Puerto Rico geht gestärkt aus den Sturmkatastrophen hervor

  • Die FIFA-Stiftung leistete nach den Tropenstürmen Maria und Irma finanzielle Unterstützung

  • "Ein Monster, das unsere kleine Insel verschlucken wollte"

  • Mehr als 50 Klubs wurde bei der Instandsetzung von Flutlichtanlagen, Spielfeldern und anderen Reparaturen geholfen

Im September 2017 verwüsteten die Tropenstürme Maria und Irma die Karibikinsel Puerto Rico. Auf der Insel entstanden schwere Schäden an Häusern und Gebäuden, es kam zu schweren Überschwemmungen und zu einer humanitären Krise mit dem Verlust zahlreicher Menschenleben. Alle Fussballaktivitäten wurden eingestellt und die entsprechenden Einrichtungen wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nicht zuletzt dank der Unterstützung des Aufbauprogramms der FIFA-Stiftung konnte der Fussballverband von Puerto Rico (FPF) allerdings Anlagen an mehr als 50 Standorten instandsetzen. "Die Spielfelder waren von Müll und Unrat bedeckt und es gab keinen Strom", erläutert FPF-Generalsekretärin Maria Inés Lugo. "Unter solchen Bedingungen war an einen sicheren Spielbetrieb für unsere Spieler nicht zu denken. Der Fussball war von den Stürmen sehr schwer getroffen worden. Uns stand ein langer Weg des Wiederaufbaus bevor."

Pedro López Rivera, der Präsident des FC Bairoa, beschreibt es so, als wäre die Insel von einer Kraft verschlungen worden, die weitaus größer war, als alles, worauf man vorbereitet gewesen sei. "Es war ein Monster, das auf unsere kleine Insel kam und sie buchstäblich verschluckte", sagte er. "Wir hatten keinen Strom, kein Wasser... Ich hätte nie gedacht, einmal so etwas zu erleben." Das in Panama ansässige zuständige FIFA-Regionalbüro reagierte schnell und kaum zwei Wochen nach den Stürmen war gezielte Hilfe auf dem Weg. Die FIFA erfasste zunächst das Ausmaß der Schäden und entwickelte dann eine Planung, wie der verwüsteten Insel am besten geholfen werden konnte. Aus Mitteln des Aufbauprogramms der FIFA-Stiftung wurden USD 500.000 bereitgestellt, um den Wiederaufbau des Fussballs und der Gemeinden auf der Insel zu unterstützen. Insgesamt wurden 53 Fussballklubs und -einrichtungen auf der ganzen Insel bei der Reparatur und dem Ersatz von Flutlicht und Zäunen, der Wiederherstellung von Spielfeldern und dem Wiederaufbau der Stadioninfrastruktur unterstützt.

FIFA Foundation Recovery Programme: Puerto Rico

FPF-Präsident Ivan Rivera Gutiérrez erläutert, dass die FIFA-Gelder genau im richtigen Moment eine enorme Hilfe bedeuteten und die Investitionen zudem zu einem bleibenden Vermächtnis beitragen. "Die FIFA hat uns hervorragend unterstützt. Die bereitgestellten Geldbeträge waren für unseren Verband eine bedeutende Hilfe."

Er fügte hinzu: "Das FIFA-Entwicklungsprogramm FORWARD war unsere wichtigste Geldquelle für die Durchführung all unserer Arbeiten. Die Gelder spielen eine enorm wichtige Rolle für die Entwicklung des Fussballverbandes und dies wird auch in den kommenden Jahren so bleiben."