FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Dubai 2009™
16. November - 22. November

FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Dubai 2009™

FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Dubai 2009™

Finales Turnier stehend

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Brasilien bleibt im Sand unbesiegbar

Die brasilianische Beach-Soccer-Auswahl holte bei der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Dubai 2009 den vierten Titel in Folge, nachdem sie das Turnier vom ersten bis zum letzten Tag dominiert hatte. Während dieser Novemberwoche stellten die Brasilianer ein ums andere Mal ihr überragendes Können am Strand von Jumeirah unter Beweis und zeigten deutlich, warum sie diese Variante des Fussballs so klar dominieren.

"Wir haben dafür ein ganz besonderes Talent. In Brasilien gibt es so viele junge Spieler, die ebenso erfolgreich das Trikot der Seleção tragen könnten. Die Geschlossenheit, der gegenseitige Respekt und die Zuneigung, die in diesem Team herrschen, waren der Schlüssel zum Erfolg, zu diesem vierten Titel, der der Lohn für sehr viel harte Arbeit ist", so die Einschätzung von Benjamín, Spielführer der Brasilianer und der älteste Spieler, der in Dubai zum Einsatz kam.

Keinem der Gegner gelang es, die Brasilianer ernsthaft zu gefährden, die mit einem mehr als klaren Vorsprung von 8:1 in das letzte Drittel der Finalpartie gegen die Schweiz gingen. Dabei boten die Eidgenossen bei ihrem WM-Debüt eine überaus starke Leistung und holten auf Anhieb den Vizeweltmeistertitel. Dies ist zum großen Teil den Toren des überragenden Dejan Stankovic zu verdanken, der als bester Spieler und bester Torschütze des Turniers mit dem Goldenen Ball und dem Goldenen Schuh von adidas ausgezeichnet wurde. Mit ihrem dynamischen und effizienten Spiel waren die Schweizer die große Überraschung des Turniers.

Portugal musste sich mit der Bronzemedaille begnügen. Ihr Spielführer Madjer erhielt erneut zwei Einzelauszeichnungen, die dieses Mal aus Silber waren. Die portugiesische Auswahl konnte nicht wie gehofft glänzen und Stars wie Alan oder Belchior spielten im Vergleich zu früheren Weltmeisterschaften ein eher unauffälliges Turnier. Dennoch boten sie im kleinen Finale ein wahres Torfestival gegen Uruguay. 14:7 endete die Partie, die damit das torreichste Spiel in der Geschichte des Turniers war.

Die Uruguayer erreichten das Halbfinale dank ihres schon berühmt-berüchtigen Kampfgeistes, der garra charrúa, mit dem sie sich nach einer überraschenden Auftaktniederlage gegen die Salomon-Inseln in der Gruppenphase durchsetzten und dann im Viertelfinale Spanien ausschalteten.

Es gibt keine Kleinen mehrDie 6:7-Niederlage der Uruguayer gegen die Insulaner war eine der zahlreichen Überraschungen, die in Dubai in der Gruppenphase zu verzeichnen waren. "Das Niveau des Spiels ist erheblich besser geworden. Es ist alles viel ausgeglichener. Du kannst hier gegen jeden verlieren", räumte auch Uruguays Angreifer Ricar ein.

Dennoch trafen im Viertelfinale wieder alte Bekannte aufeinander, mit Ausnahme der Teams aus der Schweiz und Japan. Unter der Führung des Brasilianers Rui Ramos, der die Auswahl bereits 2005 betreut hatte (als man in Rio de Janeiro verdient den vierten Platz belegte), erreichte Japan mit drei Siegen - unter anderem gegen Spanien - ungefährdet das Viertelfinale. Im Viertelfinale boten die Japaner den Portugiesen einen harten Kampf und erst ein Tor von Belchior in der letzten Minute sorgte für die Entscheidung.

Die Russen galten zu Turnierbeginn als der große Rivale der Brasilianer. Doch ein Hattrick von Stankovic sorgte dafür, dass Nikolai Pisarevs Spieler im Viertelfinale aus dem Turnier ausschieden.

Spanien war weit von der Form des vergangenen Jahres entfernt und musste in jedem einzelnen Spiel hart kämpfen. Ihr Spielführer Amarelle laborierte zu Turnierbeginn an einer Verletzung und kam erst nach der Auftaktniederlage gegen Japan zum Einsatz. Die Spanier mussten anschließend um jeden Punkt kämpfen und zogen am Ende gegen Uruguay den Kürzeren.

Die Salomon-Inseln schieden erneut in der Gruppenphase aus. Dies gilt auch für die Vertreter Afrikas - Nigeria und Elfenbeinküste - sowie für die Teams aus der CONCACAF, El Salvador und Costa Rica. Die Ticos hatten bei ihrem WM-Debüt kein Losglück und spielten in einer Gruppe mit Russland, Italien und Argentinien, drei besonders starken Teams. In dieser schweren Gruppe blieben am Ende auch die Argentinier auf der Strecke. Das Glück winkte den Italienern, die am letzten Spieltag der Gruppenphase nicht mehr aus eigener Kraft das Viertelfinale erreichen konnten. Hätten sich die Argentinier bereits in der regulären Spielzeit und nicht erst im Neunmeterschießen gegen die Russen durchgesetzt, dann wären die Südamerikaner weiter gekommen.

Diese Ausgabe hatte ein besonderes Format, denn die 32 Spiele wurden in nur sieben Tagen ausgetragen. Es war ein anstrengender Spielplan, doch die Teams zeigten sich dem kräftemäßig gewachsen und boten spektakuläre Spiele mit zahlreichen Treffern. Am Ende war Dubai 2009 das WM-Turnier mit der zweithöchsten Trefferzahl nach Rio de Janeiro 2006.

Wir werden nun zwei Jahre auf die nächste Beach-Soccer-Weltmeisterschaft warten müssen, denn das Turnier wird von nun an im Zweijahresrhythmus ausgetragen. "Ich hoffe, dass die Konföderationen jetzt ihre Aufgabe ernst nehmen und bis zur nächsten Weltmeisterschaft eigene Beach-Soccer-Turniere ausrichten. Denn dieser Sport ist nicht wie der normale Fussball. Wir brauchen Wettbewerbe, um in Form zu bleiben und uns weiter zu entwickeln", so der Appell von Madjer. Man wird sehen, ob seine Forderungen erfüllt werden.

TeilnehmerArgentinien, Bahrain, Brasilien, Costa Rica, Elfenbeinküste, El Salvador, Italien, Japan, Nigeria, Portugal, Russland, Salomon-Inseln, Schweiz, Spanien, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate

Platzierungen1. Brasilien

  1. Schweiz

  2. Portugal

  3. Uruguay

Tore (sgesamt)284 Tore in 32 Partien (im Durchschnitt 8,8 Treffer/Spiel)

Beste TorjägerDejan Stankovic (SUI), 16 Tore Madjer (POR), 13 Buru (BRA), 8

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