Volleytor, Ballstafette, Torrekord und mehr

Ein unglaubliches Volleytor, eine schier endlos lange Ballstafette und ein neuer europäischer Torrekord stehen im Statistik-Rückblick von FIFA.com im Mittelpunkt, ebenso wie scheinbar unbesiegbare Spanier und herausragende Europäer.

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Meter betrug die Distanz, aus der Alejandro Camargo am Sonntag mit einem unglaublichen Volleyschuss für Universidad de Concepcion traf. Torhüter Miguel Pinto von O'Higgins schlug den Ball bis in die gegnerische Hälfte, wo der in Argentinien geborene Mittelfeldspieler mit perfekter Technik zu seinem Volleyschuss ansetzte. Zwischen Pintos Schuss und dem Einschlag im Tor war der Ball somit mehr als 100 Meter in der Luft, ohne auch nur einmal den Boden zu berühren. Mit seinem Traumtor trug Camargo zum 3:1-Sieg für Universidad de Concepcion bei, nachdem das Team zuvor wettbewerbsübergreifend neun Spiele in Folge sieglos geblieben war (acht Niederlagen, ein Unentschieden). Damit konnte U de C auch die Rote Laterne in der Tabelle der Apertura-Meisterschaftsrunde abgeben. "Unser Trainer Francisco Bozan hatte uns gesagt, dass Pinto sehr oft weit vor seinem Tor spielt. Also habe ich die Augen geschlossen und einfach draufgehalten", so Camargo nach der Partie.

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Spiele ohne Niederlage hat Real Madrid mittlerweile wettbewerbsübergreifend absolviert und damit den Vereinsrekord eingestellt, den das Team um Bernd Schuster, Michel, Emilio Butragueno, Hugo Sanchez und Co. 1989 aufgestellt hatte, bis es eine 0:2-Pleite gegen Celta Vigo gab. Die Schützlinge von Zinédine Zidane erreichten die Rekordmarke mit dem 2:2-Heim-Unentschieden in der UEFA Champions League gegen Borussia Dortmund. Karim Benzema erzielte in dieser Partie beide Treffer für Madrid und ist damit der erst sechste Spieler, der im Pokal der Landesmeister bzw. der Champions League die Marke von 50 Toren geknackt hat. Die anderen sind Cristiano Ronaldo (95), Lionel Messi (93), Raúl (71), Ruud van Nistelrooy (56) und Thierry Henry (50). Der 28-jährige frühere Stürmer von Olympique Lyon ist zudem einer von nur zwei Spielern, die in den letzten zwölf Champions-League-Auflagen stets getroffen haben. Der einzige andere ist Lionel Messi.

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Pässe spielte Arsenal auf dem Weg zum zweiten Tor durch Lucas Perez am Dienstag, ohne dass ein einziger Spieler von Basel an den Ball kam. Es war die bislang längste Ballstafette in der laufenden UEFA-Champions-League-Saison. Die Gunners hielten den Ball dabei eine Minute und 38 Sekunden in den eigenen Reihen. Gabriel war als einziger Feldspieler nicht an der Kombination beteiligt. Perez komplettierte später als erster Spanier bei seinem Debüt in der Champions League einen Hattrick und ist damit jetzt nach Thierry Henry, Nicklas Bendtner, Danny Welbeck, Olivier Giroud und Mesut Özil der sechste Arsenal-Spieler, der in der europäischen Königsklasse einen Dreierpack schnürte. Drei Tage zuvor hatte Alexis Sanchez für seinen Hattrick gegen West Ham United lediglich 14 Minuten benötigt. Es war der drittschnellste Hattrick eines Arsenal-Spielers seit Einführung der Premier League. Noch schneller waren nur Ian Wright 1995 gegen Ipswich Town (neun Minuten) und Jermaine Pennant 2003 gegen Southampton (zehn Minuten).

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Tore in der Champions-League-Gruppenphase hat Borussia Dortmund erzielt und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Den bisherigen Rekord von 20 Toren hatten sich Manchester United (1998/99), der FC Barcelona (2011/12) und Real Madrid (2013/14) geteilt. Die letzten beiden Tore auf dem Weg zum Rekord erzielte Dortmund im Bernabéu-Stadion, wo die Borussen als erstes Team seit AEK Athen im Jahr 2002 nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt holten. Marco Reus erzielte den späten Ausgleichstreffer zum 2:2-Endstand und war somit in den vier Spielen seit seinem Comeback nach einer sechsmonatigen Verletzungspause an insgesamt neun Treffern beteiligt (vier Tore, fünf Vorlagen). Den ersten Dortmunder Treffer in Madrid hatte Pierre-Emerick Aubameyang erzielt, der zudem als erster Spieler in der Bundesliga schon zum zweiten Mal in Folge nach 13 Spieltagen bereits 15 Tore auf dem Konto hat.

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Mal in Folge ging die Auszeichnung "Wertvollster Spieler der MLS-Saison" (MVP) nun an Fussballer aus Europa, das zuvor keinen einzigen dieser herausragenden Akteure gestellt hatte. David Villa, der in dieser Saison 23 Tore für New York City erzielte, trat in die Fußstapfen von Robbie Keane und Sebastian Giovinco. Spaniens Rekordtorschütze wurde am Dienstag ausgezeichnet, drei Tage nach seinem 35. Geburtstag. Damit ist er hinter Carlos Valderrama, Guillermo Barros Schelotto (beide ebenfalls 35) und Preki (40) der viertälteste "Wertvollste Spieler" aller Zeiten.

In Kürze 993 Pässe (elf pro Minute) spielte der FC Barcelona am Dienstag in der Partie gegen Borussia Mönchengladbach

12 Spiele ohne Sieg gegen Paris Saint-Germain in der Ligue 1 hatte Montpellier seit einem 3:1 mit Geoffrey Dernis im Prinzenpark im Jahr 2010 absolviert, bis am Wochenende ein 3:0-Erfolg gelang.