2013 kommt für Tahiti früher als geplant

Nachdem das Team der Salomon-Inseln zwischen 2006 und 2009 vier Mal in Folge die Ozeanien-Qualifikation für die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft gewonnen hatte, wurde es auch für Ravenna 2011 als sicherer Teilnehmer gehandelt. Dies umso mehr, als sich die Salomoner Anfang des Jahres durch zwei souveräne Siege ins Finale des Qualifikationsturniers spielten – mit einem 9:4 gegen Fidschi und einem 4:1 gegen Tahiti.

Im Vorfeld der Entscheidung um den kontinentalen Titel ging daher die Mehrheit davon aus, dass Tahiti sein WM-Debüt wohl wirklich erst in seiner Funktion als Gastgeberland bei der nächsten Auflage 2013 feiern würde. Doch ein einziger Tag, der 26. Februar 2011, warf alle Pläne über den Haufen.

"Wir wussten, dass es in diesem Spiel um alles ging, und dass wir die Außenseiter waren. Doch unser Ziel stand fest: bereits 2011 zur WM zu fahren", erzählte Trainer Teva Zaveroni im Rückblick auf den verblüffenden 4:3-Sieg über die Salomon-Inseln im Finale der Ozeanien-Meisterschaft in Papeete. "Wir wollten nicht die WM austragen, ohne jemals selbst bei einer dabei gewesen zu sein. Ich bin mir sicher, dass die Tatsache, dass wir hier sind und uns mit den Besten messen, für unser Auftreten in zwei Jahren im eigenen Land von enormer Bedeutung sein wird", betonte Zaveroni, der neben seiner Funktion als Trainer der polynesischen Auswahl auch das Trikot mit der Rückennummer elf trägt.

Zaveroni sprach mit FIFA.comim Anschluss an ein Freundschaftsspiel gegen die erfahrene Auswahl Mexikos, Vizeweltmeister von 2007, was für sein Team ein wertvoller Test war. "Es ist für uns wichtig, herauszufinden, auf welchem Level wir uns befinden. Wir haben keinerlei internationale Erfahrung, und technisch befinden wir uns wahrscheinlich etwas unterhalb des Niveaus der meisten WM-Teilnehmer. Doch wir haben eine sehr solidarische Mannschaft, die viel Laufarbeit betreibt, und die ihre Leistung über eine gesamte Partie aufrechterhält."

Ist für die Tahitianer ihr WM-Debüt mit Unerfahrenheit verbunden, so bedeutet es für die Gegner, auf ein völlig unbekanntes Team zu treffen, von dem sie nicht wissen, was sie zu erwarten haben. "Ich weiß nicht, ob das im Endeffekt positiv oder negativ ist. Aber wenn wir es schon einmal geschafft haben, alle zu überraschen, warum dann nicht auch hier?", lacht Zaveroni mit dem Optimismus eines Menschen, an dessen Tür die große Chance zwei Jahre im Voraus geklopft hat. "Jetzt, wo wir die erträumte WM-Teilnahme geschafft haben und wissen, dass wir auch 2013 dabei sein werden, haben wir einfach nichts zu verlieren."