Afrikanische Spitzenteams ohne Ausrutscher

17. Nov. 2021
  • Die zweite Runde der WM-Qualifikation in Afrika ist beendet

  • Zehn Teams können sich über das Erreichen der dritten und letzten Runde freuen

  • FIFA.com fasst das bisherige Geschehen zusammen

Die zweite Runde der CAF-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ ging am Dienstag zu Ende und die zehn Teams, die an der dritten und letzten Qualifikationsrunde im März 2022 teilnehmen, stehen nun fest.

FIFA.com fasst die wichtigsten Aspekte der zweiten Runde zusammen, die vom 1. September bis 16. November ausgespielt wurde. In zehn Gruppen absolvierten jeweils vier Teams insgesamt sechs Spieltage mit dem Ziel, den Traum von der WM-Teilnahme am Leben zu halten.

Qualifiziert für die dritte Runde:

Algerien Tunesien Nigeria Kamerun Mali Ägypten Ghana Senegal Marokko Kongo DR

Die üblichen Verdächtigen

Von den zehn Mannschaften, die sich für die nächste Runde qualifiziert haben, haben neun bereits an einer Weltmeisterschaft teilgenommen. Lediglich Mali, das in der zweiten Runde einige beeindruckende Ergebnisse holen konnte, hat noch nie auf der größten Bühne des Fussballs gespielt. Mit fünf Siegen und einem Unentschieden - und ohne ein einziges Gegentor - brauchen die ungeschlagenen Adler in der dritten Runde wohl keinen Gegner zu fürchten.

Kamerun verdrängt Elfenbeinküste Die Gruppe D, in der mit der Elfenbeinküste und Kamerun zwei Giganten des afrikanischen Fussballs aufeinander trafen, war an Spannung kaum zu überbieten. Nach ihrem Heimsieg gegen die Unzähmbaren Löwen am 2. Spieltag führten die Ivorer die Gruppe bis zum letzten Spieltag an, als sie in Douala eine 0:1-Niederlage kassierten und damit ausschieden. Karl Toko-Ekambi war der Held der Stunde für Kamerun, der in der ersten Halbzeit den Siegtreffer erzielte und damit sein Land in die nächste Runde schoss und die Elfenbeinküste ausschaltete, die zum zweiten Mal in Folge die WM-Endrunde verpasst.

Super-Slimani Der Algerier Islam Slimani erlebte eine denkwürdige zweite Runde, in der er mit sieben Treffern erfolgreichster Torjäger war. Doch damit nicht genug: Der Stürmer von Olympique Lyon ist seit dem 8. Oktober auch der Rekord-Torschütze Algeriens, als er gegen Niger zum 37. Mal ins Netz traf und damit den früheren Kapitän Abdelhafid Tasfaout überholte. Mit 16 Toren in WM-Qualifikationsspielen liegt er nun auf Platz vier der afrikanischen Torjägerliste, gleichauf mit Emmanuel Adebayor (16) und knapp hinter Moumouni Dagano, Samuel Eto'o (beide 17) und Didier Drogba (18).

Ayew als vorbildliche Führungsfigur Im letzten Spiel der Gruppe G traf Ghana auf Südafrika, das mit drei Punkten Vorsprung vor den Black Stars an der Spitze lag. Und tatsächlich gelang den Gästen in Cape Coast ein 1:0-Sieg, dank eines Elfmeters, den Andre Ayew in der ersten Halbzeit verwandelte. Mit diesem Tor brachte der 31-jährige Kapitän, der an diesem Abend sein 100. Länderspiel bestritt, sein Team auf die gleiche Punktzahl und die gleiche Tordifferenz wie die Bafana Bafana, und da sie ein Tor mehr erzielt haben, zogen die Schützlinge von Milovan Rajevac in die dritte Runde ein.

Marokko mit perfekter Bilanz Mit sechs Siegen in sechs Spielen war Marokko die einzige Mannschaft, die in der zweiten Runde die maximal mögliche Punktzahl holte. Zudem kassierten die Nordafrikaner bei 20 erzielten Treffern nur ein einziges Gegentor - eine Bilanz, die Trainer Vahid Halilhodzic freuen wird, der seit seinem Amtsantritt 2019 nur eine einzige Niederlage hinnehmen musste.

Tunesiens Heimfestung Tunesien beendete die zweite Runde wie sie begonnen hatte - mit einem Heimsieg. In Mauretanien kamen die Nordafrikaner nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und in Äquatorial-Guinea verloren sie sogar mit 0:1. Doch ihre beeindruckende Heimbilanz konnten sie weiterhin aufrechterhalten: Seit Juni 2008, als Burkina Faso in Tunis mit 2:1 gewann, hat Tunesien kein WM-Qualifikationsspiel mehr vor eigenem Publikum verloren.

Zitat

"Die WM 2022 könnte die großartigste WM aller Zeiten werden. Ich lebe in Katar und habe schon erlebt, wie gut das Land in der Lage ist, Großveranstaltungen auszurichten, wie hoch das Niveau ist und wie gut alles organisiert ist. Katar ist für uns wie eine zweite Heimat, wir haben ziemlich viele Spieler dort." Djamel Belmadi (Trainer, Algerien)