Ein unvergesslicher Tag für den Mauretanier Mbacké Ndiaye

  • Mbacké Ndiaye feierte am Freitag sein Länderspieldebüt

  • Für seine herausragenden Leistungen wurde der Torhüter als bester Spieler der Partie ausgezeichnet

  • Dass er auf dem Platz stand, war auch einem Glücksfall zu verdanken

Freitag, 3. Dezember 2021 – dieses Datum wird Mauretaniens Torhüter Mbacké Ndiaye so schnell nicht vergessen. Bei seinem Debüt für sein Land im Alter von 26 Jahren zeigte er gegen die Vereinigten Arabischen Emirate eine herausragende Leistung und wurde zum besten Spieler der Partie gewählt. Leider reichte seine Leistung allerdings nicht aus, um die zweite Niederlage Mauretaniens im zweiten Spiel beim FIFA Arabien-Pokal Katar 2021™ zu verhindern. Ndiaye, der als dritter Torhüter Mauretaniens zum Turnier gefahren war, brauchte ein wenig Glück, um in die Startformation zu rutschen. Im Auftaktspiel gegen Tunesien saß er auf der Bank und musste mit ansehen, wie sich Stammtorhüter Babacar Diop in der 21. Minute der ersten Halbzeit verletzte und durch Namori Diaw ersetzt wurde. Als Ndiaye am Vorabend des Spiels gegen die Vereinigten Arabischen Emirate erfuhr, dass er sein Länderspieldebüt geben würde, war er sehr überrascht: "Ich war mit Dellah Yaly im Hotelzimmer, als der Trainer mir sagte, dass Babacar nicht spielen könne. Ich habe mich zwar gefreut, von Anfang an zu spielen, doch die Verletzung von Babacar hat mich sehr getroffen, denn er ist wie ein Bruder für mich. Dank der Ratschläge, die ich erhalten habe, konnte ich mein Bestes geben, aber leider haben wir kein gutes Resultat geholt."

Heldenhafte Rettungstaten

Mauretanien hatte im Eröffnungsspiel nicht weniger als fünf Tore kassiert, und Ndiaye war fest entschlossen, eine Wiederholung zu verhindern. Er hielt den pausenlosen Angriffen der VAE stand und parierte in den letzten Minuten der ersten Halbzeit einen Schuss von Ali Saleh und einen weiteren von Mohamed Almenhali, so dass das Spiel bis zur Halbzeit torlos blieb. "Ich habe taktisch gut gespielt, ein gutes Stellungsspiel gezeigt und alles getan, was ich konnte, um meiner Mannschaft zu einem guten Ergebnis zu verhelfen", so der Torhüter im Gespräch mit FIFA.com. "Dies war mein erstes Spiel für die Nationalmannschaft, und ich musste meine Fähigkeiten zeigen und die Farben meines Landes verteidigen", fügte er hinzu. "Ich bin Torhüter und muss meine Mitspieler dirigieren und motivieren, damit wir gewinnen." Ndiayes Enthusiasmus war für alle sichtbar, nicht zuletzt in der 69. Minute, als VAE-Stürmer Ali Saleh ein Traumtor erzielte, das allerdings vom VAR nicht anerkannt wurde. Als die Entscheidung feststand, sank Ndiaye vor Erleichterung auf die Knie. "Als das Tor nicht anerkannt wurde, habe ich Gott gedankt, aber leider haben sie in den letzten Minuten des Spiels noch ein Tor erzielt", erklärte er. "Das Spiel war für uns wie ein Endspiel. Wir mussten gewinnen oder zumindest ein Unentschieden erreichen", fuhr er fort. Wir haben eine ganze Reihe Chancen herausgespielt, konnten sie aber nicht verwerten."

DOHA, QATAR - NOVEMBER 29: Mbacke Ndiaye of Mauritania poses during the Mauritania team presentation prior to the FIFA Arab Cup Qatar 2021 at DusitD2 Salwa Hotel on November 29, 2021 in Doha, Qatar. (Photo by Maddie Meyer - FIFA/FIFA via Getty Images)

Blick nach vorn

Trotz der beiden Niederlagen und der geringen Chancen Mauretaniens auf ein Weiterkommen in Gruppe B will der hoch aufgeschossene Torhüter nicht aufgeben und bekräftigt, dass sein Team am Montag gegen Syrien nur ein Ziel vor Augen hat: einen Sieg. "Wir haben im ersten Spiel nicht gut gespielt. Diesen Tag würden wir am liebsten vergessen", so Ndiaye. "Aber das ist Fussball. Manchmal ist eben nicht dein Tag. Heute hingegen haben wir den Kopf hochgehalten. Wir haben eine tolle Leistung gezeigt und alles gegeben, um zu gewinnen oder zumindest einen Punkt zu holen. Aber wir konnten das späte Gegentor nicht verhindern. Wir werden in unserem dritten Spiel alles tun, um ein gutes Ergebnis zu erzielen und das mauretanische Volk glücklich zu machen." Unabhängig davon, wie es weitergeht, wird Ndiaye sein Länderspieldebüt und das damit verbundene Lob jedenfalls noch lange in Erinnerung behalten.