Für Khedira und Materazzi sind bedeutsame Spiele und Erholungszeiten wichtige Anforderungen an den neuen Spielkalender

27. Sept. 2021
  • Die zwei Weltmeister äußerten ihre Ansichten im Rahmen der globalen Überprüfung des Spielkalenders

  • Materazzi spricht von den Vorteilen einer längeren Spielzeit im Verein und dem "Adrenalin" von Länderspielen

  • Khedira sagt, Fans und Spieler wollen "bedeutsame Spiele"

Zwei Ex-Weltmeister aus Europa haben sich zur Zukunft des internationalen Spielkalenders geäußert. Sowohl Marco Materazzi als auch Sami Khedira befürworten einen Spielplan mit bedeutenden Spielen und legen Wert auf Erholungspausen für die Spieler. Materazzi gewann die WM-Trophäe im Jahr 2006 und Sami Khedira gehörte zur deutschen Mannschaft, die acht Jahre später Weltmeister wurde. Beide verfügen über umfangreiche Erfahrungen, die sie im Rahmen des umfassenden Konsultationsprozesses für den neuen internationalen Spielkalender einbringen können. Für die Zeit nach 2024 gibt es noch keine diesbezüglichen Festlegungen.

DOHA, QATAR - SEPTEMBER 07: Marco Materazzi speaks during an interview as part of the FIFA Technical Advisory Group on the future of men’s football sessions on September 7, 2021 in Doha, Qatar. (Photo by Harold Cunningham - FIFA)

"Ich denke, dass es für die Spieler nötig ist, sich besser ausruhen zu können, weniger zu reisen und mehr Zeit mit dem Verein zu verbringen", sagte Materazzi. "Wenn man sein Land vertritt, sind die Spiele wichtiger, sie werden spannender, weil es mehr Adrenalin, mehr Atmosphäre und den Wunsch gibt, sich mit den stärksten Teams zu messen." Die Notwendigkeit, die Gesundheit der Spieler besser zu schützen, ist einer der Hauptgründe, warum eine Beibehaltung des Status quo nicht angemessen ist. Khedira nutzte seine fast ein Jahrzehnt währende internationale Erfahrung, um seine eigene Sichtweise auf die Notwendigkeit zu erläutern, bedeutenden Spielen Vorrang zu geben.

"Die Fans wollen wichtige Spiele sehen, und das gilt auch für die Spieler", so der ehemalige deutsche Mittelfeldspieler. "Wir dürfen nicht mehr so viele unbedeutende Spiele in den Kalender aufnehmen, weil die Spieler ohnehin schon sehr viele Spiele bestreiten und viel reisen müssen. Ein Turnier oder die [UEFA]-Champions-League oder die Meisterschaft ist das Wichtigste. Freundschaftsspiele sind hingegen immer ein bisschen lästig, sagen wir mal."