10 Spielerinnen, die man in der Europa-Qualifikation im Auge behalten sollte

15. Sept. 2021
  • Auftakt der Europa-Qualifikation für die FIFA Frauen-WM2023

  • 51 Teams gehen ins Rennen, von denen lediglich zwölf bereits an einer WM-Endrunde teilgenommen haben

  • FIFA.com stellt zehn Spielerinnen vor, die die Hierarchie aufmischen wollen

Neun Gruppen, 396 Spiele, zwei Playoff-Runden: In Europa beginnt der lange Weg zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Australien/Neuseeland 2023™. Nicht weniger als 51 Nationen (Rekordwert) stehen am Start und peilen einen der elf direkten Qualifikationsplätze an. Nur drei Nationalverbände treten nicht in der WM-Qualifikation an, nämlich Andorra, San Marino und Liechtenstein. Von den 51 Teams am Start haben 39 noch nie an einer FIFA Frauen-WM-Endrunde teilgenommen. Vor dem Beginn der Qualifikationsspiele stellt FIFA.com zehn Spielerinnen vor, die die Hackordnung durcheinander bringen könnten.

Gruppe A - Katie McCabe (Republik Irland) Die 25-jährige Katie McCabe kann auf jeder Position spielen, außer vielleicht als Torhüterin, und hat sich in der irischen Nationalmannschaft einen Namen gemacht. Und das ist nicht erst seit gestern so. Die Spielerin von Arsenal, die in 52 Einsätzen für Irland zehn Tore erzielte, wurde 2017 zur Spielführerin der Nationalmannschaft ernannt und war damit die jüngste Spielerin, die jemals die irische Kapitänsbinde trug. Sie wird der wichtigste Aktivposten der Girls in Green auf dem Weg nach Down Under sein. Hätten Sie's gewusst? Katie Mccabe hat sich in ihrem Land enorm für die Lohngleichheit zwischen Nationalspielern und Nationalspielerinnen stark gemacht.

Gruppe B – Heidi Sevdal (Färöer) Nach dem Rücktritt der einheimischen Legende Rannvá Andreasen im Jahr 2020 ruhen alle Hoffnungen auf der 32-jährigen Heidi Sevdal, die gerade erst zur Rekordnationalspielerin (57 Länderspiele) wurde und damit eben jene Andreasen hinter sich gelassen hat. Sevdal fehlen nur noch sechs Tore, um die beste Torjägerin in der Geschichte des Nationalteams zu werden. Noch wird dieser Titel ebenfalls von Andreasen (27 Tore) gehalten. Diese WM-Qualifikation könnte die ideale Gelegenheit sein, um selbst zur Fussballlegende zu werden. Hätten Sie's gewusst? Heidi Sevdal hat das erste Tor des Nationalteams der Färöer in einem WM-Qualifikationsspiel erzielt. Am 4. April 2013 war es im Spiel gegen Montenegro so weit. Gruppe C - Karólína Lea Vilhjálmsdóttir (Island) Die 20-jährige Karolina Lea Vilhjálmsdóttir, die bei Bayern München regelmäßig zum Einsatz kommt, ist der neue Liebling des isländischen Frauenfussballs. Sie ist eine vielseitige Spielerin, die sowohl in der Verteidigung als auch im Mittelfeld eingesetzt werden kann und auch vor dem Tor keine Schwäche zeigt, wie ihre drei Tore in acht Länderspielen beweisen. Sie steht für die vielversprechende Zukunft eines Nationalteams, in dem sehr junge und talentierte Spielerinnen heranwachsen.

Gruppe D - Nataša Andonova (Nordmazedonien) Als beste Torschützin in der Geschichte des nordmazedonischen Nationalteams (14 Tore) ist Nataša Andonova DIE Referenz in dieser Disziplin in ihrem Land. Sie hat in den besten europäischen Ligen gespielt (Turbine Potdsam in Deutschland, Rosengard in Schweden, Paris Saint-Germain in Frankreich, FC Barcelona in Spanien), und mit ihren 27 Jahren zeigt sie ihre wertvolle Erfahrung deutlich. Hätten Sie's gewusst? Eine Andonova kommt selten allein: Natašas Schwester Sijce Andonova spielt ebenfalls für das nordmazedonische Nationalteam. Gruppe E – Haley Bugeja (Malta) Die 17-jährige Haley Bugeja hat in zehn Länderspielen für Malta fünf Tore erzielt und ist nun das Gesicht eines maltesischen Teams, das auf einen Star gewartet hat, um endlich nach den Sternen zu greifen. Die Stürmerin von Sassuolo (Italien) hat keine Angst vor den Erwartungen, die an sie gestellt werden. "Ich habe Druck immer als Motivationsquelle genutzt. Mein Credo lautet: "Unter Druck entstehen Diamanten", sagte sie kürzlich gegenüber FIFA.com. Hätten Sie's gewusst? Im zarten Alter von 16 Jahren schnürte die Spielerin in ihrem ersten Spiel in der Serie A gegen Neapel gleich einen Doppelpack. Link Gruppe E - Aytaj Sharifova (Aserbaidschan) Die 24-jährige Aytaj Sharifova ist Spielführerin und Torhüterin ihres Teams und sorgt auf der internationalen Fussballbühne schon lange für Wunder. Sie war die Heldin eines Spiels bei der FIFA U-17-Frauen-WM Aserbaidschan 2012, das Kanada letztlich nur denkbar knapp mit 1:0 gewann. Zusammen mit der Stürmerin Aysun Aliyeva und der Verteidigerin Zhala Mahsimova ist sie eine der wenigen Spielerinnen aus jenem Team, die ihren Weg bis ins A-Nationalteam gemacht haben. Aber angesichts ihres Einflusses auf dem Spielfeld ist es leicht zu verstehen, warum! Hätten Sie's gewusst? Aytaj Sharifova, Torhüterin des kasachischen Erstligisten Okzhetpes, ist die erste Aserbaidschanerin, die in der UEFA Champions League der Frauen dabei war. Ihr Verein schied in der Gruppenphase gegen Arsenal aus.

Gruppe F – Janice Cayman (Belgien) Sie braucht niemandem mehr etwas zu beweisen: Janice Cayman ist eine der großen Akteurinnen im belgischen Frauenfussball. Mit 114 Länderspielen ist sie die Spielerin mit den meisten Einsätzen in der Geschichte des Teams und mit 40 Toren könnte sie bald deren Torschützenkönigin werden! Zumal die Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft sie zu inspirieren scheinen: Mit zehn Toren (und vier Vorlagen) war sie die beste Torschützin der europäischen Qualifikation für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019. Hätten Sie's gewusst? Janice Cayman spielt bei Olympique Lyon gewöhnlich in der Abwehr, in der Nationalmannschaft hingegen meist auf dem Flügel. Gruppe G – Ivana Rudelic (Kroatien) Die in Deutschland geborene Ivana Rudelic trug in der Jugend das Trikot der DFB-Auswahl. Mit dem deutschen Team gewann sie 2008 die UEFA U-17-Euro der Frauen und 2011 die UEFA U-19-Euro der Frauen. Bei der FIFA U-17-Frauen-WM 2008 landete sie mit der DFB-Auswahl auf Platz 3. Kurzum, sie hatte eine große Zukunft im deutschen Trikot vor sich, doch 2015 entschied sie sich, für das Heimatland ihrer Eltern zu spielen. Rudelic ist zusammen mit Iva Landeka die beste Torschützin der Mannschaft (13 Tore), doch die 29-jährige Stürmerin von Bayern München hat noch ein weiteres Ziel: die erstmalige Qualifikation für eine FIFA Frauen-Weltmeisterschaft! Hätten Sie's gewusst? Rudelic gehört zum gleichen Jahrgang wie die legendären deutschen Spielerinnen Alexandra Popp und Dzsenifer Marozsán. Zusammen bildeten sie von 2008 bis 2012 die Angriffsabteilung der deutschen Nachwuchsteams. Gruppe H – Ana Borges (Portugal) Nachdem Claudia Neto (135 Länderspiele), die wegen ihres Einflusses auf dem Spielfeld den Spitznamen CN7 trägt, kürzlich ihren Rücktritt bekannt gab, scheint Ana Borges trotz ihrer Körpergröße von nur 1,60 Metern in der Lage zu sein, ihre Nachfolge anzutreten. Mit ihren 31 Jahren hat die vielseitige Nummer 9 der Seleçcao Das Quinas 130 Länderspiele auf dem Buckel und hofft, dass sie ihrem Land helfen kann, sich zum ersten Mal für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Als ehemalige Spielerin von Atlético de Madrid und Chelsea und jetzt von Sporting Lissabon hat sie jedenfalls reichlich Erfahrung in großen Wettbewerben. Hätten Sie's gewusst? 2015 gewann Ana Borges als erste Portugiesin die Meisterschaft in England. Gruppe I – Lara Prašnikar (Slowenien) Die 23-jährige slowenische Angreiferin brachte es in 37 Länderspielen auf 23 Tore. Mit dieser Erfolgsquote gehört sie zu den Topstars im slowenischen Frauenfussball. In den drei im Jahr 2021 bestrittenen Einsätzen traf die Stürmerin von Eintracht Frankfurt bereits fünf Mal. Man darf also mit Fug und Recht behaupten, dass sie in Topform ist! Die Verteidigerinnen in Gruppe I werden sich vor ihr und vor Slowenien insgesamt in Acht nehmen müssen, das sich in den letzten Jahren stetig verbessert hat. Hätten Sie's gewusst? Lara Prašnikar liegt der Fussball in den Genen. Sie ist die Tochter des früheren slowenischen Spielers und späteren Trainers (2000-2002) des Männerteams, Bojan Prašnikar.