Cuper will 'Leoparden' brüllen lassen

  • Die DR Kongo träumt von der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft

  • In Gruppe J geht es gegen Tansania, Benin und Madagaskar

  • Hector Cuper äußert sich zu den Zielen seiner Mannschaft

Die Jahre vergehen, der Traum bleibt derselbe. 1974 in der BR Deutschland war die heutige Demokratische Republik Kongo das erste afrikanische Land südlich der Sahara, das an einer Endrunde der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft teilnahm. Fast 50 Jahre ist das jetzt her. Damals hieß das Land noch Zaire. Vor der zweiten Runde der Qualifikationsspiele für Katar 2022 hofft Hector Cuper, seit Mai neuer Trainer der Leoparden, den Schlüssel zur Erfüllung dieses Traums zu finden.

Dazu wird der 65-jährige argentinische Trainer allerdings die kongolesische Mannschaft erst einmal wieder in Schwung bringen müssen. In der jüngsten FIFA/Coca-Cola-Rangliste ist sie um vier Plätze nach unten gerutscht und belegt nun Platz 65 weltweit und nur noch Platz 12 unter den afrikanischen Teams. Nachdem die DR Kongo zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt die Qualifikation für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2021 verpasst hat, stehen unter Cuper eine Niederlage und ein Unentschieden zu Buche. Der sagt: "Wir haben aus den letzten beiden Freundschaftsspielen wichtige Lehren gezogen und arbeiten hart daran, Korrekturen vorzunehmen. Wir haben hohe Ansprüche, aber die Zeit drängt natürlich. Wir arbeiten intensiv am mannschaftlichen Zusammenhalt des Kaders und konzentrieren uns dabei auf unsere nächsten Gegner." Cuper wurde mit der Aufgabe betraut, die kongolesische Nationalmannschaft zur nächsten FIFA-Weltmeisterschaft zu führen – eine Herausforderung, die sein Interesse weckte. "Die Tatsache, dass dieses Land seit 47 Jahren auf eine WM-Teilnahme wartet, hat meine Motivation um das Zehnfache gesteigert", erklärt der ausgewiesene Fachmann bei FIFA.com. "Heute habe ich hervorragende Trainingsbedingungen und bleibe weiter optimistisch." WM-Erfahrung mit Ägypten

Obwohl sich die Mannschaft der DR Kongo im Umbruch befindet, ist sie Favorit in Qualifikationsgruppe J mit Tansania, Benin und Madagaskar. Hector Cuper, der mit Ägypten in Russland 2018 dabei war, glaubt an sein Glück. ''Die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft ist immer noch etwas Einzigartiges. Deshalb muss ich meinen Spielern das an grinta – an Mut und Entschlossenheit – vermitteln, was nur ein solches Ereignis bietet." Ansonsten bleibt Cuper, der die Ägypter nach drei gescheiterten Anläufen auch ins Finale des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals 2017 geführt hat, lieber bescheiden. "Afrika ist ein riesiger Kontinent. Wir haben gute Ergebnisse erzielt, aber das heißt nicht, dass ich schon Erfahrung im afrikanischen Fussball habe. Das Spiel unterscheidet sich von Land zu Land, obwohl die Fussballregeln für alle gleich sind", sagt er.

Die Leoparden starten am Donnerstag, 2. September, gegen Tansania in die nächste Runde der WM-Qualifikation. Das Spiel wird zu Hause im Stade TP Mazembe ausgetragen und dürfte richtungsweisend für den weiteren Verlauf sein. "Ich hoffe wirklich, dass alle davon überzeugt sind, dass es möglich ist. Wir müssen zusammenhalten und äußerst motiviert sein, denn es geht um die Freude und das Vergnügen des kongolesischen Volkes", schließt Cuper.