Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Globale Umfrage: Mehrheit der Fans für häufigere Weltmeisterschaften der Männer und Frauen

Die FIFA veröffentlicht heute die Ergebnisse einer ausgeweiteten Umfrage zur Frequenz der Weltmeisterschaft der Männer und der Frauen. Die Umfrage, die von August bis November 2021 durchgeführt wurde, ist Teil breiterer Konsultationen mit allen Interessengruppen des Fussballs. Im Mai 2021 hatten 166 FIFA-Mitgliedsverbände für eine Machbarkeitsstudie zur Austragung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ alle zwei Jahre gestimmt, woraufhin ab Juli Umfragen mit über 100 000 Personen aus 140 Ländern durchgeführt wurden. In der heute publizierten ausgeweiteten Umfrage wurden rund 77 000 Personen gefragt, ob sie sich eine häufigere FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ wünschen, zum Beispiel alle zwei Jahre, solange die Belastung der Spieler nicht steigt. 

Bei den laufenden Konsultationen achtet die FIFA insbesondere auf eine Senkung der Zahl internationaler Fenster sowie den Schutz der Gesundheit und des Wohlbefindens der Spieler und hat aus diesem Grund eine zwingende Ruheperiode vorgeschlagen. Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich eine häufigere Weltmeisterschaft der Männer und der Frauen, solange die Belastung der Spieler nicht steigt.  

Bei den rund 30 390 Personen, die Fussball als ihren Lieblingssport nannten, waren die wichtigsten Ergebnisse wie folgt: 

  • 63,7 % der Fans sind für eine häufigere Männer-WM und 23,3 % vielleicht, während 11 % dagegen sind und 2 % keine Meinung haben.

  • 52,4 % der Fans sind für eine häufigere Frauen-WM und 28,4 % vielleicht, während 13,5 % dagegen sind und 5,7 % keine Meinung haben.

  • Bei den Alterskategorien sind die 25- bis 34-Jährigen am stärksten für eine häufigere Weltmeisterschaft der Männer und der Frauen, während die Über-55-Jährigen am stärksten dagegen sind.

Unter den Kontinenten, vertreten durch die jeweiligen Konföderationen, gibt es bei der Zustimmung Unterschiede:

Asien

  • Männer-WM: 66 % dafür, 26 % vielleicht, 6 % dagegen, 2 % keine Meinung

  • Frauen-WM: 56 % dafür, 29 % vielleicht, 10 % dagegen, 5 % keine Meinung

Afrika

  • Männer-WM: 76 % dafür, 14 % vielleicht, 9 % dagegen, 1 % keine Meinung

  • Frauen-WM: 61 % dafür, 23 % vielleicht, 11 % dagegen, 5 % keine Meinung

 Nord-, Mittelamerika und Karibik

  • Männer-WM: 53 % dafür, 26 % vielleicht, 19 % dagegen, 2 % keine Meinung

  • Frauen-WM: 50 % dafür, 29 % vielleicht, 16 % dagegen, 5 % keine Meinung 

 Südamerika

  • Männer-WM: 54 % dafür, 25 % vielleicht, 20 % dagegen, 1 % keine Meinung

  • Frauen-WM: 48 % dafür, 31 % vielleicht, 17 % dagegen, 4 % keine Meinung  

Ozeanien

  • Männer-WM: 55 % dafür, 28 % vielleicht, 13 % dagegen, 4 % keine Meinung 

  • Frauen-WM: 49 % dafür, 28 % vielleicht, 14 % dagegen, 9 % keine Meinung 

Europa

  • Männer-WM: 48 % dafür, 27 % vielleicht, 21 % dagegen, 4 % keine Meinung

  • Frauen-WM: 33 % dafür, 31 % vielleicht, 25 % dagegen, 11 % keine Meinung 

Die Zustimmung zu einer häufigeren Männer-WM ist unter den Fussballfans in folgenden Ländern besonders ausgeprägt:

  • Türkei: 87 % dafür, 12 % vielleicht, 1 % dagegen, 0 % keine Meinung

  • Indien: 85 % dafür, 12 % vielleicht, 2 % dagegen, 1 % keine Meinung

  • Südafrika: 85 % dafür, 9 % vielleicht, 6 % dagegen, 0 % keine Meinung 

Die Ablehnung unter den Fussballfans ist in folgenden Ländern besonders ausgeprägt:

  • England: 53 % dagegen, 15 % dafür, 27 % vielleicht, 5 % keine Meinung

  • Deutschland: 50 % dagegen, 27 % dafür, 22 % vielleicht, 1 % keine Meinung

  • Frankreich: 42 % dagegen, 33 % dafür, 20 % vielleicht, 5 % keine Meinung  

Die Zustimmung zu einer häufigeren Frauen-WM ist unter den Fussballfans in folgenden Ländern besonders ausgeprägt:

  • Indien: 81,7 % dafür, 13,6 % vielleicht, 2,9 % dagegen, 1,8 % keine Meinung

  • Türkei: 79 % dafür, 17,7 % vielleicht, 2,2 % dagegen, 1,1 % keine Meinung

  • Vietnam: 76,5 % dafür, 18,7 % vielleicht, 3,2 % dagegen, 1,6 % keine Meinung

Die Ablehnung unter den Fussballfans ist in folgenden Ländern besonders ausgeprägt:

  • England: 52 % dagegen, 19 % vielleicht, 10 % dafür, 19 % keine Meinung

  • Deutschland: 48 % dagegen, 17 % vielleicht, 21 % dafür, 14 % keine Meinung 

  • Frankreich: 40 % dagegen, 22 % vielleicht, 28 % dafür, 10 % keine Meinung  

„Dies war eine der umfassendsten und breitesten globalen Sportmarktforschungsstudien aller Zeiten“, sagte Peter Weber, IRIS-Geschäftsführer, zur Studie, die zusammen mit führenden globalen Marktforschungsanbietern wie YouGov, Dynata und Cint durchgeführt wurde. „Die FIFA beauftragte uns mit einer globalen Studie, bei der die Befragten aus einer sehr repräsentativen Zahl von FIFA-Mitgliedsverbänden stammen.“ (Methodik) Im September 2021 hat die FIFA bereits Ergebnisse einer ersten Umfrage mit 23 000 Personen aus 23 Ländern publiziert. Sie sammelt zudem Rückmeldungen der Fans auf FIFA.com zu den neuen internationalen Spielkalendern gültig ab Ende 2023 (Frauen) bzw. 2024 (Männer).

Am Montag, 20. Dezember 2021, findet zur Zukunft des Fussballs ferner ein virtueller Weltgipfel mit allen FIFA-Mitgliedsverbänden statt.