Für Mooys größten Fan wird ein Traum wahr

  • Die junge Texanerin Bella führte ihren Helden Aaron Mooy aufs Spielfeld

  • Siebenjährige baute während der Chemotherapie Bindung auf

  • Sie sah den Mittelfeldspieler bei der WM in Russland in Aktion

Wir alle wissen, dass der Fussball weltumspannend ist, doch Spitzenfussballern ist oftmals nicht wirklich bewusst, welchen Einfluss sie auf die Menschen haben können, die ihre Spiele in Tausenden Kilometern Entfernung auf dem Bildschirm verfolgen.

Bella, ein siebenjähriges Mädchen aus Texas, war ein solcher Mensch. Die Behandlung eines Medulloblastoms – eines bösartigen Gehirntumors, der vor allem bei Kindern auftritt – erforderte eine Chemotherapie, in deren Verlauf ihr die Haare ausgingen. Dann fand sie während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ eine verwandte Seele auf der anderen Seite des Planeten.

"Das ist eine tolle Geschichte", erklärt ihr Vater Scott. "Wir haben uns viele Disney-Filme angeschaut. Sie ist eingeschlafen, und ich habe umgeschaltet. Zufällig spielte gerade Australien und plötzlich hörte ich diese kleine Stimme hinter mir: 'Ich mag diesen Mooy. Er ist wie ich.' Dabei deutete sie auf ihre Haare bzw. ihre fehlenden Haare."

Kurze Zeit später hielt sie ein Trikot von Huddersfield Town mit dem Namen des Mittelfeldspielers auf dem Rücken in der Hand und begab sich nach einem viralen Instagram-Beitrag auf die Reise ihres Lebens, um ihren australischen Helden zu treffen.

Nur sechs Monate später hatte sie 7400 Kilometer zurückgelegt und befand sich in Nordengland, genauer gesagt im John Smith's Stadium, wo sie den Spielern des englischen Premier-League-Klubs Gesellschaft leistete. Auch für Mooy selbst war dies ein denkwürdiger Anlass. Er hatte sein Team mit Bella an der Hand aufs Feld geführt.

"Es war etwas ganz Besonderes, Bella zu treffen", so der Star der Terriers und Socceroos rückblickend. "Wenn man ein krankes kleines Mädchen kennen lernt und glücklich machen kann, relativiert sich einiges im Leben. Wir hatten eine sehr harte Saison, aber Bellas Besuch hat alle etwas aufgerichtet und ich habe mich sehr gefreut, dass sie gekommen ist."

Das Privileg, etwas bewegen zu können

Auch ihr Vater war sichtlich bewegt von der Aktion. "Das ist einfach unglaublich", so Scott in der Halbzeitpause der Partie zwischen Huddersfield und Leicester City. "Es ist wirklich bemerkenswert. Sie haben den Traum eines kleinen Mädchens aus Texas wahr werden lassen. Sie konnte jemanden treffen, der ihr – ohne es zu wissen – geholfen hat, mit dieser Situation fertig zu werden … Sie hatte vorher genau wie ihre Zwillingsschwester lange, lockige Haare."

"Es hat ihr so geholfen, dass sie das Gefühl hatte, keine Perücke mehr zu brauchen. Es ist schon beeindruckend, wo wir unsere Stärke hernehmen. Ich weiß nicht, ob man wirklich mit Worten beschreiben kann, wie sehr ihr das geholfen hat. Ihr selbst und unserer Familie, der ein riesiger Stein vom Herzen gefallen ist."

Zwar gilt so etwas nicht als Hauptaufgabe der 22 Akteure auf dem Platz, doch Mooy ist glücklich, seinen Einfluss geltend machen zu können. "Das gehört zu den Privilegien dieses Berufes. Man kann Menschen auf unterschiedlichste Art und Weise helfen.

"Ich habe gar nichts getan, und doch hat es ihr Freude bereitet, mich bei der WM spielen zu sehen. Jetzt ist sie Huddersfield-Fan und ist zum Spiel gekommen. Es ist erstaunlich, und ich hoffe, dass sie hier Spaß hatte, denn das sind die Dinge, die mir wirklich Freude machen."

Das Spielergebnis war kein gutes für Huddersfield, denn der Klub kassierte an diesem Tag eine 1:4-Niederlage. Doch Bella war live dabei, als ihr Idol einen Elfmeter verwandelte und genoss diesen Moment gemeinsam mit dem Stammpublikum. "Wir bekommen sonst nie Elfmeter zugesprochen. Sie hat uns heute Glück gebracht, und dafür danke ich ihr", so Mooy. "Ich bin froh, dass sie glücklich ist."

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