoch konzentriert sein, denn auf diesem Niveau kommt einen der kleinste Fehler teuer zu stehen. Darauf wird es ankommen, wenn wir bei diesem Wettbewerb mithalten wollen. In unserem Spiel gegen Al Sadd werden wir taktisch sehr strikt sein müssen."

"Wir haben bei Hienghène Sport seit einigen Jahre Kontinuität im Team – mit älteren Routiniers, die die jungen Spieler begleiten können, die wir nach und nach integriert haben", so Tagawa mit Blick auf die Eigenschaften seines Kaders. "Wir werden hier Weltfussball auf einem sehr hohen Niveau erleben, aber ich vertraue auf meine Spieler und kenne ihr Potenzial. Wir wollen bei der Abreise aus Katar jedenfalls nichts bereuen müssen."