FIFA-Präsident unterstreicht das Engagement der FIFA für Maßnahmen gegen den Klimawandel bei der 26. UN-Klimakonferenz (COP26)

3. Nov. 2021

FIFA-Präsident Gianni Infantino unterstreicht das Engagement der FIFA für Maßnahmen gegen den Klimawandel in der Welt des Fussballs in einer Videobotschaft an die 26. UN-Klimakonferenz (COP26) in Glasgow. Beim Klimagipfel COP26 kommen die Vertragspartner zusammen, um auf eine beschleunigte Umsetzung der Ziele des Pariser Abkommens und der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hinzuwirken. 

"Sehr geehrte Exekutivsekretärin, Frau Patricia Espinosa, sehr geehrter designierter Präsident der COP26, Herr Alok Sharma, sehr geehrter Fürst Albert von Monaco, sehr geehrte Frau Isha Johansen, sehr geehrte Staats- und Regierungschefs, sehr geehrte Delegierte, sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank, dass Sie mir die Möglichkeit geben, unsere Pläne zur Bekämpfung des Klimawandels in der Welt des Fussballs vorzustellen. Wir sind an einem entscheidenden Punkt angekommen. Die Veränderung der Wettermuster wirken sich auf die Umwelt und ihre Artenvielfalt, die Ernährungssicherheit und den Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen aus. Sie beeinflusst das Leben ganzer Gemeinschaften und stellt gar eine existenzielle Bedrohung für niedrig gelegene Länder und ganze Inselnationen dar.

Der Fussball ist nicht immun gegen diese einschneidenden Veränderungen. Weltweit sind Kinder-, Freizeit, Amateur- und Elitefussball davon betroffen.

Nach meiner Wahl zum FIFA-Präsidenten im Jahr 2016 war die FIFA die erste internationale Sportorganisation, die sich der Initiative "Climate Neutral Now" der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen angeschlossen und sich verpflichtet hat, die Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ zu messen, zu senken und zu kompensieren. 

Bei der COP24 2018 in Polen ist die FIFA zudem als einer der Erstunterzeichner dem UNFCCC-Klimaaktionsplan für den Sport beigetreten.

Viele Länder träumen von der Ausrichtung einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™. Aufgrund unserer neuen Bewerbungsvorgaben kommen nur Länder als Gastgeber in Frage, die stringente, verbindliche Maßnahmen zur prioritären Förderung der Nachhaltigkeit ergreifen.

Die FIFA verlangt von allen Mitgliedsverbänden, die an der Ausrichtung einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ oder einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ beteiligt sind, die Einhaltung der Grundsätze nachhaltigen Veranstaltungsmanagements und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in ihren Ländern. Zu unseren Mindeststandards zählen die Beurteilung von Umweltauswirkungen, die Nachhaltigkeit der Stadien mit Blick auf Design, Bau und Betrieb sowie die Reduzierung und das Recycling von Abfall.

Zu Beginn des Jahres haben wir den CO2-Fußabdruck der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 veröffentlicht, und gemeinsam mit dem Obersten Rat für Organisation und Nachhaltigkeit in Katar erneut unsere gemeinsame Verpflichtung bekräftigt, dieses nächste große Turnier klimaneutral durchzuführen.

Darüber hinaus haben wir einen Standard für die Umweltverträglichkeit der Fussballanlagen unserer Mitgliedsverbände entwickelt, die weltweit über das FIFA-Forward-Programm finanziert werden. Dabei geht es um Zukunftssicherheit. Wir haben neue Anforderungen und Kriterien für klimafreundliche und klimawandelbeständige Bauten eingeführt.

Ich freue mich, im Namen der FIFA bekanntgeben zu können, dass wir – auf der Grundlage unserer langjährigen Erfahrung mit Klimainitiativen im Fussball – eine umfassende Klimastrategie entwickelt haben, in deren Rahmen wir uns zu beträchtlichen Investitionen verpflichten, damit die FIFA und der Fussball die ehrgeizigen und erforderlichen Ziele des UNFCCC-Klimaaktionsplans für den Sport erreichen – nämlich eine Senkung der Emissionen um 50 Prozent bis 2030 und die Netto-Null bis 2040.

In der Klimastrategie der FIFA ist unser Plan festgeschrieben, die Umsetzung von Lösungen zum Schutz unseres schönen Planeten und des Fussballs zu beschleunigen. Zielsetzung:

  • Aufklärung der Beschäftigten des Weltfussballs über die Auswirkungen des Klimawandels und klimafreundliche Lösungen,

  • Anpassung der Fussballbestimmungen und -aktivitäten, um den aktuellen und erwarteten Auswirkungen des Klimawandels besser standhalten zu können,

  • Senkung der CO2-Emissionen der FIFA und des Fussballs als Beitrag zu den Zielen des Pariser Abkommens und des UNFCCC-Klimaaktionsplans für den Sport,

  • Investition in den Klimaschutz und Unterstützung der Interessengruppen des Fussballs mit Know-how und Finanzmitteln zur

  • Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels.

Wir dürfen nicht nachlassen. Die FIFA wird weiterhin eine Führungsrolle beim Klimaschutz übernehmen, indem sie sich aktiv und gemeinsam mit allen Interessengruppen engagiert. Daher freue ich mich sehr, dass FIFA-Ratsmitglied Isha Johansen sich bereit erklärt hat, in meinem Namen teilzunehmen und Ihnen weitere Informationen über unsere unablässige Arbeit für den Schutz des Planeten zukommen zu lassen. 

Ich wünsche Ihnen allen eine sehr erfolgreiche COP26 in Glasgow, denn wir sind alle fest entschlossen, unseren Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten."