Neue Rekorde und wichtige Siege

  • Zahlreiche Kantersiege prägten die Spiele im November

  • Wichtige Erfolge für die Schweiz, England, Spanien und Dänemark

  • Die Qualifikation wird im Februar 2022 fortgesetzt

Die letzten Qualifikationsspiele des Jahres für die FIFA Frauen-WM Australien/Neuseeland 2023™ hatten es in sich. Es wurden weiter über 200 Tore erzielt, zahlreiche neue Rekorde aufgestellt und wichtige Siege gefeiert.

Europa: Die Ereignisse im November

Gruppe A Eine fulminante letzte halbe Stunde brachte Schweden den 2:1-Erfolg gegen Finnland. Lina Hurtig erzielte zehn Minuten vor Schluss den Siegtreffer. Der Umstand, dass sich die Republik Irland und die Slowakei mit einem 1:1 trennten und sich Schweden in der zweiten November-Partie gegen sie Slowakei mit 3:0 durchsetzen konnte, sorgten dafür, dass die Schwedinnen sich an der Spitze festsetzten. "Es war eine fantastische Kulisse hier in Malmö. Es ist toll, hier zu spielen und dem Publikum drei Tore und drei Punkte zu schenken. Wir beenden das Jahr 2021 auf eine gute Art und Weise, ein wirklich gutes Jahr für uns. Auch in der WM-Qualifikation haben wir uns in eine sehr gute Position gebracht", so Schweden-Coach Peter Gerhardsson, der für die Auszeichnung "The Best – FIFA-Welttrainer/in – Frauen" nominiert ist. Einen wichtigen Erfolg konnte auch die Republik Irland gegen Georgien (11:0) feiern. Mit sieben Zählern schoben sich die Irinnen auf Rang zwei.

Gruppe B In dieser Staffel blickte man voller Erwartung auf die Begegnung zwischen Spanien und Schottland. Die Mannschaft von Pedro Martinez Losa war dank des Last-Minute-Treffers von Abi Harrison gegen die Ukraine noch ungeschlagen. Spanien ging nach dem 12:0-Sieg gegen die Färöer-Inseln mit jeder Menge Selbstbewusstsein in das Spiel. Das letzte Mal, als Schottland in Spanien zu Gast war, gab es eine herbe Niederlage in den Playoffs für die UEFA Women’s EURO 2013. Und auch dieses Mal gab es für die Schottinnen nichts zu holen. Mit 8:0 musste sich die Nummer 22 der FIFA/ Coca-Cola-Weltrangliste der Frauen geschlagen geben.

Gruppe C Die Tschechische Republik scheint dem Vize-Weltmeister aus den Niederlanden nicht zu liegen. Wie schon im Hinspiel im September, mussten sich beide Teams die Punkte teilen. Nach dem 1:1 in Groningen, folgte ein 2:2 in Ostrau. Der Ausgleich gelang den Niederländerinnen dabei erst in der Nachspielzeit (90.+3) durch Stefanie van der Gragt. Island, das eine Partie weniger absolviert hat, nutze die Gunst der Stunde und fuhr gegen Zypern (4:0) drei wichtige Punkte ein. Island kann nach vier Spielen neun Punkte aufweisen und liegt auf Platz zwei hinter den Niederlanden, die nach fünf Spielen elf Punkte haben.

Gruppe D Im Topspiel dieser Gruppe behielt England knapp mit 1:0 die Oberhand über Österreich. Vor rund 9000 Fans in Sunderland erzielte Ellen White in ihrem 100 Länderspiel für die Lionesses in der 39. Minute den Siegtreffer. "Eine Niederlage bleibt eine Niederlage, aber ich bin unheimlich stolz. Das Team ist geschlossen aufgetreten und hat den Matchplan nahezu perfekt umgesetzt. Wir können aus diesem mutigen Auftritt viel Positives mitnehmen", so ÖFB-Trainerin Irene Fuhrmann nach der Partie gegen England.

Im zweiten Spiel gegen Luxemburg gewann ihre Mannschaft mit 8:0, die Engländerinnen schlugen Lettland mit 20:0. Es war der höchste Sieg in der Geschichte der Lionesses. Ellen White brach darüber hinaus den internationalen Torrekord von Kelly Smith für England. Nordirland feierte zwei deutliche Kantersiege. Die Mannschaft von Kenny Shiels zeigte sich beim 9:0-Sieg gegen Nordmazedonien in Seaview erneut von ihrer besten Seite und knüpfte damit an den rekordverdächtigen 11:0-Sieg gegen den gleichen Gegner am Donnerstag in Skopje an.

Gruppe E Wird es Dänemark gelingen nach den verpassten Qualifikationen für die Auflagen 2011, 2015 und 2019 für 2023 einen Startplatz zu buchen? Die Chancen stehen nicht schlecht. Zum Auftakt des Novemberfensters konnten die Däninnen auswärts in Zenica gegen Bosnien und Herzegowina einen weiteren Sieg (3:0) einfahren und den Punktestand auf 15 Zähler ausbauen. Am Dienstag stand das Duell mit dem ärgsten Konkurrenten Russland an, der bisher ebenfalls eine weiße Weste wahren konnte. 3:1 stand am Ende für die Elf von Trainer Lars Søndergaard auf der Anzeigetafel, die damit der direkten Qualifikation wieder einen Schritt nähergekommen ist.

Gruppe F 19:0. Mit diesem Ergebnis schickte Belgien das Team aus Armenien in die Kabine. Damit stellten die Red Flames ihren bisherigen Rekord von 12:0 gegen Moldawien im September 2017 ein. Dieser Sieg gab den Belgierinnen nach der 0:4-Niederlage gegen Norwegen im Oktober wieder Aufwind. Das war auch in der Partie gegen Polen deutlich zu spüren. Dank der Treffer von Tine De Caigny (2), Hannah Eurlings und Janice Cayman wurde der Gegner mit 4:0 geschlagen. Norwegen setzte seine Siegesserie mit einem 7:0 gegen Albanien fort. Das Spiel gegen Armenien wurde allerdings beim Stand von 9:0 in der 71. Minute wegen widriger Wetterbedingungen unterbrochen und am 1. Dezember fortgesetzt. Sie endete mit einem 10:0 für Norwegen.

Gruppe G Die Schweiz hat einen großen Schritt in Richtung zweiter WM-Qualifikation gemacht. Auf dem Weg nach Australien/Neuseeland 2023 holten die Schweizerinnen ihrer bisher wichtigsten Sieg. Gegen Italien, das vorher ebenfalls ohne Punktverlust geblieben war, gewannen die Eidgenossinnen mit 2:1. Am Dienstag folgte ein 7:0 gegen Litauen, mit dem die Spitzenposition gefestigt wurde. Italien bleibt der Mannschaft von Nils Nielsen allerdings nach dem 5:0 gegen Rumänien auf den Fersen.

Gruppe H In dieser Staffel dominiert Deutschland weiterhin das Geschehen und konnte dies im November deutlich unter Beweis stellen. Das letzte Heimspiel des Jahres gewann die DFB-Elf mit 8:0 gegen die Türkei, wobei Lea Schüller ein Hattrick gelang (10., 11. & 67. Minute) . Zum Jahresabschluss wartete in Portugal der vermeintlich schwerste Gruppengegner in der WM-Qualifikation, der in Faro mit 3:1 besiegt wurde. Das Ensemble von Martina Voss-Tecklenburg geht nun mit fünf Punkten Vorsprung in die Winterpause.

Gruppe I Sechs verschiedene Torschützinnen und der fünfte Sieg im fünften Spiel: So lautete die Bilanz nach dem 6:0 gegen Kasachstan für Frankreich. "Wir wollten die drei Punkte, das haben wir geschafft. Das Szenario des Spiels hat es uns ermöglicht, schnell zu wechseln und Griedge (Mbock) zehn Minuten Spielzeit zu geben", sagte die Nationaltrainerin Corinne Diacre nach dem Schlusspfiff am Mikrofon des Fernsehsenders W9. Die in Brest geborene Innenverteidigerin gab nach einer langen Verletzungspause ihr Comeback in der Nationalmannschaft. Im Spiel gegen Wales, das ebenfalls einen Sieg gegen Griechenland einfahren konnte, ging es nun darum, die Position zu festigen. Was mit einem 2:0 dank Kadidiatou Diani und Selma Bacha gelang.

Übrigens...