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FIFA-Fonds für Fussballer: über 1000 Anträge bewilligt

12. Mai 2021

Seit der wegweisenden Vereinbarung von 2020 zwischen der FIFA und der FIFPRO zur Bildung des FIFA-Fonds für Fussballer, der Spieler finanziell unterstützt, die auf Gehaltszahlungen warten und diese bei ihren Klubs nicht eintreiben können, sind vom gemeinsamen Steuerungsausschuss 1005 Anträge bewilligt worden. 1005 Spieler aus aller Welt erhalten damit finanzielle Hilfe in Form von Zuschüssen, die in der ersten Phase des Fonds ausgeschüttet werden.

Die bewilligten Anträge betreffen den Zeitraum von Juli 2015 bis Juni 2020 sowie 109 Klubs, die 36 verschiedenen FIFA-Mitgliedsverbänden angehören und allesamt nicht mehr bestehen, weil sie insolvent sind, aus ihrem Verband ausgetreten sind oder nicht mehr am Profifussball teilnehmen.

Die FIFA hat für den Fonds bis Ende 2022 USD 16 Millionen bereitgestellt, die wie folgt ausgeschüttet werden:

1. Juli 2015 bis 30. Juni 2020: USD 5 Millionen

1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020: USD 3 Millionen

1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021: USD 4 Millionen

1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022: USD 4 Millionen

Gemäß dem Protokoll für den FIFA-Fonds für Fussballer werden alle Anträge von einem Steuerungsausschuss geprüft, dem Vertreter sowohl der FIFA als auch der FIFPRO angehören. Alle Anträge zur zweiten Phase vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 werden in den nächsten Monaten bearbeitet.

"Der FIFA-Fonds für Fussballer ist ein einzigartiges Instrument zum Schutz der Hauptakteure des Fussballs, sprich der Spieler. Dank dieser innovativen Initiative und dem Abschluss der ersten Antragsphase werden 1005 Spieler in Not dringend benötigte Hilfe erhalten. Die FIFA wird weiterhin eng mit der FIFPRO zusammenarbeiten, damit auch die bis 2022 verbleibenden Antragsphasen reibungslos abgewickelt und abgeschlossen werden", sagte Emilio García Silvero, Rechts- und Compliance-Direktor der FIFA.

"Der FIFA-Fonds für Fussballer ist ein überaus wichtiges Hilfssystem für viele Spieler, die auf Gehaltszahlungen warten, weil ihr Klub nicht mehr besteht. Wir sind froh, dass sie und ihre Familien dank der Zusammenarbeit zwischen der FIFA und der FIFPRO mindestens einen Teil der ihnen geschuldeten Gehälter erhalten. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass dies nur einen Teil eines größeren systemischen Problems löst. Spieler haben bei uns Klagen in Höhe von über USD 60 Millionen eingereicht. Wir rufen deshalb alle Fussballinstitutionen weltweit auf, dem Beispiel der FIFA zu folgen und auf ihren Gebieten ähnliche Schutzinstrumente einzuführen", erklärte FIFPRO-Rechtsdirektor Roy Vermeer.

Weitere Informationen zu den Anträgen der ersten Phase sind in diesem Bericht zu finden.

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