Alhammadi und die Emirate: schlagkräftig zum Überraschungssieg

  • Die Vereinigten Arabischen Emirate schlagen zum WM-Auftakt Tahiti

  • Hasan Alhammadi fällt mit überraschendem Tor auf

  • Am Samstag spielen die VAE gegen Mosambik

Feierstimmung herrschte in Moskau am 19. Juli, als im Luschniki-Stadion die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Russland 2021 eröffnet wurde. Es gab Musik, Tanz, Atmosphäre ... und Überraschungen! Den Anfang machte der Sieg der Vereinigten Arabischen Emirate, die bei sechs Teilnahmen an diesem Turnier noch nie über die Gruppenphase hinausgekommen sind, gegen den zweimaligen Finalisten Tahiti im Eröffnungsspiel (4:3).

"Wir sind natürlich glücklich und stolz, aber ich bin nicht sonderlich überrascht über das Ergebnis", so VAE-Stürmer Hasan Alhammadi gegenüber FIFA.com. "Tahiti ist natürlich eine gute Mannschaft, aber wir brauchen unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Auch unsere Mannschaft hat Qualität, und wir werden versuchen, dies bei dieser Weltmeisterschaft so lange wie möglich zu beweisen."

MOSCOW, RUSSIA - AUGUST 19: Ahmed Beshr of United Arab Emirates celebrates with his teammates Hasan Ali after scoring a goal  during the FIFA Beach Soccer World Cup 2021 group B match between United Arab Emirates and Tahiti at Luzhniki Beach Soccer Stadium on August 19, 2021 in Moscow, Russia. (Photo by Octavio Passos - FIFA/FIFA via Getty Images)

FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Russland 2021™

BSWC 2021 | Höhepunkte des Spiels | UAE v Tahiti 4:3

19. Aug. 2021

Der perfekte Konter

Geht es jedoch nach der Beach-Soccer-Weltrangliste oder dem letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams bei einer Weltmeisterschaft – dem 3:2-Sieg von Tahiti im Jahr 2013 – war ein Sieg der VAE nicht so leicht vorherzusagen, wie Alhammadi einen glauben machen will. Tatsächlich kamen die Tiki Toa nämlich auch zum Auftakt der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Russland 2021 zunächst besser ins Spiel.  Tahiti konnte mit dem Ball besser umgehen und hatte auch die besseren Chancen: Folgerichtig ging Tahiti auch in Führung. Danach zeigte sich das Spiel von seiner überraschenden Seite. Angestachelt durch das gegnerische Tor gelang den Emiratis zunächst der Ausgleich, ehe sie mit dem Anstoß des dritten Durchgangs dann sogar in Führung gingen – durch ein Tor, wie man es nicht alle Tage sieht. Einer allerdings bleibt ganz gelassen.

"Das ist schon das zweite Mal, dass ich bei einer Weltmeisterschaft auf diese Weise treffe", sagt Torschütze Alhammadi selbst. "Insofern ist es keine Überraschung." Während die gesamte tahitianische Mannschaft mit einem Pass aus dem Mittelfeld rechnete, zog Alhammadi geschickt zur Seite und überwand Franck Revel, den tahitianischen Torhüter, zur Führung für die VAE.

MOSCOW, RUSSIA - AUGUST 17: Ali Hasan poses during the United Arab Emirates team presentation prior to the FIFA Beach Soccer World Cup Russia 2021 on August 17, 2021 in Moscow, Russia. (Photo by Octavio Passos - FIFA/FIFA via Getty Images)

15 Sekunden, 2 Tore, 1 Sieg

Der Sieg der Vereinigten Arabischen Emirate nahm Gestalt an, als Dylan Paama wenige Minuten später seinen eigenen Torhüter überrumpelte und den Asiaten so 15 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit ein Zwei-Tore-Polster verschaffte. Doch für die Zuschauer in der Arena sollte es das mit den Überraschungsmomenten noch nicht gewesen sein: Tahiti genügten diese 15 Sekunden Tahiti, um erneut zum Ausgleich zu kommen!

"Das ist Beach-Soccer! Es kann ganz schnell in die eine und in die andere Richtung gehen. Wir waren uns vollauf bewusst, dass es bis zum Schluss ein intensives und kompliziertes Spiel werden würde. Darauf waren wir vorbereitet", so Hasan Alhammadi. Deshalb hat uns dieser erneute Ausgleich auch nicht aus der Bahn geworfen und wir hatten die richtige Mentalität, um die Partie in der Verlängerung noch für uns zu entscheiden." 

Anscheinend war der Sieg der Vereinigten Arabischen Emirate gegen Tahiti also doch keine so große Überraschung. Wäre es denn eine, wenn die VAE am Ende den Titel bei dieser Beach-Soccer-Weltmeisterschaft holen würden? "Nein, wäre es nicht. Wir haben unsere Chance genauso wie die anderen", sagt Alhammadi mit einem Lächeln. "Aber Glück gehört dazu!"