Afrika auf der Suche nach seinen "glorreichen Zehn"

  • Vorschau auf die letzten beiden Spieltage der aktuellen Qualifikationsrunde in Afrika

  • Einzig Marokko und Senegal haben sich schon für die nächste Runde qualifiziert

  • Zehn Plätze für die dritte Runde sind noch offen

Nach einer ersten Runde, in der 14 Mannschaften ausschieden, werden in der zweiten Runde der WM-Qualifikationsspiele in Afrika weitere 30 Mannschaften ihre Träume von Katar 2022 begraben müssen.

Umgekehrt können zehn Mannschaften, die am Ende der Gruppenphase den ersten Platz in ihrer jeweiligen Tabelle belegen, Licht am Ende des Tunnels sehen. Dies gilt bereits für Senegal und Marokko, die den ersten Platz in ihren Gruppen sicher haben. Die zehn qualifizierten Teams spielen dann an der dritten Runde aus, deren Auslosung am 18. Dezember stattfindet.

Noch gilt es für alle 40 im Wettbewerb verbliebenen Mannschaften, zwei Spiele zu absolvieren – und der Ausgang der zweiten Runde ist nach wie vor sehr offen. FIFA.com zeigt, was auf dem Spiel steht.

Die Begegnungen

5. Spieltag: Donnerstag, 11. November Tansania - DR Kongo Uganda – Kenia Äthiopien – Ghana Benin –Madagaskar Kongo – Namibia Ruanda – Mali Südafrika – Simbabwe Togo - Senegal

Freitag, 12. November Dschibuti – Algerien Burkina Faso – Niger Guinea - Guinea-Bissau Gabun – Libyen Sudan – Marokko Angola – Ägypten

Samstag, 13. November Sambia – Mauretanien Malawi – Kamerun Liberia – Nigeria Äquatorial-Guinea – Tunesien Kap Verde - Zentralafrikanische Republik Elfenbeinküste - Mosambik

6. Spieltag: Sonntag, 14. November Madagaskar - Tansania DR Kongo - Benin Simbabwe - Äthiopien Mali - Uganda Ghana - Südafrika Senegal - Kongo

Montag, 15. November Kenia - Ruanda Namibia - Togo Guinea-Bissau - Sudan Niger - Dschibuti

Dienstag, 16. November Ägypten - Gabun Mosambik - Malawi Libyen - Angola Liberia - Zentralafrikanische Republik Algerien - Burkina Faso Nigeria – Kap Verde Marokko - Guinea Tunesien - Sambia Kamerun - Elfenbeinküste Mauretanien – Äquatorial-Guinea

Gut zu wissen

Algerien ist seit beeindruckenden 31 Spielen ungeschlagen. Trotzdem ist das Weiterkommen in die dritte Qualifikationsrunde noch nicht sicher. Zwar sind die Wüstenfüchse aktuell Tabellenführer in Gruppe A, aber von Burkina Faso trennt sie nur die bessere Tordifferenz.

Am 16. November kommt es zum direkten Duell zwischen diesen beiden Mannschaften. Vor acht Jahren gab es in den Playoffs für Brasilien 2014 schon einmal ein entscheidendes Aufeinandertreffen dieser Protagonisten. Damals setzte sich Algerien durch. Ein Hauch von Revanche liegt also am Dienstag in Blida in der Luft.

Doch neben diesem Spiel gibt es noch weitere Termine, die man nicht verpassen sollte, angefangen mit dem ebenfalls für den letzten Tag der Qualifikation angesetzten Spitzenspiel Kamerun - Elfenbeinküste. Die Elefanten liegen in Gruppe D derzeit einen Punkt vor den Unzähmbaren Löwen, doch Mosambik und Malawi, ihre jeweiligen Gegner drei Tage zuvor, könnten die Karten vor dem Gipfeltreffen noch einmal neu mischen.

Auch andere ehemalige WM-Teilnehmer werden am letzten Spieltag gegeneinander antreten: Ghana empfängt am Sonntag, 14. November, Südafrika in einem vielversprechenden Finale der Gruppe G.

#In den Gruppen B, C und E sind Tunesien, Nigeria und Mali am besten platziert, müssen sich aber vor den Zweitplatzierten Äquatorial-Guinea, Kap Verde und Uganda in Acht nehmen, auf die sie allesamt in dieser Woche noch treffen.

Mit vier Punkten Vorsprung vor Libyen, dem nächsten Verfolger in der Gruppe F, hat Ägypten von allen Mannschaften in der Favoritenrolle den größten Spielraum, so dass es schon einer unwahrscheinlichen Wendung der Ereignisse bedürfte, damit die Nordafrikaner den Einzug in die dritte Runde noch verpassen.

Ganz anders hingegen das Bild in Gruppe J, in der sich rechnerisch alle vier Mannschaften – Tansania, Benin, DR Kongo und Madagaskar – noch qualifizieren können und große Ungewissheit herrscht.

So könnte es in den verschiedenen Gruppen laufen:

Zahlenspiele

0 – Mali und Uganda, die am Sonntag aufeinandertreffen, gehören zu den drei der 40 in Runde zwei aktiven Mannschaften, die noch kein Gegentor hinnehmen mussten. Auch Tunesien, der Tabellenführer der Gruppe B, kann ähnliche Zahlen vorweisen.

2 – Zwei der zehn aktuellen Tabellenführer haben noch nie an einer WM-Endrunde teilgenommen, nämlich Mali und Tansania.

6 – Sechs Mannschaften könnten sich theoretisch bereits am fünften Spieltag vorzeitig Platz eins in ihren Gruppen sichern: Tunesien, Nigeria, Elfenbeinküste, Mali, Ägypten sowie Südafrika.

17 – Abgesehen von der 0:3-Niederlage gegen Algerien am Grünen Tisch in der Qualifikation für Russland 2018 hat Nigeria seit 17 Jahren kein WM-Qualifikationsspiel mehr auswärts verloren. Die letzte Niederlage war das 0:1 gegen Angola im Juni 2004.

18 – Am kommenden Donnerstag will Mali gegen Ruanda den dritten Sieg in einem WM-Qualifikationsspiel in Folge einfahren. Eine solche Serie hatten die Adler seit 18 Jahren nicht mehr. Sie könnte ihnen den Weg in die nächste Runde ebnen.

19 – Algerien stellt mit 19 Toren in vier Spielen die treffsicherste Offensive der zweiten Runde. So viele Tore hat Algerien noch in keiner anderen WM-Qualifikation erzielt. Erfolgreichster Stürmer ist dabei Islam Slimani, der mit seinen sechs Toren zugleich bester Torjäger des Wettbewerbs ist.