FIFA-Präsident bekräftigt Engagement für Good Governance bei UN-Generalversammlung

2. Juni 2021
  • Der FIFA-Präsident unterstreicht die Bedeutung von Transparenz bei Transfers und Ausschreibungen

  • "Der Start des globalen Integritätsprogramms der FIFA, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem UNODC, ist ein Meilenstein"

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat bei einer Sonderveranstaltung der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Bedeutung des Schutzes der Integrität des Sports bekräftigt und dabei auf die Gefahren durch Korruption hingewiesen.

Der FIFA-Präsident war eingeladen, vor einer UN-Delegation und den Chefs der Interessengruppen zu sprechen, und bekräftigte, wie wichtig Good Governance für den Aufbau eines nachhaltigen, sauberen Fussballsports ist, an dem sich die ganze Welt erfreuen kann.

Von einer soliden Finanzprüfung über den Schutz von Kindern bis hin zum unerbittlichen Kampf gegen Spielmanipulationen - die FIFA bleibt dem Aufbau eines nachhaltigen, sicheren Sports verpflichtet, der wirklich global werden kann.

"Die neue FIFA hat aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt, die gezeigt haben, wie Sportorganisationen durch Korruption und das rücksichtslose Verhalten Einzelner stark beeinträchtigt werden können", erklärte der FIFA-Präsident, "wenn keine angemessenen Kontrollen und Gegenkontrollen vorhanden sind, die korrekt umgesetzt und regelmäßig durchgeführt werden."

Die Veranstaltung bot Vertretern internationaler Organisationen die Gelegenheit, Ideen auszutauschen, wie man am besten gegen die Bedrohungen für den Sport, die Spieler, Trainer, Funktionäre, Sportorganisationen und Gemeinden auf der ganzen Welt vorgehen kann.

Präsident Infantino sprach über die Partnerschaft der FIFA mit dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) sowie den gemeinsamen Null-Toleranz-Ansatz im Kampf gegen Korruption.

"Der Start des globalen Integritätsprogramms der FIFA, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem UNODC, ist ein Meilenstein für unser diesbezügliches Engagement", sagte er.

Zum Thema Anfälligkeit des Fussballs für Korruption und entsprechende Reaktion der FIFA sagte der Präsident:

"Spielmanipulationen sind zwar relativ selten, haben aber verheerende Auswirkungen auf die Integrität des Spiels, der Wettbewerbe und der Mannschaften. Das internationale Transfersystem muss ebenfalls zweckmäßig sein. Wenn der Transfermarkt von Spekulation und nicht von Solidarität angetrieben wird, stellt dies ein wachsendes Risiko von Interessenkonflikten, eine enorme Marktinflation und ein zunehmendes Wettbewerbsungleichgewicht dar.

Als Reaktion darauf haben wir das _FIFA Clearing House_geschaffen, einen zentralen Ansprechpartner, der alle erforderlichen Kontrollen bei Spielertransfers durchführt und sicherstellt, dass das vom einkaufenden Verein gezahlte Geld in Übereinstimmung mit den nationalen und internationalen Finanzvorschriften korrekt an die ausbildenden Vereine verteilt wird."

Der FIFA-Präsident wiederholte, dass alle Aktivitäten der FIFA transparent durchgeführt und von entsprechenden Kontrollen und Zusicherungen ergänzt werden müssen. "Wir brauchen Ausschreibungsprozesse, die vollständig transparent sind, klare Bewertungskriterien haben und ethischen Grundsätzen folgen. Dies gilt auch für die Vergabe von FIFA Weltmeisterschaften und FIFA Frauen-Weltmeisterschaften nach entsprechender Abstimmung des FIFA-Kongresses", sagte Präsident Infantino.

"Dies war bereits für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko der Fall. Das Verfahren wird erstmals bei der Auswahl der Gastgeber für die nächste FIFA Frauen-Weltmeisterschaft befolgt."

Ein vollständiges Transkript der Rede des FIFA-Präsidenten kann hier abgerufen werden.

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