Ein virtueller - und universeller - Sport!

In den über 20 Jahren seines Bestehens hat das Spiel EA SPORTS FIFA Millionen von Gamer auf der ganzen Welt erobert. Selbstverständlich finden sich unter den vielen Fans zahlreiche Profifussballer, für die das virtuelle Spiel die logische und spielerische Fortsetzung ihres Berufs darstellt. Es sind aber auch große Namen aus anderen Sportarten vertreten.

Teddy Riner, der bei den Olympischen Spielen von Rio 2016 soeben seine zweite Goldmedaille geholt hat, ist einer von ihnen. Der beste Judoka aller Zeiten gestand FIFA.com seine große Liebe für das Spiel. "Es ist ganz einfach: Wenn ich auf der Playstation FIFA spiele, nehme ich immer Real Madrid. Meine besten Torschützen sind Benzema und Cristiano. Ich spiele nicht oft, aber wenn ich Freunde zu Besuch habe, liebe ich es! Ich mag Renn- und Fussballspiele, es gibt ja keine Judo-Simulationen."

Der jamaikanische Sprinter Usain Bolt, der seine Disziplin seit vielen Jahren ebenso unangefochten beherrscht, ist hingegen ein begeisterter Spieler. "Es ist seit frühester Jugend eine Leidenschaft von ihm", weiß Gaël Leiblang zu berichten, der einen Dokumentarfilm über den schnellsten Mann der Welt gedreht hat. "Als er 14 oder 15 Jahre alt war, mussten ihn die Trainer in den Spielhallen im Norden der Insel suchen. Das Videospiel ist für ihn eine Fluchtmöglichkeit. Er ist dann in seiner Blase", fährt der französische Regisseur fort. "Und er liebt auch den Fussball. Mit Yohan Blake spielt er vor den Wettkämpfen FIFA!"

Auf andere Gedanken kommen Anderen Sportlern ermöglicht das FIFA-Spiel, ein wenig dem Druck zu entkommen und etwas Abwechslung in die Freizeit zu bringen, wie der französische Basketballprofi Nando de Colo im Gespräch mit FIFA.com einräumt: "Wenn ich Urlaub habe, spiele ich lieber Fussball als Basketball. Mit den Videospielen ist es genauso. Ich beschäftige mich nicht oft mit Basketballspielen. Ich praktiziere diesen Sport im Verlauf eines Jahres genug, um mich abends, wenn ich nach Hause komme, nochmal dranzusetzen! Wenn ich bei Freunden, meiner Familie oder bei Teamkameraden bin, spiele ich gerne einige Partien FIFA", erklärt der MVP der Euroleague-Saison 2015/16, der indes versichert, dass er es dabei nicht übertreibt.

Sein Nationalmannschaftskamerad Tony Parker hingegen ist dafür bekannt, ein eingefleischter Gamer zu sein. Besonders gerne widmet er sich den Sportsimulationen wie FIFA. "Da ich mit zwei älteren Brüdern aufgewachsen bin, war es unmöglich, dass einer spielt und zwei zuschauen", erklärt der Spielmacher von San Antonio. Auch sein ehemaliger Kollege Kobe Bryant ist ein großer Fussballliebhaber. Die NBA-Legende drehte im letzten Jahr einen Werbespot mit Alex Morgan, um die Frauenfussballsparte des Spiels bekannt zu machen - eine der großen Neuerungen der Version von 2016. In diesem konnte der ehemalige Lakers-Spieler dabei beobachtet werden, wie er sich verbissene Duelle mit der U.S.-amerikanischen Nationalstürmerin liefert.

Auch der NFL-Star Victor Cruz wird seinem Sport am Joystick regelmäßig untreu. Als Spezialgast des Abends bei der Vorstellung von FIFA 13 bestritt er eine denkwürdige Partie gegen den Rapper Snoop Dogg.

Ein anderer Amerikaner, der dem virtuellen Fussballfieber erlegen ist, ist der weltweit erfolgreichste Schwimmer und Rekord-Olympiasieger Michael Phelps. "Wenn ich spiele, dann vor allem Sportsimulationen. Ich bin sehr ehrgeizig in allem, was ich tue. Wenn ich also spiele, geht es intensiv zur Sache. Wenn wir ein FIFA-Turnier organisieren, versammeln wir ein paar Jungs, egal an welchem Wochentag, und setzen uns hin, um so viele Spiele wie möglich zu machen. Wir haben viel Spaß, aber am Ende, wenn wir die letzten Partien bestreiten, wird es sehr spannungsgeladen."

Wettkampf und Verbrüderung  Aber auch wenn es sich einfach nur um ein Videospiel handelt, bleibt ein Champion ein Champion. Dies kann der zweimalige FIWC-Gewinner Bruce Grannec bestätigen. "Bei den FIFA-Events habe ich gegen die französischen Nationalspieler im Tennis, Basketball oder gegen Christophe Lemaitre gespielt, der sich wirklich gut schlägt", verrät The Machine im Gespräch mit FIFA.com. "Aber am meisten hat mich Gaël Monfils beeindruckt. Man hat gemerkt, dass er ein leidenschaftlicher Videospielfan und vor allem ein wahrer Wettkämpfer ist! Er ist bis spät am Abend geblieben, weil er unbedingt wenigstens einmal gegen mich gewinnen wollte. Am Ende hat er immerhin ein Unentschieden geschafft."

Aber das Schmuckstück von Electronic Arts ist nicht nur der Schauplatz unerbittlicher Kämpfe, in denen nur der Sieg zählt. Es ist auch ein geselliges Spiel, dass manchmal Sportler, die sich ansonsten das ganze Jahr über duellieren, einander näherbringt. So sind die Tennisstars Rafael Nadal und Andy Murray dank der beliebtesten Fussballsimulation sogar Freunde geworden, die sich regelmäßig online eine kleine Partie liefern. Die Mutter des Schotten, Judy, verriet im vergangenen Jahr: "Ich erinnere mich, dass ich eines Tages bei Andy auf dem Sofa saß, der plötzlich zu lachen und zu jubeln anfing. Ich fragte ihn überrascht, was los sei, und er sagte mir, dass er gerade mit Rafa spiele, der in Mallorca ist."

Eines ist sicher: All diese großen Champions sowie alle Gamer auf der ganzen Welt fiebern dem kommenden 27. September entgegen, dem Veröffentlichungsdatum von FIFA 17. Angesichts der vielen angekündigten Neuerungen und Verbesserungen für das neue Werk wird das Spiel noch zahlreiche Anhänger hinzugewinnen.