Rückenwind für globale Umsetzung der FIFA-Gesundheitsinitiative nach erfolgreicher Studie in Dänemark

Vertreter der Universität Kopenhagen, des dänischen Fussballverbands und der Stadt Frederiksberg haben heute in Kopenhagen sehr ermutigende Ergebnisse der ersten Pilotstudie des Programms "FIFA 11 für die Gesundheit" in einem europäischen Land präsentiert.

Das in Afrika lancierte Programm wurde an die Bedürfnisse einer europäischen Gesellschaft angepasst und folglich auf nicht übertragbare Erkrankungen ausgerichtet. Die Studie in Dänemark zeigt, dass das Programm die körperliche Betätigung, das Wohlbefinden und das Gesundheitsbewusstsein von Kindern effektiv fördern und sich so direkt positiv auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirken kann.

Im Anschluss an die Präsentation der Ergebnisse durch Prof. Peter Krustrup von der Abteilung für Ernährung, Betätigung und Sport der Universität Kopenhagen demonstrierten 25 Kinder und zwei Lehrer eine „FIFA 11 für die Gesundheit“-Lektion.

Nach der erfolgreichen Testphase wird "FIFA 11 für die Gesundheit" ab August 2016 während zweier Jahre landesweit an 400 Schulen mit 30 000 Kindern umgesetzt. Für Grönland und die Färöer wurde zudem ein Pilotprojekt angekündigt. Ferner wurde ein vollamtlicher Projektleiter ernannt, der von der FIFA und dem dänischen Fussballverband finanziert wird.

"Ich freue mich über den wissenschaftlichen Nachweis, dass das in Afrika lancierte Programm dank der Anpassung an das soziokulturelle Umfeld in Europa nicht nur das Gesundheitsbewusstsein fördert, sondern auch das Herz-Kreislauf-System und die Körperwerte der Kinder verbessert. Diese Ergebnisse stützen die Annahme, dass das Programm 'FIFA 11 für die Gesundheit' weltweit zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit beitragen kann, wie es der FIFA-Kongress bewilligt und befürwortet hat", sagte FIFA-Chefarzt Prof. Jiří Dvořák.

"Die landesweite Umsetzung des Programms in Dänemark unterstreicht auch die Entschlossenheit der Regierung, gemeinsam mit dem dänischen Fussballverband gegen die allgemeine Verbreitung nicht übertragbarer Erkrankungen wie Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck vorzugehen", fügte er an. "Unsere Studie belegt die erfolgreiche Anpassung des Programms ,FIFA 11 für die Gesundheit‘ an die Gesundheitsprobleme in der westlichen Welt und dessen Nutzen für das Gesundheitsbewusstsein, das soziale Wohlergehen und die Ausdauerfähigkeit", erklärte Prof. Peter Krustrup.

"Nach elf Wochen mit zwei Trainings à 45 Minuten pro Woche stieg das Gesundheitswissen hinsichtlich körperlicher Betätigung, gesunder Ernährung, Hygiene und Wohlbefinden von 15 % auf 21 % verglichen mit der Kontrollgruppe, während der Körperfettanteil und der BMI abnahmen und der systolische Blutdruck gar um 4 mmHg sank."

"Im Zuge einer staatlichen Schulreform ist in Dänemark seit Kurzem eine 45-minütige Turnstunde pro Tag Pflicht. Es besteht deshalb ein Bedarf an einfachen, evidenzbasierten und praktikablen Konzepten zur Förderung von körperlicher Betätigung, Gesundheit, Integration und Wissen. Wir finden, dass 'FIFA 11 für die Gesundheit' diese Anforderungen erfüllt“, so Prof. Krustrup weiter.

"Als Präsident des dänischen Fussballverbands bin ich stolz und freue mich, dass der Fussball bei der Bewältigung von Gesundheitsproblemen helfen kann, so wie wir uns das in unserem neuen Leitbild ,Part of Something Bigger‘ zum Ziel gesetzt haben", sagte Jesper Møller. "Der Fussball kann die körperliche Betätigung und das Wohlbefinden von Kindern fördern und ihnen dabei helfen, mehr zu lernen und von der Schule zu profitieren. Das ist der Kern des Programms 'FIFA 11 für die Gesundheit', bei dem wir versuchen, den Fussball inner- und außerhalb der Schule zu verbreiten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, um das Programm zuerst auf ganz Dänemark und später in diesem Jahr auch auf Grönland und die Färöer sowie andere Partnerländer auszudehnen."

Die genauen Ergebnisse der Pilotstudie in Dänemark werden diese Woche in zwei wissenschaftlichen Berichten im British Journal of Sports Medicine veröffentlicht.