In Venezuela entsteht ein Frauenfussball-Traum

25. Sept. 2021
  • Der FIFA-COVID-19-Hilfsplan leistete Unterstützung bei der Organisation des venezolanischen Übergangsturniers 2021

  • Mehr als 100 Spielerinnen von vier Klubs spielten bei der ersten Auflage um den Turniersieg

  • Der FC Yaracuyanos gewann das Turnier

Wie in zahlreichen anderen Ländern rund um die Welt wurde auch in Venezuela der Frauenfussball durch die Pandemie schwer getroffen. Nach mehreren Monaten im Lockdown mit stark eingeschränkten Aktivitäten entwickelten der Fussballverband von Venezuela (FVF) und die FIFA eine Möglichkeit, den Frauenfussball in dem Land wiederzubeleben und zu revolutionieren, damit er gestärkt aus der Krise hervorgehen kann. Im Leistungszentrum in Yaracuy, einer Einrichtung, die im Rahmen des FIFA-Entwicklungsprogramms FORWARD exklusiv für den Frauenfussball gebaut wurde, erlebten vier Teams ein intensives zehntägiges Abenteuer, das sie wohl nie vergessen werden.

Der FVF nutzte die für den Frauenfussball bereitgestellten Mittel aus dem COVID-19-Hilfsprogramm der FIFA zur Finanzierung des Übergangsturniers 2021 und stellte seinen neuen Frauenfussball-Entwicklungsplan mit dem Namen "Nace un sueño" ("Die Geburt eines Traumes") vor. Für viele Spielerinnen ging mit diesem Turnier ein Traum in Erfüllung, der die Entwicklung des Frauenfussballs im Lande fördert und als Grundlage für die neuen Wettbewerbe dient, die 2022 eingeführt werden.

Für viele der Fussballerinnen war es das erste professionelle Turnier, an dem sie teilnahmen, und ein wichtiger Schritt für den Frauenfussball in Venezuela, denn es ging um einen Platz in der CONMEBOL Copa Libertadores Femenina 2021.

Die Entwicklungsabteilung des FVF legte auch großen Wert darauf, dass diese Erfahrung für die neue Generation von Spielerinnen zu einer Erfahrung des persönlichen Wachstums wurde. Die teilnehmenden Vereine, Deportivo Lara, FC Metropolitanos, FC Caracas und FC Yaracuyanos, profitierten von speziellen Trainingseinheiten für Sportlerinnen und Trainer, die die technischen Fähigkeiten und die Ausdauer der Mädchen verbessern und wichtige Werte wie Führung und Disziplin fördern sollten. Die Spielerinnen und Trainer wurden auch in Diskussionen über die Integrität des Fussballs eingeführt und nahmen an interaktiven Aktivitäten teil, die ihre Rolle beim Schutz des Spiels hervorhoben.

Der Wettbewerb, der den Beginn einer neuen Ära des Frauenklubfussballs im Land markierte, endete nach einem dicht gedrängten Programm von Entwicklungsaktivitäten und Spielen mit dem FC Yaracuyanos als Titelträger des Übergangsturniers 2021. Das Team reist im November als Vertreter Venezuelas nach Paraguay zur CONMEBOL Libertadores Femenina 2021.

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Zitate

"Die Pandemie hat alle getroffen, nicht nur den venezolanischen Fussball, sondern den Fussball auf der ganzen Welt, den Männerfussball ebenso wie den Frauenfussball. Einige Länder konnten früher als Venezuela wieder anfangen, aber auch bei uns geht es mittlerweile wieder los. Wir fangen an, noch genau so aufgeregt wie vor 18 Monaten, als alles zum Stillstand kam. Wir sind sehr dankbar für das, was die FIFA tut, für die Bemühungen des Fussballverbandes, hier zu sein, damit wir eines Tages sagen können, dass der venezolanische Fussball dank der FIFA und des Verbandes stärker ist als zuvor." Pamela Conti, Frauen-Nationaltrainerin Venezuelas

"Ohne die Hilfe und Unterstützung der FIFA wäre es unmöglich gewesen, den Frauenfussball wieder in Gang zu bringen. Die FIFA steht hinter diesem Sport und hilft dem Frauenfussball sehr. Dank des COVID-19-Hilfsprogramms der FIFA konnten wir all dies umsetzen. Es war ein wunderschönes, symbolträchtiges Ereignis, und das ganze Land wollte unbedingt sehen, wie der Frauenfussball wieder in Schwung kommt." Jorge Giménez, FVF-Präsident

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David Quintanilla, FVF General Secretary “We’re going through a difficult situation due to the global pandemic, but if we follow all the necessary protocols, we can bring joy, not only to the people of Venezuela but also to all of the girls who wake up every day with the dream of becoming great players. We need to give them the necessary support so that they can achieve their dreams.”

Tabatha Segnini, Metropolitano FC player “Of course, the pandemic affected everyone in a terribly negative way, but I always tried to turn it around and do something more positive. I just started preparing myself, my dad was preparing me physically, and I told him ‘I don't want to stop, I want to keep working hard, I want to keep improving my body, I want to keep doing things,’ so that when, at some point, the pandemic finished I would be ready for the tournament that was coming.”

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