18. Mai 2016

Torrekorde in Neapel, Paris und Prag stehen im Mittelpunkt des aktuellen Statistik-Rückblicks von FIFA.com. Außerdem berichten wir von der konstanten Steigerung einer eher blassen Mannschaft sowie einem Traumstart in eine Profikarriere.

66

Jahre lang hatte der Serie-A-Torrekord von Gunnar Nordahl Bestand, bis er am vergangenen Wochenende von Gonzalo Higuain gebrochen wurde. Der in Frankreich geborene argentinische Stürmer schaffte beim 4:0-Sieg des SSC Neapel gegen Absteiger Frosinone Calcio in der zweiten Halbzeit einen Hattrick und schloss die Saison 2015/16 mit 36 Toren in 35 Spielen ab – ein Tor mehr bei einem Einsatz weniger als der legendäre Schwede in der Saison 1949/50 für den AC Mailand erzielt hatte. Higuain ist zudem der erste Spieler, der in einer Serie-A-Saison in 25 Spielen traf. Marek Hamsik erzielte unterdessen sein 81. Ligator für den Klub und zog mit Diego Maradona als drittbestem Torschützen in der Geschichte des SSC Neapel in der italienischen Liga gleich.

38

Tore in 31 Spielen erzielte Zlatan Ibrahimovic in der Saison 2015/16 und eroberte damit in der ewigen Torjägerliste der französischen Ligue 1 den dritten Platz. Der 34-jährige Schwede trug sich beim 4:0-Sieg von Paris Saint-Germain gegen den FC Nantes – seinem letzten Spiel im Pariser Prinzenpark – zwei Mal in die Torschützenliste ein und überbot damit den Vereinsrekord, den Carlos Bianchi in der Saison 1977/78 mit 37 Toren aufgestellt hatte. Noch mehr Tore erzielten in Frankreich nur Josip Skoblar (44 für Olympique Marseille) und Salif Keita (42 für AS Saint-Etienne) – kurioserweise beide in der Saison 1970/71. PSG beendete die Saison mit zwei weiteren Ligarekorden, nämlich mit 96 Punkten und mit nur 19 Gegentoren. Zudem schaffte PSG als erst viertes Team aller Zeiten und als erstes seit 56 Jahren mehr als 100 Tore in einer Saison der Ligue 1.

6

Spielzeiten in Folge hat der FC Southampton die Saison im englischen Fussball jeweils besser als im Vorjahr beendet. 2009/10 waren die Saints in der dritten Liga auf Platz sieben gelandet. Ein Jahr später gelang der Aufstieg in die zweite Liga (Championship) und dann gleich der Durchmarsch in die Premier League. In der ersten Saison im englischen Oberhaus landete das Team auf Platz 14 und in der darauf folgenden auf Platz acht. Trotz des Verkaufs zahlreicher Stammspieler wie Luke Shaw, Calum Chambers, Adam Lallana und Rickie Lambert schaffte man es in der nächsten Saison sogar auf Platz sieben. Am vergangenen Sonntag verdrängte Southampton dann dank eines 4:1-Sieges gegen Crystal Palace (bei dem Sadio Mane sein achtes Tor in den letzten acht Spielen erzielte) am letzten Spieltag noch West Ham United von Platz sechs. Für den Klub von der englischen Südküste war es die beste Platzierung in der höchsten englischen Spielklasse seit dem fünften Platz mit Spielern wie Peter Shilton, Mick Mills, Mark Wright und Steve Moran vor 31 Jahren.

5

Tore in einem Spiel der ersten tschechischen Liga erzielte David Lafata als erster Spieler aller Zeiten. Der letzte Treffer war ein fantastischer Heber aus fast 40 Metern Torentfernung. 2014 hatte der Stürmer von Sparta Prag mit Mihails Miholaps und Lionel Messi gleichgezogen und als erst dritter Akteur fünf Tore in einem UEFA Champions League (einschl. Qualifikationsrunde) erzielt. Damals sagte er: "Das ist schon ein ganz besonderes Gefühl. Ich glaube nicht, dass mir jemals wieder fünf Tore in einem Spiel gelingen." Doch am Samstag gelang dem jetzt 34-Jährigen genau das beim 5:0-Sieg von Sparta Prag gegen Vysocina Jihlava. Damit zog er noch an Michal Duris von Viktoria Plzen vorbei und wurde zum fünften Mal in den letzten sechs Spielzeiten Torschützenkönig der tschechischen Liga (2009/10 und 2013/14 war er zudem Zweiter geworden). In der Allzeitwertung der ersten tschechoslowakischen bzw. tschechischen Liga zog Lafata mit seiner Ausbeute an Oldrich Nejedly (Toschützenkönig der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1934™) vorbei und belegt nun Platz vier. Mit 184 Toren liegt er jetzt nur noch hinter Josef Bican (447), Vlastimil Kopecky (252) und Antonin Hajek (191).

0

Ballberührungen als Profifussballer hatte Jack Aitchison absolviert, bevor er am letzten Spieltag der schottischen Premier League den Schlusspunkt beim 7:0-Kantersieg des alten und neuen Meisters Celtic Glasgow gegen den FC Motherwell setzte. Eigentlich sollte der Stürmer am Sonntag nur vor einer Handvoll Anhänger für die U-16/17-Auswahl des Klubs spielen, doch nach der Sperre von Leigh Griffiths fand er sich unvermittelt in Parkhead vor mehr als 49.000 Zuschauern auf der Reservebank wieder. Mit 16 Jahren und 71 Tagen unterbot Aitchison den bisherigen Rekordhalter Mark Fotheringham und ist nun der jüngste Spieler, der je für Celtic zum Einsatz kam. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung wurde der Spieler mit der Rückennummer 99 auch zum jüngsten Torschützen für Celtic. Dies war seit 109 Jahren David McLean gewesen, der damals gegen den Lokalrivalen Glasgow Rangers getroffen hatte.

In Kürze 573 Mal ist Gareth Barry mittlerweile zu Partien in der Premier League aufgelaufen. Mit seinen Einsätzen gegen den AFC Sunderland und Norwich City überbot er den bisherigen Rekord des Torhüters David James.

3 Tore Rückstand holte Aris Limassol in der letzten halben Stunde des letzten Saisonspiels gegen Doxa auf und entging dank des Treffers zum 4:3-Sieg in letzter Minute noch dem drohenden Abstieg.

1,4 Tore pro Spiel bedeuten die niedrigste Torquote am ersten Spieltag des Campeonato Brasileiro seit Einführung des Ligaformats im Jahre 2003. 2007 hatte dieser Wert mit 3,9 Toren pro Spiel am höchsten gelegen.