Japan 2021 im Visier

17. Juni 2021
  • Halbfinal-Hinspiele der CAF Champions League

  • Al Ahly – Espérance Tunis und Kaizer Chiefs – Wydad AC stehen auf dem Programm

  • Der Sieger qualifiziert sich für die FIFA Klub-Weltmeisterschaft™

Im Reigen der internationalen Wettbewerbe und Länderspiele im Juni 2021 stehen vier afrikanische Teams vor entscheidenden Begegnungen. Am 19. und 26. Juni wird das Rennen um die Teilnahme an der FIFA Klub-Weltmeisterschaft fortgesetzt.

In der ersten Halbfinalpartie der CAF Champions League 2021 trifft Espérance Tunis auf Al Ahly SC, im zweiten Duell stehen sich Wydad AC aus Casablanca und die Kaizer Chiefs aus Johannesburg gegenüber. Der Turniersieger ist bei der Klub-WM 2021 in Japan dabei. Im Vorfeld der Hinspiele präsentiert FIFA.com Ihnen die Vorschau auf die Duelle.

🆚 Das Halbfinale

  1. Juni (Hinspiele) – 26. Juni (Rückspiele)

🇹🇳 Espérance Tunis – Al Ahly SC 🇪🇬

In dieser Begegnung treffen die beiden Sieger der letzten drei Auflagen aufeinander und zwei Teams, die zu den häufigsten Titelgewinnern dieses Wettbewerbs zählen. Beide zusammen bringen es bei der Afrikameisterschaft auf sage und schreibe 13 Titel. Zum letzten Duell im Rahmen dieses Wettbewerbs kam es im Finale der Auflage von 2018, die die Tunesier für sich entscheiden konnten.

Titelverteidiger Al Ahly geht mit Zuversicht in die Runde der letzten vier, angespornt durch den kürzlichen Titelgewinn im CAF SuperCoup nach einem Finalsieg gegen AS Berkane, aber auch durch die Rückkehr von Mohamed Magdy "Afsha" nach seiner Verletzungspause. Er dürfte am Samstag eine wichtige Rolle spielen. Der einzige Wermutstropfen ist der Ausfall des Rechtsverteidigers Mohamed Hany.

Für Espérance waren die letzten Wochen hingegen komplizierter, denn der Klub musste sich kürzlich im Sechzehntelfinale des tunesischen Pokalwettbewerbs gegen Étoile Sportive du Sahel geschlagen geben. Andererseits steht bei den Tunesiern der gesamte Kader zur Verfügung.

🇲🇦 Wydad AC – Kaizer Chiefs 🇿🇦

Die Kaizer Chiefs haben die Champions League noch nie gewonnen und stehen zum ersten Mal überhaupt im Halbfinale des prestigeträchtigen Turniers. Damit nehmen sie in der Runde der letzten vier eine Außenseiterrolle ein. Die Südafrikaner treffen auf Wydad AC, den Sieger der Auflage von 2017 und Finalisten von 2019.

Die beiden Teams treffen in diesem Jahr bereits zum dritten Mal aufeinander, da sie in der Gruppenphase derselben Gruppe angehörten. Im Hinspiel setzte Wydad sich mit 4:0 durch, im Rückspiel gelang den Südafrikanern jedoch die Revanche (1:0). Am Ende dominierte Wydad die Gruppe, der außer den Kaizer Chiefs noch Horoya AC und Petro Atlético Luanda angehörten.

🧐 Spieler im Fokus

Ali Ben Romdhane hatte bereits eine vielversprechende Saison 2019/20 hingelegt und konnte seine guten Leistungen dieses Jahr bestätigen. Der 21-jährige Mittelfeldspieler ist der Spielmacher des Teams und hat darüber hinaus einen ausgesprochen guten Torriecher. Mit vier Treffern ist er der beste Torschütze aller Teams, die noch im Rennen sind. Doch sein Aktionsradius könnte von seinem Gegenspieler Aliou Dieng, der eine wichtige Rolle im System von Pitso Mosimane spielt, erheblich eingeschränkt werden. Auf jeden Fall sollte dieses Duell dem Spiel zusätzliche Würze verleihen.

Bernard Parker, Star des südafrikanischen Fussballs, bestreitet im Alter von 35 Jahren sein erstes Champions-League-Halbfinale. Seine Erfahrung auf höchstem Niveau (73 Länderspiele, 23 Tore) könnte sich im Duell mit Wydad und Starspieler Walid El Karti als entscheidend erweisen.

🔢 Statistik

37 – So viele Engagements als Trainer auf Vereins- und Nationalmannschaftsebene hat der tunesische Trainer von Wydad seit Beginn seiner Karriere im Jahr 1977 bereits auf dem Konto. Er hat die CAF Champions League einmal am Ruder von Espérance gewonnen und ist mit Raja Casablanca 2013 ins Finale der FIFA Klub-WM eingezogen.

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👂 Zitat

"Ehrlich gesagt werde ich Al Ahly unterstützen. Kein Fan von Étoile Sportive du Sahel [ESS]wird Espérance unterstützen. Sie haben die Trophäe schon viermal gewonnen, ESS kein einziges Mal. Wir wollen nicht noch weiter zurückfallen." Aymen Abdennour, ehemaliger Verteidiger von Étoile du Sahel (IFM)